Moor Mother in Concert
Schicksalsklänge
Sinfoniekonzert
Programm
Moor Mother [*1976]
Analog fluids of sonic black holes, für Sprechgesang, Streichquintett und Sinfonieorchester (arrangiert von Ian Anderson)
Pjotr Tschaikowski [1840–1893]
Sinfonie Nr. 5 in e-Moll op. 64 »Schicksalssinfonie«
Das Orchester der Komischen Oper Berlin hat in den vergangenen Jahren einige Gipfeltreffen der besonderen Art ermöglicht: David Bowie traf auf Bruckner, Nick Cave auf Schubert. Diese Reihe wird am 10. April spektakulär fortgesetzt: Die Ikone des elektronischen Hip-Hop Moor Mother trifft auf Tschaikowsky – und Moor Mother performt selbst! Ihr Album Analog Fluids of Sonic Black Holes von 2019 ist eine so wütende wie vielschichtige, aber auch ungemein mitreißende Anklage von Ungerechtigkeit, Unterdrückung und rassistischer Willkür. Kaum vorstellbar, dass dieses von Samples und elektronischen Beats getragene Album im Gewand eines Orchesterwerks daherkommen könnte – doch genau dies ist Moor Mother mit Hilfe des Komponisten Ian Anderson gelungen. Die zornige rhythmische Energie Moor Mothers paart sich mit dem monumental-wuchtigen Sound des spätromantischen Orchesters. Das Ergebnis ist: Verblüffend. Großartig. Ohren öffnend. Und elektrisierend.
Moor Mother [*1976]
Analog fluids of sonic black holes, für Sprechgesang, Streichquintett und Sinfonieorchester (arrangiert von Ian Anderson)
Pjotr Tschaikowski [1840–1893]
Sinfonie Nr. 5 in e-Moll op. 64 »Schicksalssinfonie«
Das Orchester der Komischen Oper Berlin hat in den vergangenen Jahren einige Gipfeltreffen der besonderen Art ermöglicht: David Bowie traf auf Bruckner, Nick Cave auf Schubert. Diese Reihe wird am 10. April spektakulär fortgesetzt: Die Ikone des elektronischen Hip-Hop Moor Mother trifft auf Tschaikowsky – und Moor Mother performt selbst! Ihr Album Analog Fluids of Sonic Black Holes von 2019 ist eine so wütende wie vielschichtige, aber auch ungemein mitreißende Anklage von Ungerechtigkeit, Unterdrückung und rassistischer Willkür. Kaum vorstellbar, dass dieses von Samples und elektronischen Beats getragene Album im Gewand eines Orchesterwerks daherkommen könnte – doch genau dies ist Moor Mother mit Hilfe des Komponisten Ian Anderson gelungen. Die zornige rhythmische Energie Moor Mothers paart sich mit dem monumental-wuchtigen Sound des spätromantischen Orchesters. Das Ergebnis ist: Verblüffend. Großartig. Ohren öffnend. Und elektrisierend.
Kurzeinführung 45 min vor Beginn im Foyer
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Ophelia singt nicht von sich. Sie singt, was die anderen über sie gesagt haben – Hamlet, Polonius, Gertrude. Genau das ist die radikale Entscheidung, die Brett Dean in seiner Komposition »And once I played Ophelia« getroffen hat, und genau das ist es, was die schwedische Sopranistin Josefine Mindus an diesem Werk so fasziniert. Sie hat Deans Ophelia bereits mit Streichquartett gesungen; nun singt sie es in der Orchesterfassung – und nennt es, ohne zu zögern, eine perfekte Komposition.
Ophelia singt nicht von sich. Sie singt, was die anderen über sie gesagt haben – Hamlet, Polonius, Gertrude. Genau das ist die radikale Entscheidung, die Brett Dean in seiner Komposition »And once I played Ophelia« getroffen hat, und genau das ist es, was die schwedische Sopranistin Josefine Mindus an diesem Werk so fasziniert. Sie hat Deans Ophelia bereits mit Streichquartett gesungen; nun singt sie es in der Orchesterfassung – und nennt es, ohne zu zögern, eine perfekte Komposition.
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Beide messen sich am Schicksal: das eine als persönliche Unmöglichkeit, das andere als kollektives Trauma. Beide finden in der Repetition ihre Ausdrucksform — im insistierenden Pochen, in den rhythmischen Figuren, die den Zuhörern keine Ruhe gönnen.
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