Komşu Dolmuş

Konzert
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Wie kann Oper, wie können Live-Musiktheater-Erlebnisse in einer Pandemie möglich sein? Wie kann man Kontakt herstellen, wenn man auf Abstand bleiben muss? Wo kann die Komische Oper Berlin auftreten, sodass Zuschauer*innen und Musiker*innen sicher sind? Und: Ist eine Pandemie überhaupt der richtige Zeitpunkt für Musik und Musiktheater?

Schnell war klar: Als Botschafter der Komischen Oper Berlin will Selam Opera das Kulturerlebnis auch während einer Pandemie zu den Menschen bringen und musikalische Begegnungen (auf Abstand!) ermöglichen. Gemeinsam wurde das Format »Komşu Dolmuş« (aus dem Türkischen, zu übersetzen etwa mit »voll mit Nachbar*innen«) entwickelt, bei dem das Selam Opera Ensemble die Menschen zu Hause in ihren Hinterhöfen aufgesucht und zu einem kleinen Konzert eingeladen hat.
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Magazin

2. Februar 2016
Koskys Regie ist ein Geniestück ohne Zeigefinger, ohne Besserwisserei, ohne Anklage. Die Wiedergeburt des psychologischen Realismus ohne Desavouierung der Figuren ... Es ist ein ganz selten gewordener poetischer Realismus, mit dem Barrie Kosky und seine fantastische Bühnenbildnerin Rebecca Ringst hier ihren Tschaikowsky aus dem Geiste eines Tschechow oder Tolstoi zu lesen verstehen. … Diese Bildsetzung ist von geradezu filmischer Direktheit (und kommt doch glücklicherweise ganz ohne überflüssige Videosequenzen aus), sie öffnet indes, über die sensibel die Tageszeiten nachzeichnenden Lichtstimmungen immer wieder weite Sehnsuchtsräume. In ihnen kommen kleine Gesten der Figuren endlich wieder zu großer Wirkung – Gesten und Regungen der Solisten wie jenen des Chores, den Kosky in meisterlicher Individualisierung zu aktivieren versteht.
Demut schlägt Dekonstruktion - »Ein Regie-Geniestück: Hausherr Barrie Kosky erfindet den poetischen Realismus neu«
Peter Krause, Concerti.de
#KOBOnegin