Kesin Dönüş

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Das aktuelle Programm des Operndolmuş »Kesin Dönüş – Eine Sehnsucht« erkundet ein Gefühl der Sehnsucht, das nicht nur Vertrags- und Gastarbeiterfamilien über Generationen hinweg bewegte. »Kesin Dönüş« oder die definitive Rückkehr in das Heimatland der Eltern oder Großeltern beschreibt ein universelles Gefühl der Rastlosigkeit, des Nicht-Willkommen-Seins, des Nicht-Ankommens, aber auch des Willkommen-Seins, obwohl man nicht willkommen sein möchte.

Das rund 45-minütige Programm wartet dabei mit Stücken aus Opern von Beethoven, Verdi und Offenbach, aber auch mit Neuinterpretationen von bekannten türkischen Volksliedern auf.
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Magazin

2. Februar 2016
Koskys Regie ist ein Geniestück ohne Zeigefinger, ohne Besserwisserei, ohne Anklage. Die Wiedergeburt des psychologischen Realismus ohne Desavouierung der Figuren ... Es ist ein ganz selten gewordener poetischer Realismus, mit dem Barrie Kosky und seine fantastische Bühnenbildnerin Rebecca Ringst hier ihren Tschaikowsky aus dem Geiste eines Tschechow oder Tolstoi zu lesen verstehen. … Diese Bildsetzung ist von geradezu filmischer Direktheit (und kommt doch glücklicherweise ganz ohne überflüssige Videosequenzen aus), sie öffnet indes, über die sensibel die Tageszeiten nachzeichnenden Lichtstimmungen immer wieder weite Sehnsuchtsräume. In ihnen kommen kleine Gesten der Figuren endlich wieder zu großer Wirkung – Gesten und Regungen der Solisten wie jenen des Chores, den Kosky in meisterlicher Individualisierung zu aktivieren versteht.
Demut schlägt Dekonstruktion - »Ein Regie-Geniestück: Hausherr Barrie Kosky erfindet den poetischen Realismus neu«
Peter Krause, Concerti.de
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