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Shortcast zu »Lady Macbeth von Mzensk«
Liebe, Lust und Leichen

La­dy Mac­beth von Mzensk

Dmitri Schostakowitsch

Premiere
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Nachdem Barrie Kosky bei Dmitri Schostakowitschs Jugendoper Die Nase eine herrlich-groteske Inszenierung auf die Bühne zauberte, widmet er sich nun der weitaus radikaleren Oper des russischen Komponisten: Lady Macbeth von Mzensk – eine dunkle Erzählung über Sex, Gewalt und eine der spannendsten Frauenfiguren der Operngeschichte!

Die junge Katerina ist reich verheiratet und dennoch todunglücklich. Voller Sehnsucht nach Liebe und Freude im Leben findet sie sich in einem Gefängnis aus trister Langeweile wieder – vernachlässigt von ihrem impotenten Ehemann und gedemütigt von ihrem grausamen Schwiegervater. In ihrer Einsamkeit stürzt sich Katerina in eine leidenschaftliche Affäre mit dem draufgängerischen Frauenhelden Sergej. Was als erotisches Abenteuer beginnt, entwickelt sich jedoch bald zu einer grausamen Mordserie ...
1. Akt

Katerina Ismailowa ist todunglücklich: Aus prekären Verhältnissen hat sie sich hochgeheiratet und fristet nun ihr leidenschaftsloses Dasein mit dem Kaufmann Sinowi Borissowitsch Ismailow. Dieser kann ihr weder Kinder noch Nähe oder Zärtlichkeit bieten. Schlimmer ist aber noch Katerinas Schwiegervater, der Familientyrann Boris Timofejewitsch, der sie permanent unterdrückt und herumkommandiert.

Der Frieden stellt sich auch dann nicht ein, als Sinowi unerwartet auf eine Dienstreise muss, denn zu allem Übel hat ausgerechnet ihr sexuell ausgebrannter Mann kürzlich einen neuen Arbeiter eingestellt: Sergej – ein junger, attraktiver Draufgänger, und damit das Gegenteil von Sinowi! Für Katerina bietet der neue Arbeiter die ideale Projektionsfläche für ihre unbefriedigten Leidenschaften. Dabei bekleckert sich Sergej nicht gerade mit Ruhm: Erst vergewaltigt er gemeinsam mit einigen anderen Arbeitern die Hausangestellte Aksinja, und dann wird er auch noch von Katerina dabei ertappt. Statt Reue zu zeigen, ist Sergej dreist genug, Katerina zu einem »Kampf« herauszufordern, dem sie zögerlich zustimmt – ein »Kampf«, der eher den Charakter eines Vorspiels hat. Denn zu später Stunde schleicht sich Sergej mit einem Vorwand in Katerinas Schlafgemach und zwingt sie in eine Verführung hinein, der sie nach anfänglichen Widerworten schließlich nachgibt.
Oper in vier Akten [1934]
nach einer Erzählung von Nikolai Leskow
Libretto von Alexander Preis
Premiere am 31. Januar 2026
Empfohlen ab Klasse 11
Russisch
3h 10min inkl. Pause
30 min vor jeder Vorstellung findet eine Stückeinführung im Foyer statt (außer vor Premieren, Kinderopern, konzertanten Aufführungen, Silvester- und Sonderveranstaltungen)

Die Inszenierung enthält Darstellungen körperlicher und sexualisierter Gewalt/Vergewaltigung.

Nächste Termine und Besetzung

Schillertheater – Großer Saal

Bismarckstraße 110
10625 Berlin
Di
24. Feb 2026
19:00
Do
26. Feb 2026
19:00
So
1. Mrz 2026
18:00
Sa
7. Mrz 2026
19:30
Sa
14. Mrz 2026
19:30
Zum letzten Mal in dieser Spielzeit!

#KOBLadyMacbeth

1. Februar 2026
Das Orchester hat zweifellos einen ganz großen Abend und besticht in seiner Ausdrucksintensität und Perfektion... Ambur Braid ist der Gesangsstar der Premiere. Barrie Kosky hat ihr den Abend in die Stimme und auf den Leib inszeniert.
Volker Blech, Berliner Morgenpost. 01.02.2026
Komische Oper: Eine frustrierte Ehefrau in der brutalen Männerwelt

#KOBLadyMacbeth
1. Februar 2026
Die neue »Lady Macbeth von Mzensk« an der Komischen Oper ist unglaublich gut. Die Inszenierung von Barrie Kosky wirkt vor allem handwerklich in einer Weise souverän, dass sie auf Konzepte, Effekte, im Grunde sogar auf ein Bühnenbild weitgehend verzichten kann.
Peter Uehling, Berliner Zeitung, 01.02.2026
Klingt nach Sex mit blauen Flecken: Schostakowitschs »Lady Macbeth von Mzensk«

#KOBLadyMacbeth
31. Januar 2026
Ein mitreißender Abend, der dieses Stück so nimmt, wie es komponiert wurde... Ich bin restlos begeistert, eine absolute Empfehlung!
Andre Mumot, Deutschlandfunk Kultur, 31.01.2026
Barrie Kosky inszeniert an der Komischen Oper Schostakowitsch: »Lady Macbeth...«

#KOBLadyMacbeth