Chorsolist
Diemut Wauer
Zitat einfügen oder Element löschen - EN nicht vergessenWenn andere sich schlecht benehmen, muss ich mich noch lange nicht schlecht benehmen.
Wo ist Ihre Heimat?
Berlin.
Seit wann singen Sie im Chor der Komischen Oper Berlin?
Seit August 1993.
Berlin.
Seit wann singen Sie im Chor der Komischen Oper Berlin?
Seit August 1993.
Ihre vorherigen Stationen?
Ich habe von 1977 bis 1987 im Rundfunkkinderchor Berlin gesungen. 1987 begann mein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler«, bei E. Härtig, Věnceslava Hrubá-Freiberger und KS Bernd Riedel. Ab April 1993 war ich im Chor des Theater Stralsund engagiert und habe dann im August 1993 an der Komischen Oper Berlin angefangen.
Was war Ihr erstes bewusstes Musikerlebnis?
Zum einen mein Vater, der sonntags beim Frühstück die Bachkantate im Radio anhörte, die Bassstimme mitsang und mit dem Messer in der Hand dirigierte. Zum anderen die Fahrten mit dem Trabi in den Urlaub, auf denen wir (damit mir nicht schlecht wird) alle Volkslieder, die wir kannten, rauf und runter sangen ...
Was war Ihr denkwürdigstes Erlebnis auf der Bühne der Komischen Oper Berlin?
Die Premiere von La Traviata 1994 mit Noemi Nadelmann! Ich war noch relativ neu am Haus und der Beifallssturm am Ende der Premiere hat mich so berührt, dass ich mit Tränen in den Augen dastand und glücklich darüber war, zu diesem Ensemble gehören zu dürfen.
Welche drei CDs würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
Ich würde mitnehmen: die Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach, Cavalleria rusticana von Pietro Mascagni - und meinen ipod, auf dem ca. 1000 Stücke aus Klassik, Rock, Pop zu finden sind.
Welches Werk haben Sie noch nicht gesungen, würden es aber gerne?
Cavalleria rusticana von Pietro Mascagni - habe ich zwar schon gesungen, ist aber meine Lieblingsoper!
Ihre bislang größte Herausforderung?
Die Einstudierung von Arnold Schönbergs Moses und Aron.
Haben Sie einen Tipp gegen Lampenfieber?
Augen zu und durch.
Wenn Sie nicht Musiker/Musikerin geworden wären ...
... wäre ich Ärztin geworden.
Was treibt Sie an?
Gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten, einen gemeinsamen Klang zu finden. Ich bin froh, Teil einer Gemeinschaft zu sein und nicht als Einzelkämpfer durch die Gegend zu laufen.
Ihr Lieblingszitat?
»Wenn andere sich schlecht benehmen, muss ich mich noch lange nicht schlecht benehmen«.
Magazin
31. März 2026
»Regisseur Herbert Fritsch hat der barocken Vorlage ein kongenial schillerndes Gewand verpasst. … Das Orchester und George Petrou füllen Händels abwechslungsreiche musikalische Dramaturgie mit kontrastreichem Leben. Und am Ende muss es uns nicht mehr leidtun um die Gefangenen, sondern nun um den törichten König. Dessen Tod scheint genauso sinnlos, wie sein Leben wohl war. So muss Oper.«
Katharina Granzin, taz, 31.03.2026
Goldschleppe schlägt Goldkehlchen
Goldschleppe schlägt Goldkehlchen
#KOBBelshazzar
29. März 2026
»Die Chorsolisten haben große Aufgaben in dieser szenischen Produktion und sie erfüllen sie spielstark. Welcher Opernchor kann schon so wunderbar tänzeln, kollektive Koloraturen vorführen und Grimassen schneiden? Das Oratorium lebt von mächtigen Chören. Hallelujah! ... Sopranistin Soraya Mafi weiß sich im Spannungsfeld zwischen ehrgeiziger Drahtzieherin und besorgter Mutter durchzusetzen. Stimmlich gelingen ihr die mächtigsten und die berührendsten Momente. Für das Mutter-Sohn-Verhältnis hat der Regisseur ein schönes Bild gefunden. Die überlange Schleppe Belshazzars ist das Führungsseil der Mutter. Die Schleppe wird zum Machtinstrument.«
Volker Blech, Berliner Morgenpost, 29.03.2026
Komische Oper: Hinter jedem König steht eine ehrgeizige Mutter
Komische Oper: Hinter jedem König steht eine ehrgeizige Mutter
#KOBBelshazzar
29. März 2026
Händel-Spezialist George Petrou hat für diese Momente der hochgespannten Dramatik ein feines Gespür. Wie da die Sprache knackt, wie der Orchesterklang plötzlich fahl wird, ausbleicht, um dann mit Verve Akzente zu setzen! Das Orchester der Komischen Oper ist aber auch jederzeit zu Trompetenjubel fähig… Wie Petrou schon in der Ouvertüre eine sehr genaue Artikulation findet, Spannungen aufbaut und auflöst, das gehört zu den Höhepunkten des Abends.
Georg Kasch, Die Deutsche Bühne, 29.03.2026
Treppenwitz
Treppenwitz
#KOBBelshazzar
29. März 2026
»Die Komische Oper zeigt Händels Oratorium »Belshazzar« in Herbert Fritschs Regie als grellbunte Mischung aus Bibelstoff und Klamauk.«
Volker Blech, Berliner Morgenpost, 29.03.2026
Komische Oper: Hinter jedem König steht eine ehrgeizige Mutter
Komische Oper: Hinter jedem König steht eine ehrgeizige Mutter
#KOBBelshazzar
26. März 2026
Ein Oratorium als Menetekel
Politik und Liebe in Händels Belshazzar
#KOBBelshazzar
Einführung
23. März 2026
Das Publikum hat kein Metronom
Dirigent George Petrou im Gespräch über die Grenzen der historischen Aufführungspraxis und über Händel im 21. Jahrhundert
#KOBBelshazzar
Intwerview
