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Madeleine Boyd

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Madeleine Boyd studierte Theatre Design am Central Saint Martins College of Art and Design in London. Zu ihren jüngsten Arbeiten zählen die Ausstattung für Macbeth beim Grange Festival in Winchester, die vielbeachtete Uraufführung von Raising Icarus in Birmingham sowie ihr Bühnenbild für La traviata an der Komischen Oper Berlin. Weitere Arbeiten waren die Ausstattung für Carmen (Nikikai Opera Foundation, Tokyo), die Oper Wuthering Heights (Opéra National de Nancy-Lorraine) und die Ausstattung für die Produktion von Bernsteins A Quiet Place (Opera Zuid, Maastricht), welche mit dem Reumert Theaterpreis als beste Opernproduktion 2016 bedacht wurde. Ferner realisierte sie die Ausstattung für Benjamin Brittens Albert Herring am renommierten Festival Maggio Musicale in Florenz sowie die Trilogie der drei Königinnen-Dramen Gaetano Donizettis (Anna Bolena, Maria Stuarda und Roberto Devereux) an der Welsh National Opera. Weitere Arbeiten waren Arthur Schnitzlers Liebelei am Voralberger Landestheater im Rahmen der Bregenzer Festspiele sowie Igor Strawinskys L’Histoire du Soldat. Am Theater und Orchester Heidelberg trat sie erstmalig als Bühnenbildnerin im Rahmen des Festivals Winter in Schwetzingen mit der Produktion Mitridate in der Spielzeit 2017/18 (Regie: Jacopo Spirei) in Erscheinung.

Stand: März 2026

Magazin

2. Februar 2016
Koskys Regie ist ein Geniestück ohne Zeigefinger, ohne Besserwisserei, ohne Anklage. Die Wiedergeburt des psychologischen Realismus ohne Desavouierung der Figuren ... Es ist ein ganz selten gewordener poetischer Realismus, mit dem Barrie Kosky und seine fantastische Bühnenbildnerin Rebecca Ringst hier ihren Tschaikowsky aus dem Geiste eines Tschechow oder Tolstoi zu lesen verstehen. … Diese Bildsetzung ist von geradezu filmischer Direktheit (und kommt doch glücklicherweise ganz ohne überflüssige Videosequenzen aus), sie öffnet indes, über die sensibel die Tageszeiten nachzeichnenden Lichtstimmungen immer wieder weite Sehnsuchtsräume. In ihnen kommen kleine Gesten der Figuren endlich wieder zu großer Wirkung – Gesten und Regungen der Solisten wie jenen des Chores, den Kosky in meisterlicher Individualisierung zu aktivieren versteht.
Demut schlägt Dekonstruktion - »Ein Regie-Geniestück: Hausherr Barrie Kosky erfindet den poetischen Realismus neu«
Peter Krause, Concerti.de
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