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Einführungspodcast – Jetzt hören!
Kikeriki!

Der goldene Hahn

Nikolai Rimski-Korsakow
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Barrie Koskys mystische und bilderstarke Inszenierung entführt das Publikum in die rätselhafte Welt der Märchen – und erzählt uns damit mehr über unsere Zeit, als man glauben mag.

König Dodon plagen Sorgen: Sein Reich wird ringsumher von Feinden bedroht, während er doch eigentlich nur den ganzen Tag lang essen und schlafen möchte. Ein Astrologe betritt die Szene mit der Lösung im Gepäck: einem goldenen Hahn, der kräht und mit seinen Flügeln schlägt, falls Gefahr droht. Dodon ist begeistert! Als dann wirklich ein Krieg ausbricht und der Hahn kräht, muss der König allerdings persönlich losziehen. Doch statt des Schlachtfelds begegnet Dodon der schönen Königin von Schemacha. Als er ihr im Liebesrausch verfällt, nimmt das Unheil seinen Lauf...

Rimski-Korsakows letztes Musiktheaterwerk entfacht den Zauber des düsteren Kunstmärchens von Alexander Puschkin mit einer sagenhaften Fülle an Klangfarben. Barrie Kosky setzt diese in ebenso poetische wie geheimnisvolle Bilder um: komisch, schonungslos und sinnlich.
Prolog

Der Astrologe tritt vor das Publikum und verkündet, dass er Märchenfiguren zum Leben erwecken wird. »Das Märchen ist erfunden, doch es enthält eine Lehre für alle guten Menschen«.

Erster Akt
König Dodon hat genug von Kriegen. Er will nur noch schlafen und das Leben genießen. Leider bedrohen gerade jetzt feindliche Nachbarn sein Land. Seine Söhne, die Prinzen Gwidon und Afron, überbieten sich gegenseitig an dummen Ratschlägen, wie man nun handeln sollte. Dass sein Heerführer Polkan die Pläne polternd ablehnt und vor ihren Gefahren warnt, verärgert Dodon. Da erscheint die Rettung in Gestalt des Astrologen, der sich als alter Bekannter von Dodons Vater vorstellt. Er bietet Dodon einen goldenen Hahn an, der bei Gefahr einen Warnruf kräht: »Pass auf, sei wachsam!« Dodon ist begeistert, als der Hahn stattdessen ruft: »Regiere im Liegen!« Dem Astrologen verspricht er, ihm zum Dank für den goldenen Hahn jeden Wunsch zu erfüllen, will ihm das aber nicht schriftlich bestätigen – schließlich habe er das Wort des Königs.
Oper in drei Akten [1907]
Libretto von Wladimir I. Belski
nach einem Märchen von Alexander S. Puschkin
Premiere am 28. Januar 2024
Koproduktion mit dem Festival d’Aix-en-Provence und der Opéra National de Lyon
Empfohlen ab Klasse 9
Russisch
2h, keine Pause
Plätze mit leichter Sichteinschränkung sind über das Kartentelefon und die Opernkasse erhältlich.


30 min vor jeder Vorstellung findet eine Stückeinführung im Foyer statt (außer vor Premieren, Kinderopern, konzertanten Aufführungen, Silvester- und Sonderveranstaltungen)

#KOBGoldenerHahn

30. Januar 2024
Stimmlich und darstellerisch grandios verkörpert Dmitry Ulyanov den König und verdeutlicht, warum es bei Kosky nicht leicht ist, ein Despot zu sein. ...
Sopranistin Kseniia Proshina wird gewissermaßen der rote Teppich ausgerollt. Was sie gar nicht nötig hat. Die Sängerin kann mit einer Eleganz verführen, ihr lyrischer Sopran bewegt sich voller Leichtigkeit durch die Partie, auch wenn sie die geforderten Spitzentöne nur anreißt.
Fantasien eines einsamen Königs, Volker Blech, Berliner Morgenpost
#KOBGoldenerHahn
29. Januar 2024
Das war ein runder, voller Erfolg! Die Komische Oper hat gepunktet. Und zwar mit einem Werk, das ja wirklich ans Haus passt. ... Es ist keine platte Aktualisierung, es ist für Kosky ein Märchen und es geht um die Magie der Bilder. Und alles, was man für heute daraus ableiten könnte, überlässt Kosky der Intelligenz des Publikums. ... James Gaffigan hat diese vielschichtige Partitur wirklich ausgeleuchtet bis in die hintersten Winkel. ... Ein kurzweiliges Vergnügen, der Chor - das Rückgrat des Hauses - mal wieder grandios. ... Wer da hingeht, macht nichts falsch!
Premiere an der Komischen Oper »Der goldene Hahn«, Andreas Göbel, rbbKultur
#KOBGoldenerHahn
29. Januar 2024
Barrie Kosky nimmt uns mit in eine düster-romantische Bühnenwelt. Ein Szenario wie von Caspar David Friedrich gemalt. ... Dmitry Ulyanov verkörpert diesen König Dodon in feinster Falstaffmanier als bra­mar­ba­sie­rend-donnernder Bass. Die matarihafte Verführerin singt Kseniia Proshina mit schillernd-umgarnendem Sopran, eiskalte Spitzen setzend, in orientalisch-verschlungenen Läufen in der überhaupt klangfarbenreichen Musik Rimsky-Korsakows. ... Die entfaltet das Orchester der Komischen Oper unter der Leitung des neuen Generalmusikdirektors James Gaffigan einfühlsam: von zart-romantisch bis zur überdrehten Farce.
Dystopisches Märchen: »Der Goldene Hahn« an der Komischen Oper, Barbara Wiegand, rbb Inforadio
#KOBGoldenerHahn