Kostümbildnerin
Victoria Behr
Die gebürtige Koblenzerin Victoria Behr studierte Kostümbild an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg bei Dirk von Bodisco. Nach ihrem Studium assistierte sie am Schauspielhaus Bochum, am Schauspielhaus Zürich, am Opernhaus Zürich und bei den Salzburger Festspielen. Seit 2008 ist Victoria Behr als freischaffende Kostümbildnerin tätig.
Seitdem arbeitete sie u. a. in Berlin an der Volksbühne, der Schaubühne und der Komischen Oper Berlin, am Burgtheater Wien, Thalia Theater Hamburg, Residenztheater München, bei den Salzburger Festspielen, an der Wiener Staatsoper, Bayerischen Staatsoper München, Opéra de Lyon/beim Festival d'Aix-en-Provence sowie an den Theatern Basel und Bremen. Dabei kooperierte sie mit Regisseuren wie Jan Bosse, Herbert Fritsch, Barrie Kosky und Antú Romero Nunes.
Mit den Regisseuren Peter Carp, Matthias Hartmann, Niklaus Helbling, Marcus Lobbes und Stefan Pucher entstanden Arbeiten u. a. am Schauspielhaus Zürich, Opernhaus Zürich, Staatstheater Oldenburg, Deutschen Theater Berlin und an den Theatern Freiburg und Oberhausen. Für den Regisseur Benedict Andrews entwarf sie Kostüme am Young Vic in London, für das St. Ann's Warehouse in New York City, am Opernhaus Kopenhagen, an der Komischen Oper Berlin, am Opernhaus Amsterdam und an der English National Opera.
In der Kritikerumfrage der Zeitschrift Theater heute wurde Victoria Behr in den Jahren
2011 (Nora), 2012 (Die (s)panische Fliege), 2014 (Ohne Titel Nr.1), 2015 (der die mann) und 2020 (Amphitryon) als »Kostümbildnerin des Jahres« ausgezeichnet.
Für die Kostüme in Frau Luna an der Berliner Volksbühne und in Peter Eötvös’ Drei Schwestern in Zürich, wurde sie 2013 von der Zeitschrift Opernwelt ebenfalls zur »Kostümbildnerin des Jahres« gewählt.
Nächste Termine und Besetzung
Magazin
5. Oktober 2026
Holzinger im Hangar!
Die Komische Oper Berlin ist eines der vielfältigsten Häuser der deutschen Opernlandschaft und ich schätze den kollaborativen Arbeitsgeist bereits seit unserer Zusammenarbeit für SANCTA. Spätestens seitdem stand es auf meiner Bucketlist, hier zu inszenieren, und dass ich das nun sogar im Hangar in Tempelhof machen darf, kann ich kaum erwarten!
Florentina Holzinger
Die Spielzeit 2027/28 beginnt mit einer neuen Arbeit von Florentina Holzinger zum Thema Krieg im Hangar4/Flughafen Tempelhof.
Registrieren Sie sich jetzt für den Early-Bird-Rabatt und erhalten Sie ein exklusives Vorkaufsrecht vor dem Start des regulären Ticketverkaufs!
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18. September 2025
Alles ist am Brodeln
Jewgeni Onegin ist eine Oper, in der die großen Gefühle und Leidenschaften unter der Oberfläche köcheln, die inneren Stürme zurückgehalten werden. Und die Musik? Sie erzählt, was die Figuren einander nicht sagen können. Traumwandlerisch präzise hat Pjotr Tschaikowski diese Spannung zwischen Fassade und Innenleben in seine Partitur gegossen, unter den kühlen Worten seiner Figuren tanzt das Orchester. Alles ist am Brodeln, kurz vor dem Ausbruch, aber der kommt meist zu spat. Das ist die eigentliche Tragödie dieses Werks: nicht Schicksal, sondern verpasster Moment. Ein Gespräch über Intimität und Pathos mit Generalmusikdirektor Henrik Nánási Tschaikowskis Jewgeni Onegin.
#KOBOnegin
28. Mai 2025
Modernes Schicksal, verpasste Liebe
Die Geburtsstunde des Musikdramas Jewgeni Onegin fällt auf einen Nachmittag im Mai 1877: Pjotr Iljitsch Tschaikowski sitzt in einem Restaurant, speist und grübelt. Er sucht nach einem Stoff für eine Oper, die es mit George Bizets Carmen aufnehmen kann. Dann hallt eine Empfehlung in seinem Kopf nach. Er läuft zum nächsten Buchladen und verschlingt in einer Nacht den Roman Jewgeni Onegin von Alexander Puschkin. Nicht einmal ein Jahr später schreibt Tschaikowski Operngeschichte mit einem Gegenentwurf zu Wagner und Verdi – still, psychologisch, modern. Seit dem gilt sein gleichnamiges Opern- und Zivilisationsdrama als erstes realistisches Werk über Einsamkeit, Sinnsuche und Liebeserfüllung im Spiel von Sehnsucht und Egoismus.
#KOBOnegin
2. Februar 2016
Koskys Regie ist ein Geniestück ohne Zeigefinger, ohne Besserwisserei, ohne Anklage. Die Wiedergeburt des psychologischen Realismus ohne Desavouierung der Figuren ... Es ist ein ganz selten gewordener poetischer Realismus, mit dem Barrie Kosky und seine fantastische Bühnenbildnerin Rebecca Ringst hier ihren Tschaikowsky aus dem Geiste eines Tschechow oder Tolstoi zu lesen verstehen. … Diese Bildsetzung ist von geradezu filmischer Direktheit (und kommt doch glücklicherweise ganz ohne überflüssige Videosequenzen aus), sie öffnet indes, über die sensibel die Tageszeiten nachzeichnenden Lichtstimmungen immer wieder weite Sehnsuchtsräume. In ihnen kommen kleine Gesten der Figuren endlich wieder zu großer Wirkung – Gesten und Regungen der Solisten wie jenen des Chores, den Kosky in meisterlicher Individualisierung zu aktivieren versteht.
Demut schlägt Dekonstruktion - »Ein Regie-Geniestück: Hausherr Barrie Kosky erfindet den poetischen Realismus neu«
Peter Krause, Concerti.de
Peter Krause, Concerti.de
#KOBOnegin
2. Februar 2016
Kosky zeigt, was er auch kann: behutsam führen, das Innerste der Figuren ins Äußere der Protagonisten kehren...
Im Dickicht der Gefühle
Julia Kaiser, Berliner Morgenpost
Julia Kaiser, Berliner Morgenpost
#KOBOnegin
1. Februar 2016
… wie genau Kosky in die Abgründe aller Beteiligten schaut, ist bewundernswert.
Feinnerviges Psychogramm junger Leute
Uwe Friedrich, BR Klassik
Uwe Friedrich, BR Klassik
#KOBOnegin
