Bru­no Poch­er­on

Bruno Pocheron (geb. 1968) studierte Bildende Kunst in Frankreich und lebt in Berlin.
Er arbeitet international als unabhängiger Licht-, Bühnen- und Sounddesigner.
Lichtdesign ist für ihn ein kollaborativer Prozess, bei dem er die Konzeption und Umsetzung mit langjährigen Kollegen teilt und in Echtzeit mit anderen Medien wie Musik oder Video interagiert.
Er schafft performative Installationen, die auf seiner Beleuchtungspraxis basieren, wie Mehr Licht [Mir so schlecht] (2021), eine synästhetische Performance für 33 Niedervolt-Glühbirnen, die direkt mit Sound betrieben werden, in der Licht zu hören und Sound zu sehen ist.
Derzeit arbeitet er an Bühnenprojekten unter anderem mit Mette Edvardsen (Oslo), Alix Eynaudi (Wien), Lina Gomez (Berlin), Anne Juren (Wien), Marta Navaridas (Graz), Daniel Fish und Ted Hearne (New York).
Bruno Pocheron ist auch Mitorganisator von Tanzhalle Wiesenburg (Wiesen55 e.V.), einem kollektiven Arbeitsraum in Berlin-Wedding, Gangplank, einem offenen Netzwerk von Künstlern und Designern, das sich mit intermedialer Kommunikation, Beziehungen zwischen Technologie und Kunst und Überschneidungen zwischen den Bereichen zeitgenössischer Performance beschäftigt sowie Fencing Borders, einem Dokumentarprojekt, das sich mit den lokalen Auswirkungen der Abriegelung der Schengen-Grenzen beschäftigt.
Außerdem ist er Teil des Lichtdesigner-Kollektivs Reflecting Light, das kürzlich eine vierjährige Forschungsstelle an der Kunsthochschule Kask in Gent, Belgien, erhalten hat.

Magazin

4. September 2026

Archaisches Elementartheater

Mich fasziniert, wie Reimann mit diesen zeitlosen Themen des Stoffs umgeht: eine dysfunktionale heteronormative Familie als Metapher für die ganze Welt, Macht, Machtmissbrauch, Krieg, Wahnsinn. In Lear geht es um enge zwischenmenschliche Beziehungen. Deshalb konzentriere ich mich auf die Körper, die Emotionen, die Stimmen. […] Es wird ein archaisches Elementartheater: konzentriert, ohne Schnickschnack. Der Hangar 4 ist das Bühnenbild. Wenn nur zwei Menschen in Hysterie und voller Angst über diese große Fläche laufen – das alleine ist schon Theater.
#KOBLear
10. Mai 2026
Unserer Touren hinter die Bühne der Komischen Oper Berlin zeigen unseren Gästen, welche Detailliebe hinter jeder Arbeit steckt. Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Menschen auf unseren Führungen Kultur erst richtig zu schätzen lernen – weil sie sehen, wie viel Herzblut und Überlegung in jedes Detail fließt, wenn aus Darsteller:innen Bühnenfiguren werden. Das liebe ich an meinen Job.