©

Agus­tín Gó­mez

©
Als meine Band mich nebenbei mal singen hörte, sagten sie mir: Du singst gut! Versuch mal einen unserer Songs zu singen.
Im Gegensatz zu vielen anderen Tenören hatte Agustín Gómez in seiner Kindheit keinen direkten Kontakt zur klassischen Musik. In seiner Familie wurde Musik, wenn überhaupt, nur passiv gehört. Sozialisiert durch die Rockmusik von Charly García, spürte der junge Agustín jedoch, dass er mehr wollte als nur zuzuhören. Anders als der Rest seiner Familie wurde er musikalisch aktiv – sein Interesse galt zunächst dem Klavier.
Mit 14 fragte ihn ein Schulfreund, ob er nicht als Pianist in einer Rockband mitspielen wolle. »Als meine Band mich nebenbei mal singen hörte, sagten sie mir: Du singst gut! Versuch mal einen unserer Songs zu singen.« Gesagt, getan – aber alles andere als leicht: »Bereits nach zwei, drei Songs war meine Stimme komplett weg. Ich wusste nicht, wie man richtig atmet und den Körper beim Singen einsetzt. Ich suchte nach einer Lösung, wie ich nicht mehr heiser sein würde.« Hilfe fand er bei einer Chorleiterin, die ihn in ihren Chor aufnahm – als Bass! Erstmals machte er nun auch Bekanntschaft mit klassischem Repertoire.
Im Ensemble der Komischen Oper Berlin seit 2024

HEIMAT
Rio Gallegos / Argentinien

STUDIUM
Studium der Komposition an der Päpstlichen Katholischen Universität in Buenos Aires
Operngesangsausbildung am Superior Art Institute des Teatro Colón in Buenos Aires
Master im Fach musikalischer Interpretation an der Musikhochschule Reina Sofía Madrid

MEISTERKURSE BEI
Sherill Milnes im Zuge des Savannah VOICE Festivals 2015

PREISE
Sieger des XXV. Concurs Mirna Lacambra
1. Preis beim VII. Wettbewerb für junge Sänger und Instrumentalisten der Asociación Wagneriana in Madrid

Magazin

31. März 2026
»Regisseur Herbert Fritsch hat der barocken Vorlage ein kongenial schillerndes Gewand verpasst. … Das Orchester und George Petrou füllen Händels abwechslungsreiche musikalische Dramaturgie mit kontrastreichem Leben. Und am Ende muss es uns nicht mehr leidtun um die Gefangenen, sondern nun um den törichten König. Dessen Tod scheint genauso sinnlos, wie sein Leben wohl war. So muss Oper.«
Katharina Granzin, taz, 31.03.2026
Goldschleppe schlägt Goldkehlchen

#KOBBelshazzar
29. März 2026
»Die Chorsolisten haben große Aufgaben in dieser szenischen Produktion und sie erfüllen sie spielstark. Welcher Opernchor kann schon so wunderbar tänzeln, kollektive Koloraturen vorführen und Grimassen schneiden? Das Oratorium lebt von mächtigen Chören. Hallelujah! ... Sopranistin Soraya Mafi weiß sich im Spannungsfeld zwischen ehrgeiziger Drahtzieherin und besorgter Mutter durchzusetzen. Stimmlich gelingen ihr die mächtigsten und die berührendsten Momente. Für das Mutter-Sohn-Verhältnis hat der Regisseur ein schönes Bild gefunden. Die überlange Schleppe Belshazzars ist das Führungsseil der Mutter. Die Schleppe wird zum Machtinstrument.«
Volker Blech, Berliner Morgenpost, 29.03.2026
Komische Oper: Hinter jedem König steht eine ehrgeizige Mutter
#KOBBelshazzar
29. März 2026
Händel-Spezialist George Petrou hat für diese Momente der hochgespannten Dramatik ein feines Gespür. Wie da die Sprache knackt, wie der Orchesterklang plötzlich fahl wird, ausbleicht, um dann mit Verve Akzente zu setzen! Das Orchester der Komischen Oper ist aber auch jederzeit zu Trompetenjubel fähig… Wie Petrou schon in der Ouvertüre eine sehr genaue Artikulation findet, Spannungen aufbaut und auflöst, das gehört zu den Höhepunkten des Abends.
Georg Kasch, Die Deutsche Bühne, 29.03.2026
Treppenwitz
#KOBBelshazzar
29. März 2026
»Die Komische Oper zeigt Händels Oratorium »Belshazzar« in Herbert Fritschs Regie als grellbunte Mischung aus Bibelstoff und Klamauk.«
Volker Blech, Berliner Morgenpost, 29.03.2026
Komische Oper: Hinter jedem König steht eine ehrgeizige Mutter
#KOBBelshazzar