Presseservice
SCHALL&RAUSCH
Festival für brandneues Musiktheater 17. bis 26. Februar 2023
Im Februar 2023 gibt die Komische Oper Berlin den Startschuss für Schall&Rausch – das neue, jährlich stattfindende Festival für brandneues Musiktheater! In der ehemaligen Kindl-Brauerei, im Vollgutlager, SchwuZ Queer Club und im KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst wird dann ausgelotet, welche Möglichkeiten das Musiktheater der Zukunft bereithält - ohne Berührungsängste vor Pop und Pomp.
Schall&Rausch lädt dazu ein, brennende Themen und experimentierfreudige Musik mit popkulturellem Glanz und Glamour zu feiern. Gleichzeitig streckt das Festival mit den Spielorten in Neukölln die Fühler nach Spielstätten jenseits der Behrenstraße aus. Ein Vorgeschmack auf neue Spielorte ab der Spielzeit 2023 / 24!
Schall&Rausch lädt dazu ein, brennende Themen und experimentierfreudige Musik mit popkulturellem Glanz und Glamour zu feiern. Gleichzeitig streckt das Festival mit den Spielorten in Neukölln die Fühler nach Spielstätten jenseits der Behrenstraße aus. Ein Vorgeschmack auf neue Spielorte ab der Spielzeit 2023 / 24!
Ohne Scheu vor Melodien, Beats und Stroboskopen bringt die Komische Oper Berlin das Musiktheater zwei Wochenenden lang zum Glühen. Performance trifft auf Konzert, Profis auf Laien, Lokales auf Internationales, der Musiker und Regisseur Schorsch Kamerun auf den chinesischen Künstler Tianzhuo Chen, der belgische Singer-Performer Benjamin Abel Meirhaeghe auf die Berliner Singer-Songwriterinnen Albertine Sarges und Malonda sowie auf Künstler:innen des südafrikanischen, von William Kentridge gegründeten Centre for the Less Good Idea, um in guter Komische-Oper-Tradition den Spagat zwischen Experiment und Pop, Tiefgang und funkelnder Oberfläche zu wagen.
Schall&Rausch pulsiert im Rhythmus der Gegenwart und kratzt am Putz des Musiktheaters. Es gibt einen Ausblick auf eine mögliche Zukunft des Genres und zugleich auf die bevorstehende Sanierungszeit, in der die Komische Oper Berlin ihr Stammhaus verlässt und an verschiedenen Orten der Stadt zu Gast sein wird. Mit Schall&Rausch unternimmt sie einen Schritt hinaus in die Stadt!
Programm:
Der diskrete Charme der Reduktion
Schorsch Kamerun und Lokale Profis
Vollgutlager
Uraufführung: 17.02.2023, 19 Uhr; Weitere Vorstellungen: 18., 24., 25.02.2023, 18 Uhr;
in deutscher Sprache
Wie lange können und wollen wir – die Menschheit, ihre Städte und Ökonomien – noch weiterwuchern? Um diese Kardinalfrage kreist diese Musiktheaterinstallation von Schorsch Kamerun, der mit einem Neuköllner Amateurchor, Künstler:innen der Komischen Oper Berlin und dem Publikum versucht dem Trauma-Auftrag des Wachstumsdiktats beizukommen.
Gig Theatre Spectacles
Benjamin Abel Meirhaeghe, Laurens Mariën, Hanako Hayakawa
SchwuZ Queer Club (Kathedrale)
17.02.2023, 21 Uhr; in englischer Sprache
Regisseur, Sänger und Shootingstar der belgischen Performing Arts, Benjamin Abel Meirhaeghe, sucht gemeinsam mit dem Komponisten Laurens Mariën und der Tänzerin Hanako Hayakawa nach neuen Liebesritualen. Mit einer Mischung aus Pop, Klassik, Musik und Tanz gibt das performative Konzert den ersten Aufschlag zur neuen Formatreihe Gig Theatre – zwischen Musik-Gig und Theateraufführung.
Gig Theatre Albertine Sarges
Albertine Sarges
SchwuZ Queer Club (Kathedrale)
18.02.2023, 20 Uhr; in deutscher Sprache
Albertine Sarges präsentiert mit ihrer Band ein musikalisches Abenteuer zwischen Post-Punk und Dream-Pop. Spielerisch-lässig setzt sie sich mit gesellschaftlichen Diskursen rund um Feminismus, Gender und psychischer Gesundheit auseinander – und nimmt sich dabei nie zu ernst!
Eine Koproduktion der Komischen Oper Berlin und des Musicboard Berlin.
Gig Theatre Malonda
Malonda
SchwuZ Queer Club (Kathedrale)
19.02.2023, 20 Uhr; in deutscher Sprache
Malondas elektronischer Divenpop von Hildegard Knef bis Grace Jones, ihre Leidenschaft für große Emotionen und die Auseinandersetzung mit dekolonialen Identitätsfragen – das ergibt einen glamourösen, kabarettistischen Auftritt mit Ohrwurm-Garantie!
Eine Koproduktion der Komischen Oper Berlin und des Musicboard Berlin.
Surplus Circus / African Exodus
SchwuZ Queer Club (Kathedrale)
24. + 25.02.2023, 20 Uhr; in englischer Sprache, Suaheli, Zulu und weiteren Sprachen aus Zentral- und Westafrika
Sieben südafrikanische Sänger-Performer:innen setzen sich in African Exodus mit Migrationsgeschichten der Bantu in der Niger-Kongo-Region auseinander – eine musikalische Reise durch die Lieder der Bantu, pulsierende Rhythmen und eine gute Prise Humor.
Vorab gehen im Surplus CircusRisiko und Spiellust Hand in Hand, wenn es gemäß der Philosophie des Centre for the Less Good Idea heißt, scheinbar unvollendete Ideen aus African Exodus gemeinsam mit Musiker:innen der Komischen Oper Berlin improvisierend zu neuen musikalischen Erzählungen zu fügen!
Trance
Tianzhuo Chen
KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst
24., 25., 26.02.2023, 14-02 Uhr; in englischer Sprache
Der Titel dieser zwölfstündigen Performance ist Programm: Zwischen Ritual und Clubkultur laden Tianzhuo Chen und seine Beschwörer:innen dazu ein, in ihren Kosmos einzutauchen, zu wandeln, zu verweilen und sich den treibenden Beats hinzugeben.
Trance ist eine Produktion des Kampnagel in Koproduktion mit der Komischen Oper Berlin und Dark Mofo.
Baroque Prince
POP&POMP
SchwuZ Queer Club (Kathedrale)
Kammerkonzert
So, 26. 02.2023, 20 Uhr
Akustisch und elektronisch, Pop und Barock und immer präsent: der Mythos des von Fans umgarnten Künstlers. Nach dem Motto „die Mischung macht’s“, bietet dieses Kammerkonzert ein Programm bei dem Händels Geist in Prince‘ Musik schlüpft und Benjamin Britten mit Björk durchmischt wird, um zu einem opulenten und poppigen Klangerlebnis zu verschmelzen!
Außerdem:
Paneldiskussionen mit Expert:innen, Trinkgelage mit Künstler:innen und eine Playlist To Go mit Schall&Rausch-igen Songs!
Weitere Informationen:
https://www.komische-oper-berlin.de/programm/a-z/schall-und-rausch/
Festivalteam:
Künstlerische Leitung: Rainer Simon; Dramaturgie: Julia Jordà Stoppelhaar; Künstlerische Produktionsleitung: Ada Felicitas Lange; Technische Produktionsleitung: Winand Sabelberg; Assistenz: Tebecca Udine Schettler
»Ebb’ und Fluth«
Das 3. Sinfoniekonzert mit Nadja Zwiener und Elina Albach
Die Wassermusik Hamburger Ebb‘ und Fluth des in der Hansestadt wirkenden Georg Philipp Telemann hat diesem Programm seinen Namen gegeben. Denn so wie die Gezeiten das Meer immer wieder verändern, es abwechselnd zurücktreten und wieder anschwellen lassen, so kommen im Verlaufe des Abends wechselnde Besetzungen, auch innerhalb der gespielten Werke, zum Einsatz – vom Trio über das Kammerensemble bis zum großen Orchester ist alles dabei! Das Concerto grosso und die Suite spielen als Genres bewusst mit den klanglichen und dynamischen Kontrasten, die sich durch solch wechselnde Besetzungen erreichen lassen. Nadja Zwiener (Musikalische Leitung und Violine) und Elina Albach (Cembalo), beide in Alte-Musik-Kreisen und unter Liebhaber:innen des Originalklangs gefeiert werden, führen durch den Abend.
In Georg Philipp Telemanns titelgebender Hamburger Ebb’ und Fluth — auch bekannt als Wassermusik — erwachen die griechischen Gottheiten Thetis, Neptun und andere Wasserwesen in Tänzen wie der Sarabande und der Gigue zum Leben. Denn der größte Teil des Werkes führt aufs Meer hinaus und nur die beiden letzten der zehn Sätze nach Hamburg. Die Stadt spielt jedoch eine bedeutsame Rolle bei der Entstehung des Werks: Die Hamburgische Admiralität feierte im Jahr 1723 ihr 100-jähriges Bestehen und bestellte für die entsprechenden Festlichkeiten beim Musikdirektor der Stadt, Georg Philipp Telemann, die musikalische Untermalung. Das fröhlich-festliche Werk stellt die wechselnden Winde auf hoher See sowie die Gezeiten der Elbe vor und endet schließlich in einem Tanz der »lustigen Bootsleute«.
Das zweite Werk des Abends stimmt schon auf die kommenden Feiertage ein: Arcangelo Corellis großes Weihnachtskonzert ist nicht nur sein bekanntestes Werk, es stieß auch eine ganze Welle von Weihnachts- und Pastoralmusiken an, die im Laufe des 17. Jahrhunderts entstanden. Die sechs Sätze dieses Concerto grosso –eine Musikform, die Corelli entscheidend prägte— werden abwechselnd in kleiner und großer Besetzung gespielt, welche sich am Ende zum großen Ensemble zusammenfügen.
Georg Friedrich Händel —neben Bach und Telemann der wohl bedeutendste deutsche Barockkomponist— trägt zu diesem Abend die Passacaglia aus einer seiner Triosonaten bei, die sich so großer Beliebtheit erfreut, dass sie in zahlreichen Bearbeitungen vorliegt und so von verschiedensten Besetzungen gespielt werden kann.
Den Abschluss bildet Johann Sebastian Bachs Orchestersuite Nr. 3, deren Air zu den wohl bekanntesten Stücken der Barockmusik zählt. Wie Telemann folgt auch Bach der alten Regel, in seinen Suiten verschiedene zeitgenössische Tänze hintereinander spielen zu lassen, eingeleitet durch eine ausführliche Ouvertüre im französischen Stil.