Sarah Brady

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NAME
Sarah Brady

HEIMAT
Irland

STUDIUM
Royal Irish Academy of Music

CDs
Matters of the Heart, Lieder von Robert Schumann und Richard Strauss (Prospero Classical)

WICHTIGE DIRIGENT:INNEN
Wladimir Jurowski
Jonathan Stockhammer
Karina Canellakis
Maxime Pascal
Thomas Wise

WICHTIGE REGISSEUR:INNEN
Barrie Kosky
Tobias Kratzer
Constanza Macras
Benedikt von Peter

FESTE ENGAGEMENTS
2017–2019 Opernstudio OperAvenir am Theater Basel
2019–2020 Ensemblemitglied Theater Basel
2020–2023 Ensemblemitglied Staatsoper Hannover

WICHTIGE PARTIEN ANDERSWO
Susanna (Le nozze di Figaro, Theater Basel)
Musetta (La Bohème, Theater Basel)
Fiordiligi (Così fan tutte, Staatsoper Hannover, Irish National Opera)
Woglinde (Das Rheingold, Bayerische Staatsoper)
Sandmännchen, Gretel (Hänsel und Gretel, Royal Opera House Covent Garden)

AUSFLÜGE
Ein deutsches Requiem von Johannes Brahms mit dem Netherlands Radio Philharmonic Orchestra
Merab (Saul, Glyndebourne Festival)

AN DER KOMISCHEN OPER BERLIN
Königin Teje(Echnaton)

Nächste Termine und Besetzung

Magazin

17. Mai 2026
So überzeugend Alma Sadé als Erzählerin fungiert, schreitet Ema Nikolovska als Orlando mit imponierender Sicherheit alle vokalen Dimensionen ihrer Rolle aus! Die beiden führen ein Ensemble an, das sich für diese Produktion vehement ins Zeug legt. Herausragend: der Counter Eric Jurenas als Schutzengel, Anna Nekhames als Sasha, Günter Papendell als Shelmerdine bzw. Greene und als Putto der Tölzer Knabenchor Solist Benedikt Siewert und natürlich non-binary Performer Kevin(a) Taylor als Orlandos (kämpferisches) Kind.
Joachim Lange, NMZ, 17.05.2026
Im Klangwunderland – Olga Neuwirths »Orlando« an der Komischen Oper Berlin
#KOBOrlando
17. Mai 2026
Unter Dirigent Johannes Kalitzke, ohnehin einer der kompetentesten Fachleute für Gegenwartsmusik, wird das Stück spürbar schneller gespielt als unter Matthias Pintscher in Wien. Das macht die Erzählsause noch atemloser, dennoch bekommt der Hörer mehr Luft – ein musikalisches Interpretationsparadox!

Die Regisseurin Ewelina Marciniak lässt der Choreografie von Agnieszka Kryst viel Raum, und noch mehr den beiden vorzüglichen Hauptdarstellerinnen des Abends: Alma Sadé als Erzählerin und Ema Nikolovska in der Titelrolle des beziehungsweise der Orlando. Ihre Tessitur ist enorm, beginnend mit einem männlich tiefliegenden »I am alone«, um im Lauf der Oper nicht nur höher und »weiblicher« zu steigen, sondern auch in intensive Deklamation und artistisches Flackern auszuschlagen. Dabei ist Nikolovska kein(e) ätherische(r) Orlando wie Tilda Swinton in Sally Potters bekannter Romanverfilmung von 1992, sondern eine bodenständige, manchmal fast burschikose Bühnenerscheinung, quasi grundtonsicher im bodenlos grundtonfreien Raum.

Neuwirths lustvoll eklektizistische Partitur ist grundlegend out of tune, abrupt die stilistischen Schnitte, schichtenreich die musikalische Collage: Das alles wird von Sängern und Riesenorchester mit Bravour absolviert.
Albrecht Selge, Nachtkritik, 17.05.2026
Binär ins Offene

#KOBOrlando