Evgeny Kulagin
Evgeny Kulagin wurde im Südural, Russland, geboren und machte seinen Abschluss an der Akademie für Kunst und Kultur in Tscheljabinsk. Im Jahr 2002 gründete er zusammen mit Ivan Estegneev die zeitgenössische Tanzkompanie »Dialogue Dance« in Kostroma (Russland), die bald darauf zu einem wichtigen Zentrum des zeitgenössischen Tanzes in Russland wurde. Die Kompanie wurde für ihre Aufführungen dreimal mit dem nationalen Theaterpreis »Golden Mask« ausgezeichnet. Kulagin und sein Team arbeiteten mit bedeutenden Kompanien und Choreografen aus Russland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Österreich und Südafrika zusammen.
Seit 2014 arbeitet Evgeny Kulagin als Resident Director und Choreograf am Moskauer Gogol-Center, das von Kirill Serebrennikov gegründet wurde. Dort inszenierte er die Produktionen Shakespeare (2017), Two Rooms (2018) und Barocco (2018). Evgeny hat auch gemeinsam mit Kirill Serebrennikov Schauspiel- und Opernproduktionen inszeniert. Im Opernbereich produzierten sie gemeinsam Così fan tutte (Opernhaus Zürich, 2018), Nabucco (Hamburgische Staatsoper, 2019), Parsifal (Wiener Staatsoper, 2021), Die Nase (Bayerische Staatsoper, 2021), Der Freischütz (Niederländische Nationaloper, 2022), Così fan tutte (Komische Oper Berlin, 2023), Lohengrin (Opéra national de Paris, 2023), Le nozze di Figaro (Komische Oper Berlin, 2024), Don Carlo (Wiener Staatsoper, 2024) sowie Leben mit einem Idioten (Opernhaus Zürich, 2024).
Evgeny Kulagin unterrichtete von 2015 bis 2022 Bühnenbewegung und Tanz an der Moskauer Filmschule. Er ist Gründer und Geschäftsführer des physischen Theaterlabors »Dialog lab« in Moskau.
Seit 2022 arbeitet er am Thalia Theater (Hamburg, Deutschland) als Choreograf und Director in Residence und hat dort folgende Produktionen gemacht: Der schwarze Mönch, Der Wij, Barocco, Legende und Geschlossene Gesellschaft. In Zusammenarbeit mit der neuen Kompanie »Kirill & Friends« entstand die Performance Apocalypse Tomorrow, die auf dem Festival Lessingtage 2023 in Hamburg uraufgeführt wurde.
Nächste Termine und Besetzung
Magazin
31. März 2026
»Regisseur Herbert Fritsch hat der barocken Vorlage ein kongenial schillerndes Gewand verpasst. … Das Orchester und George Petrou füllen Händels abwechslungsreiche musikalische Dramaturgie mit kontrastreichem Leben. Und am Ende muss es uns nicht mehr leidtun um die Gefangenen, sondern nun um den törichten König. Dessen Tod scheint genauso sinnlos, wie sein Leben wohl war. So muss Oper.«
Katharina Granzin, taz, 31.03.2026
Goldschleppe schlägt Goldkehlchen
Goldschleppe schlägt Goldkehlchen
#KOBBelshazzar
29. März 2026
»Die Chorsolisten haben große Aufgaben in dieser szenischen Produktion und sie erfüllen sie spielstark. Welcher Opernchor kann schon so wunderbar tänzeln, kollektive Koloraturen vorführen und Grimassen schneiden? Das Oratorium lebt von mächtigen Chören. Hallelujah! ... Sopranistin Soraya Mafi weiß sich im Spannungsfeld zwischen ehrgeiziger Drahtzieherin und besorgter Mutter durchzusetzen. Stimmlich gelingen ihr die mächtigsten und die berührendsten Momente. Für das Mutter-Sohn-Verhältnis hat der Regisseur ein schönes Bild gefunden. Die überlange Schleppe Belshazzars ist das Führungsseil der Mutter. Die Schleppe wird zum Machtinstrument.«
Volker Blech, Berliner Morgenpost, 29.03.2026
Komische Oper: Hinter jedem König steht eine ehrgeizige Mutter
Komische Oper: Hinter jedem König steht eine ehrgeizige Mutter
#KOBBelshazzar
29. März 2026
Händel-Spezialist George Petrou hat für diese Momente der hochgespannten Dramatik ein feines Gespür. Wie da die Sprache knackt, wie der Orchesterklang plötzlich fahl wird, ausbleicht, um dann mit Verve Akzente zu setzen! Das Orchester der Komischen Oper ist aber auch jederzeit zu Trompetenjubel fähig… Wie Petrou schon in der Ouvertüre eine sehr genaue Artikulation findet, Spannungen aufbaut und auflöst, das gehört zu den Höhepunkten des Abends.
Georg Kasch, Die Deutsche Bühne, 29.03.2026
Treppenwitz
Treppenwitz
#KOBBelshazzar
29. März 2026
»Die Komische Oper zeigt Händels Oratorium »Belshazzar« in Herbert Fritschs Regie als grellbunte Mischung aus Bibelstoff und Klamauk.«
Volker Blech, Berliner Morgenpost, 29.03.2026
Komische Oper: Hinter jedem König steht eine ehrgeizige Mutter
Komische Oper: Hinter jedem König steht eine ehrgeizige Mutter
#KOBBelshazzar
26. März 2026
Ein Oratorium als Menetekel
Politik und Liebe in Händels Belshazzar
#KOBBelshazzar
Einführung
23. März 2026
Das Publikum hat kein Metronom
Dirigent George Petrou im Gespräch über die Grenzen der historischen Aufführungspraxis und über Händel im 21. Jahrhundert
#KOBBelshazzar
Intwerview
