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INTERVIEW MIT ANDREAS HOMOKI

Die Liebe zu drei Orangen
DAS WUNDERBARE IM TRIVIALEN

Was kann schon dabei herauskommen, wenn alle möglichen Leute ein Theaterstück nach ihrem Geschmack verlangen? Der will Tragödien, jener Komödien, andere lieben es lyrisch, einige wollen möglichst überhaupt nicht denken. Das Ergebnis kann eigentlich nur das totale Chaos sein oder – Theater. Theater, wie es Prokofjew in diesem Falle bietet, eine Collage, die tatsächlich alle diese Wünsche befriedigt, aber keinen zur alleinseligmachenden Wahrheit erhebt. Die spezifische Schwierigkeit für die Inszenierung dieser Oper liegt darin, diesen Farbenreichtum der Collage umzusetzen, ohne die Geschichte totzuintellektualisieren.

Natürlich liegt dem Stück bei allem Witz und aller Blödelei eine ernsthafte Absicht zugrunde, der es auf die Spur zu kommen gilt. Das Stück führt nicht einfach nur die doch relativ simpel gestrickte Märchenfabel vor, sondern auch deren Wirkung auf ein Publikum, das wiederum seinerseits in die Handlung eingreift. Dadurch entsteht ein sehr komplexes Gebilde, das in der Inszenierung auf eine sehr einfache und transparente Art und Weise realisiert werden muss. Nur so kann man zum eigentlichen Kern der Sache vordringen. Dieser Kern ist meiner Ansicht nach die Diskussion über die Möglichkeiten
von Theater.

Interessant ist, dass der Stoff in seiner langen Wirkungsgeschichte immer wieder als Material für ästhetische Polemik herhalten musste. Gozzi hat das Stück als unfehlbare Waffe in seinem Theaterkrieg gegen Goldoni geschrieben, Meyerhold schreibt sein Szenarium, um sein neues Theaterkonzept, das sich offen polemisch gegen das Theater Stanislawskis richtet, zu publizieren, und Prokofjew macht sich schließlich über allerlei Unarten und Übertreibungen der Oper am Anfang unseres Jahrhunderts, vor allem wohl über ihre starke Abhängigkeit von Wagner, lustig. Sicherlich ist diese Polemik für uns heute nicht mehr von wirklich großer Bedeutung, dennoch enthält sie einige auch heute noch aktuelle Gedanken.

Theater ist wohl ein Grundbedürfnis des Menschen. Ob in Form von Ritualen oder als künstlerische Darbietung: Theater hat es wohl immer gegeben. Es scheint ein menschliches Bedürfnis zu sein, sich zu verwandeln, Dinge und Ereignisse darzustellen und sich auf diese Weise mit der Welt auseinanderzusetzen. In diesem Sinne ist Prokofjews Oper vor allem ein Bekenntnis zum Theater in seiner ganzen Vielfalt, die eben die Vielfalt des Lebens ist. Vor allem aber ist sie ein Bekenntnis zum spielerischen Charakter des Theaters, was meiner Ansicht nach entscheidend ist, weil jeglicher Bühnennaturalismus nicht mehr die geringste Chance hat in der Konkurrenz mit dem Film, der ja Realität viel besser suggerieren kann als das Theater. Ich meine, wir müssen aus diesem Tatbestand die Konsequenz ziehen, die dem Theater innewohnenden, ihm spezifischen Kräfte zu mobilisieren. Und die liegen meiner Ansicht nach vor allem in der Fähigkeit des Theaters, eine eigene Realität zu schaffen, die mit der Wirklichkeit zwar verbunden ist, sie aber nicht nachbildet, so dass die Phantasie des Zuschauers herausgefordert wird, was heute vielleicht wichtiger ist denn je.

Verwandlung scheint die Hauptsache am Theater zu sein. Der Darsteller verwandelt sich in gewisser Weise in die Figur, die er spielt. Aber damit nicht genug: die aus Pappe und Holz zusammengeleimten Dekorationen verwandeln sich in eine zauberische Welt, in der das Stück gespielt wird. Im Grunde ist es nichts, als die Verwandlung des Trivialen ins Bedeutende. Und das ist der zentrale Punkt, um den es Prokofjew geht. Darum wählt er einen Stoff, der auf den ersten Blick an Trivialität kaum zu überbieten ist: eine sehr einfache Märchenhandlung, die noch dazu durch Unterbrechungen ständig ins Chaotische abzugleiten droht. Und hier geschieht dann das Wunder: Der Prinz findet seine Prinzessin, aber sie droht zu verdursten. Um das zu verhindern, wird ihr von der Seitenbühne Wasser gebracht. Und dann folgt diese traumhaft schöne Liebesszene zwischen den beiden, die ihre starke Wirkung natürlich gerade daraus bezieht, dass sie auf so groteske Weise herbeigeführt wird. Denn das ist wohl der tiefste Sinn des ganzen Unternehmens: dass die Verwandlung des Trivialen in das Wunderbare jederzeit statthaben kann, wie es zum Wesen des Theaters gehört. Wenn man denn unbedingt eine »Botschaft« für dieses Stück formulieren will, diese könnte es vielleicht sein: dass in allem, sei es noch so unansehnlich, das Wunder steckt und sich jederzeit realisieren kann.

Aus Gesprächen zur Inszenierungskonzeption, aufgezeichnet von Werner Hintze

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