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Neo Muyanga

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Neo Muyanga ist Komponist, Musiker und Installationskünstler.
Seine Praxis bewegt sich zwischen Live-Performance, audiovisueller Ausstellung und wissenschaftlicher Arbeit. Muyanga hat seinen Sitz in Südafrika und tourt regelmäßig weltweit, wobei aktuelle Projekte Opern, Chor- und Instrumentalwerke für Kammermusik und großes Ensemble umfassen. Muyanga schafft Klang- und Bildwerke, die von Archivforschung geprägt sind und oft einen starken Fokus auf Stimme als Vektor haben, der die Gesellschaft formt und transformiert.

Muyanga wurde in Soweto geboren und spiegelt weitgehend seine Verwurzelung in der südafrikanischen Chormusik wider, während er eine Mischung aus anderen Einflüssen zeigt – darunter den italienischen Madrigal, den äthiopischen Mezmur und die Shaabi-Tradition Ägyptens –, die er über drei Jahrzehnte seiner künstlerischen Laufbahn kennengelernt hat.

In dieser Spielzeit präsentiert Muyanga als Impresario des Centre for the Less Good Idea Selemo an der Komischen Oper Berlin.

Stand: Januar 2026

Magazin

30. April 2026
Im letzten Teil der Oper tritt eine Anspielung auf Donald Trump auf, doch wird er nicht wörtlich als er selbst dargestellt, sondern durch Mutanten verkörpert, die sich seiner Slogans und der Sprache der Selbstinszenierung bedienen.
Auf sehr treffende Weise zeichnet Olga Neuwirth hier ein Bild des gegenwärtigen Populismus und Nationalismus. Sie zeigt, wie gefährlich Politik wird, wenn sie sich in ein Spektakel verwandelt und beginnt, auf gesellschaftlicher Angst sowie auf der Ausgrenzung anderer zu basieren.

Regisseurin Ewelina Marciniak über ihre Neusinszinierung von Olga Neuwirths Oper Orlando, in: Corinna Kolbe: Abgesang auf das Patriarchat, Tagesspiegel Spielzeit von 24.04.2026
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