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Ev­ge­ny Ti­tov

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Evgeny Titov wurde in Kasachstan geboren. Nach einer Schauspielausbildung an der Theaterakademie St. Petersburg arbeitete er zunächst als Schauspieler in Russland, bevor er Regie am Max Reinhardt Seminar in Wien studierte. Titov ist heute einer der gefragtesten Regisseure in Theater und Oper in ganz Europa. Als international gefeierter Regisseur führte ihn seine Arbeit u. a. ans Staatsschauspiel Dresden, wo er die Uraufführung von Martin Heckmanns Mein Herz ist rein inszenierte. Darüber hinaus inszenierte er am Landestheater Linz, am Düsseldorfer Schauspielhaus (Shakespeares Macbeth und Richard III., Arthur Millers Der Schmelztiegel), bei den Salzburger Festspielen (Maxim Gorkis Sommergäste) und an der Münchner Residenz. Zu seinen Arbeiten gehören darüber hinaus Tri Sestri (Salzburger Festspiele), Iolanta (Wiener Staatsoper), King Lear (Düsseldorfer Schauspielhaus), Die Liebe zu den drei Orangen (Semperoper Dresden), Tannhäuser (Grazer Oper), L’Orfeo (Opernhaus Zürich), Der Kirschgarten (Hessisches Staatstheater), Le nozze di Figaro (Bayerische Staatsoper), L’incoronazione di Poppea (Opéra national du Rhin) und Gier unter Ulmen (Residenztheater München). Nach Œdipe (2021) inszeniert Titov in der Spielzeit 2025/26 Richard Strauss’ Salome an der Komischen Oper Berlin.

Stand: Oktober 2025

Magazin

22. Dezember 2025
Auf der Bühne der Komischen Oper ist vor dem Orchester ein schmaler Streifen freigelassen, da singt, spielt und tanzt ein höchst engagiertes Ensemble… Mit Mut zur Wirkung gesungen, flott inszeniert, dass man das »halbszenisch« der Ankündigung fast nicht merkt… Versprochen, man geht mindestens mit einem Ohrwurm raus.
Harald Asel, rbb24 inforadio, 22.12.2025
Nostalgisch und zeitlos: »In Frisco ist der Teufel los« wiederentdeckt

#KOBFrisco
22. Dezember 2025
Regisseur Martin G. Berger sorgt für eine quirlige szenische Umsetzung dieses Klassenkampficals. Unter der Leitung von Kai Tietje musiziert das Orchester der Komischen Oper mitreißend gut gelaunt, über die kleinen Spielfläche wirbelt dazu ein Ensemble, das genrefluide Ensemblemitglieder wie Alma Sadé und Christoph Späth mit genuinen Musicaldarstellern wie Alexander von Hugo und Tobias Joch mixt.

Eine brillante Battle um die Diven-Rolle des Abends liefern sich Sophia Euskirchen und Christoph Marti. Sie als kesse Bardame Virginia, die zupackend pragmatisch den Aufstand gegen Xonga Miller organisiert, er als eben jene Raubtierkapitalistin, deren Verderbtheit hier durchaus etwas Faszinierendes hat. Und doch sind alle im ausverkauften Saal froh, wenn am Ende das Gute siegt.
Frederik Hanssen, Der Tagesspiegel, 22.12.2025
Operette »In Frisco ist der Teufel los«: Klassenkampf an der Komischen Oper
#KOBFrisco
22. Dezember 2025
Ein Abend voller Augenzwinkern. Der Klassenkampf ist ein fröhliches Miteinander der Darsteller. Die Inszenierung hat Tempo und Witz… Gekonnt wird das Publikum mehrfach in diese Produktion mit hineingezogen. Sophia Euskirchen durchbricht als Virginia West besonders offensiv die »vierte Wand« und wird als resolute Bardame zur Sympathieträgerin des Abends.
Volker Blech, Berliner Morgenpost, 22.12.2025
Komische Oper: Der reichste Mann der Welt ist ein Operetten-Bösewicht
#KOBFrisco