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Jens Larsen

Solist - Bass
Im Ensemble der Komischen Oper Berlin seit 2001.

HEIMAT: Hamburg (Deutschland).

STUDIUM: Musikhochschule Hamburg (bei William Workman), Musikhochschule Köln (bei Kurt Moll).

MEISTERKURSE BEI: Josef Greindl, Yevgeny Nesterenko.

VORHERIGE ENGAGEMENTS: Staatstheater Darmstadt, Theater Basel.

WICHTIGE ROLLEN AN DER KOMISCHEN OPER BERLIN: Leporello (Don Giovanni), Osmin (Die Entführung aus dem Serail), Papageno (Die Zauberflöte), Totenrichter (Die Verurteilung des Lukullus), Graf von Gloster (Lear), Don Pasquale, Der Förster (Das schlaue Füchslein), Kaspar (Der Freischütz), Baron Ochs auf Lerchenau (Der Rosenkavalier).

ANDERSWO: Sarastro (Die Zauberflöte), Rocco (Fidelio), Don Magnifico (La Cenerentola), König Heinrich (Lohengrin), König Marke (Tristan und Isolde).

AUSFLÜGE: Deutsche Oper am Rhein, Bayerische Staatsoper München, Helikon-Oper Moskau.

WICHTIGE DIRIGENTEN: Klaus Weise, Kirill Petrenko, Catherine Larsen-Maguire.

WICHTIGE REGISSEURE: Christoph Marthaler, Nigel Lowery, Herbert Wernicke, Werner Schroeter, Peter Konwitschny, Calixto Bieito, Barrie Kosky, Hans Neuenfels, Andreas Homoki.
Manchmal sind es scheinbar nebensächliche Ereignisse, die den weiteren Lebensweg bestimmen. Die Mitwirkung in einer Schulaufführung des Musicals Käpt'n Bay Bay (aus der Feder des »Lili Marleen«-Komponisten Norbert Schultze) war – im Nachhinein gesehen – der Auslöser, der Jens Larsen den Weg zur Opernbühne weisen sollte. Zwar gab es vorher schon einige Einflüsse, die den in einem musikalisch affinen Elternhaus aufgewachsenen Hamburger zur Musik brachten: Da war der obligatorische Blockflötenunterricht, ein wenig Musizieren auf der Elektro-Orgel, und schon im Alter von 16 Jahren nahm Larsen Gesangsunterricht. Aber dass daraus mal ein Beruf werden sollte, dieser Funken sprang erst bei besagter Aufführung von Käpt'n Bay Bay über.

Dennoch sollte es noch ein bisschen dauern, bis Larsen dies auch selbst begriff. Als Sohn eines Kaufmanns studierte er erst einmal etwas Solides: Jura! »Das hat mir auch wirklich Spaß gemacht«, bekennt er und fände es auch heute noch vorstellbar, in diesem Bereich zu arbeiten, schränkt dann allerdings ein: »Wirtschaftsanwalt könnte ich, glaube ich, nicht sein. Ich wäre eher der Anwalt der Kleinen und Benachteiligten, würde Selbsthilfegruppen unterstützen oder Ähnliches tun. Als ich während meines Studiums mal eine Hausarbeit schreiben musste, die einen Missbrauchsfall behandelte, habe ich gleich Kontakt mit einer entsprechenden sozialen Einrichtung aufgenommen. Die fanden das ganz toll. In meiner Hausarbeit wurden allerdings alle Erkenntnisse, die ich aus meinen Gesprächen gewonnen hatte, herausgestrichen – weil sie natürlich juristisch in keiner Weise relevant waren!« Schließlich reifte doch der Entschluss, Gesang zu studieren. Die Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule seiner Heimatstadt war auf Anhieb von Erfolg gekrönt. Nach einigen Jahren wechselte er an die Musikhochschule in Köln, wo kein Geringerer als der berühmte Bassist Kurt Moll sein Lehrer wurde, »ein in jeder Hinsicht großartiger Sänger und Mensch, von dem ich unglaublich viel gelernt habe – nicht nur das Singen betreffend«.

Doch es ist noch kaum ein Meister vom Himmel gefallen! So bereitete lange Zeit die Höhe Jens Larsen große Probleme: »Als Bass ohne Höhe kannst du einpacken. Aber das wollte und wollte einfach nicht so richtig klappen, und weder Kurt Moll noch ich wussten, woran das lag.« Dann kam Jens Larsens erstes Kind zur Welt, ein paar Wochen zu früh, weshalb es noch einige Zeit im Brutkasten verbringen musste. Am selben Tag, als er seinen kleinen Sohn mit seiner damaligen Frau aus dem Krankenhaus nach Hause gefahren hatte, fuhr er anschließend zum Gesangsunterricht, und siehe da: Wie durch ein Wunder kamen auf einmal alle hohen Töne wie von selbst! »Meiner Meinung nach entsteht Kunst immer dann, wenn man bereit ist loszulassen«, sagt Larsen nachdenklich. »Aber beim Singen will man immer alles kontrollieren. Muss man ja auch in gewisser Weise. Aber ohne Loslassen geht es eben auch nicht. Vielleicht war dieses Erlebnis mit meinem kleinen, so schutzbedürftigen Sohn entscheidend dafür, dass ich endlich loslassen und dadurch auch die hohen Töne produzieren konnte.«

Auf jeden Fall war das Eis gebrochen, Jens Larsen fuhr zu den ersten Vorsingen und wurde auch gleich engagiert. Zunächst ans Staatstheater Darmstadt, von wo aus er nach nur 16 Monaten ans Theater Basel wechselte. »Am Anfang war ich immer der Dritte! Es gab für jedes Stück eine Doppelbesetzung, und der Larsen durfte erst mal zugucken. So auch bei Werner Schroeters Darmstädter Doppelinszenierung von Beethovens Fidelio und Luigi Nonos Intolleranza 1960 an einem Tag in einem gemeinsamen Bühnenbild. Ich durfte als Ein Gefolterter in Intolleranza 1960 auch mal eine Probe machen, war aber nicht die Erstbesetzung.« Am Ende sang Jens Larsen dann aber doch die Premiere.

Die Arbeit mit Schroeter war nicht nur sein Aufstieg zur Nummer 1, sondern zugleich auch seine »Feuertaufe“ im sogenannten »Regietheater«. »Ich war damals ja noch völlig unbeleckt. Hatte zugegebenermaßen noch nicht viel Oper auf der Bühne gesehen. Ich erinnere mich an einen Barbiere di Siviglia, den ich in jungen Jahren in Hamburg gesehen hatte. Da hab ich nix verstanden, war froh, dass ich aufgrund meiner vagen Kenntnis der Handlung erahnen konnte, wo wir uns jeweils befanden.« Ein Erlebnis, das ihn zum vehementen Verfechter der Übertragung aller fremdsprachigen Opern ins Deutsche gemacht hat: »Dadurch gibt man einfach jedem Menschen, auch dem opernunerfahrenen, die Möglichkeit, der Geschichte, die da hoffentlich spannend erzählt wird, unmittelbar zu folgen. Und die oft geäußerte Kritik, man würde in der Oper sowieso nichts verstehen, auch nicht, wenn auf Deutsch gesungen wird, lasse ich nicht gelten. Natürlich versteht man nicht alles. Aber immerhin bedeutend mehr, als wenn in einer Fremdsprache gesungen wird, die man nicht versteht.«

Werner Schroeter war der erste einer langen Reihe von spannenden Regisseuren, mit denen Jens Larsen gearbeitet hat, darunter Herbert Wernicke, Christoph Marthaler oder Nigel Lowery. Die Neuinszenierung von Der Rosenkavalier in Basel führte zur Begegnung mit Andreas Homoki, der ihn nach Berlin an die Komische Oper holte. »Die Zeit war reif, Basel zu verlassen. Es traf sich einfach gut.«

In seiner Freizeit, bekennt Jens Larsen offenherzig, da liegt er schon mal gerne faul auf dem Bett und schaut fern! Oder spielt mit den drei Katzen der Familie, die die schönen Namen Lily, Molly und Ginny tragen. »Ursprünglich hießen sie Harry, Ron und Neville«, erzählt Larsen lachend. »Aber dann haben wir entdeckt, dass es Weibchen sind, und mussten sie schnell umbenennen! Alle diese Namen stammen aber aus Harry Potter.« Viel Zeit verbringt er aber auch mit seinen zwei Kindern aus erster Ehe, die in Leipzig leben und regelmäßig zu Besuch sind. Sie finden es cool, dass der Papa auf der Bühne steht. Und dann gibt es noch den Kneipenchor, den er seit mehreren Jahren zusammen mit seiner Frau in der Kneipe »Zur Kogge“ in Friedenau leitet, »eine der wenigen verbliebenen Eckkneipen von Berlin, sehr zu empfehlen, und das nicht nur wegen des besten Bieres der Stadt, das es dort gibt!«

Partien, die er unbedingt noch gerne singen würde? Fehlanzeige! »Ich nehme, was man mir gibt, und versuche, etwas daraus zu machen. Ich bewerbe mich nicht um irgendwelche Rollen. Ich fühle mich wohl als Osmin oder als Ochs, aber mache auch gerne andere spannende Sachen.« Aber dann nennt er doch noch einen heimlichen Traum: ein »Abend mit Gedichten, ohne Punkt und Komma! Nur Text, nur Sprache, völlig ohne Singen. Goethe und Schiller. Vielleicht halbszenisch. Das würde mich reizen!«

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Don Juan – der Inbegriff des Verführers inspirierte Mozart zu einer seiner einflussreichsten Opern – frivol, witzig und tiefgründig in einem. Eine Steilvorlage für Herbert Fritsch, den Meister des theatralen Wahnwitzes, dessen hochmusikalischer Inszenierungsstil wie geschaffen ist für dieses »heitere Schauspiel« über tödliche Leidenschaften.
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Der Premiere von Aribert Reimans Oper Medea gehen 4 Backstage-Termine voran. Gespräche mit Komponist, Dirigent und Künstlern der Produktion! Alle Termine finden Sie hier ...
Wir bieten spezielle Führungen für blinde und sehbehinderte Menschen an. Weitere Informationen ...
»Umwerfend. Überwältigend. Überrumpelnd. Es gibt keine anderen Bezeichnungen, um die Neuproduktion der Komischen Oper in Berlin zu beschreiben.« [Die Welt]
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