Feuer und Flamme
Semele
Georg Friedrich Händel
Wieder da!
Die Musik Händels kann einem unter die Haut kriechen – und das erst recht, wenn sie so anrührend und glaubwürdig bebildert wird wie in Barrie Koskys Inszenierung der Semele. Kosky rückt die in Händels Oratorium agierenden Götter ganz nah an uns heran, indem er sie als in dem von ihnen geschaffenen Regelwerk ebenso verstrickt zeigt wie die Menschen.
Jupiter verfällt der über die Maßen schönen Königstochter Semele ebenso wie sie dem Göttervater. Nichts wünscht sich Semele mehr, als ihn einmal in seiner wahren Gestalt erleben zu dürfen. Erst, wenn er sich ihr in seiner ganzen Göttlichkeit zeigt, empfindet sie sich als ihm ebenbürtig. Semeles Ehrgeiz wird von Jupiters eifersüchtiger Gattin Juno noch geschürt, führt sie jedoch ins Verderben. Die Sterbliche Semele hat der versengenden Präsenz Jupiters nichts entgegenzusetzen. Semele muss vergehen und Jupiter schreitet voran.
Jupiter verfällt der über die Maßen schönen Königstochter Semele ebenso wie sie dem Göttervater. Nichts wünscht sich Semele mehr, als ihn einmal in seiner wahren Gestalt erleben zu dürfen. Erst, wenn er sich ihr in seiner ganzen Göttlichkeit zeigt, empfindet sie sich als ihm ebenbürtig. Semeles Ehrgeiz wird von Jupiters eifersüchtiger Gattin Juno noch geschürt, führt sie jedoch ins Verderben. Die Sterbliche Semele hat der versengenden Präsenz Jupiters nichts entgegenzusetzen. Semele muss vergehen und Jupiter schreitet voran.
Semele, Tochter des König Kadmos, soll Prinz Athamas heiraten, liebt jedoch heimlich Göttervater Jupiter. Ihre Schwester Ino ist unglücklich in Athamas verliebt und verbirgt ihre Verzweiflung kaum – sehr zum Missfallen des Vaters. Der erschütterte Athamas erkennt, dass er der Grund für Inos Kummer ist. Kadmos verkündet fassungslos, dass Jupiter, verwandelt in einen Adler, Semele in seine Gefilde entführt hat.
Semele genießt ihr Liebesglück. Jupiters Gattin Juno erfährt durch ihre Götterbotin Iris von der neuen Geliebten ihres Gemahls. Sie tobt vor Eifersucht. Semele liebt Jupiter über alle Maßen, doch spürt sie schmerzlich die unüberwindbare Grenze zwischen sich und dem Gott. Jupiter versucht beunruhigt, Semele mit allen Mitteln abzulenken.
– Pause –
Unterstützt von Somnus, dem Gott des Schlafes, erscheint Juno Semele in Gestalt von deren Schwester Ino und flüstert ihr ein, sie könne unsterblich werden, sähe sie Jupiter nur einmal in seiner wahren göttlichen Erscheinung. Bei ihrem nächsten Stelldichein ist es Jupiter unmöglich, Semele von ihrem Wunsch nach totaler Erfüllung abzubringen. In den flammenden Strahlen des Gottes verbrennt seine große Liebe. Aus ihrer Asche entsteigt Dionysos, der Gott des Rausches und der Ekstase, wie es Jupiter in den Worten Apolls verkündet. Ino und Athamas werden zum neuen Königspaar und die Hochzeitsgesellschaft jubelt.
Musikalisches Drama in drei Akten [1744]
Libretto von William Congreve
Libretto von William Congreve
Im Repertoire seit 13. Mai 2018
30 min vor jeder Vorstellung findet eine Stückeinführung im Foyer statt (außer vor Premieren, Kinderopern, konzertanten Aufführungen, Silvester- und Sonderveranstaltungen)
Eine pessimistische, zutiefst ernsthafte, aber auch sehr berührende, gedankenvolle Deutung, näher am barocken Todeskult, am Lamento von der Hinfälligkeit allen Daseins, als an – ebenfalls barocker – Lebensfreude und Üppigkeit.BR KLASSIK
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