Seismograph & Impulsgeberin

ÇOK KOMIK

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Mit einer Mischung aus Gespür, Ideen und konkreten Inhalten, was die Menschen einer diversen Stadtgesellschaft an Musiktheater ansprechen könnte, bringt das Ensemble und Kreativteam von Selam Opera verschiedene Formate und Formationen in die Bezirke und Kieze Berlins und darüber hinaus, um unmittelbare Teilhabe zu ermöglichen. Gleichzeitig trägt jede:r der beteiligten Künstler:innen diese vielfältigen Begegnungen, Eindrücke und Impulse auch wieder ins Haus zurück. Mal ist es die Anmeldung eines Kindes für den Kinderchor, mal eine Unterstützungsanfrage oder ein direkter Vorschlag für große Bühnenprogramme wie »Türk Müzik Festivali«, »Flucht-Trilogie«, »Die Bremer Stadtmusikanten« oder von Kardeş Türküler vertonte Hikmet- und Brecht-Gedichte.
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Magazin

2. Februar 2016
Koskys Regie ist ein Geniestück ohne Zeigefinger, ohne Besserwisserei, ohne Anklage. Die Wiedergeburt des psychologischen Realismus ohne Desavouierung der Figuren ... Es ist ein ganz selten gewordener poetischer Realismus, mit dem Barrie Kosky und seine fantastische Bühnenbildnerin Rebecca Ringst hier ihren Tschaikowsky aus dem Geiste eines Tschechow oder Tolstoi zu lesen verstehen. … Diese Bildsetzung ist von geradezu filmischer Direktheit (und kommt doch glücklicherweise ganz ohne überflüssige Videosequenzen aus), sie öffnet indes, über die sensibel die Tageszeiten nachzeichnenden Lichtstimmungen immer wieder weite Sehnsuchtsräume. In ihnen kommen kleine Gesten der Figuren endlich wieder zu großer Wirkung – Gesten und Regungen der Solisten wie jenen des Chores, den Kosky in meisterlicher Individualisierung zu aktivieren versteht.
Demut schlägt Dekonstruktion - »Ein Regie-Geniestück: Hausherr Barrie Kosky erfindet den poetischen Realismus neu«
Peter Krause, Concerti.de
#KOBOnegin