Pop-up-Opera

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Der Vorhang geht auf, alles ist bereit: Bühnenbild, Tänzer:innen, Chöre, Licht und Kostüm. Orchestermusik schwillt an, dann Gesang, der über allem strahlt, den ganzen Saal verzaubert und eint. Was aber passiert, wenn diese Szene das Operngebäude verlässt und auf der Straße spielt? Sich plötzlich in einem Boxclub breit macht? Wenn Don Giovanni in der Markthalle 9 seine Arie schmettert und der Männerchor aus Rigoletto in der Uni-Bibliothek die Ruhepflicht beschwört? Die Pop-up-Opera macht Oper zum Überraschungserlebnis: für die Menschen in der Stadt und als zufällige Entdeckung zum Teilen und immer wieder Genießen als Videoclip auf YouTube.

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4. September 2026

Archaisches Elementartheater

Mich fasziniert, wie Reimann mit diesen zeitlosen Themen des Stoffs umgeht: eine dysfunktionale heteronormative Familie als Metapher für die ganze Welt, Macht, Machtmissbrauch, Krieg, Wahnsinn. In Lear geht es um enge zwischenmenschliche Beziehungen. Deshalb konzentriere ich mich auf die Körper, die Emotionen, die Stimmen. […] Es wird ein archaisches Elementartheater: konzentriert, ohne Schnickschnack. Der Hangar 4 ist das Bühnenbild. Wenn nur zwei Menschen in Hysterie und voller Angst über diese große Fläche laufen – das alleine ist schon Theater.
#KOBLear