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Ev­ge­ny Ti­tov

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Evgeny Titov wurde in Kasachstan geboren. Nach einer Schauspielausbildung an der Theaterakademie St. Petersburg arbeitete er zunächst als Schauspieler in Russland, bevor er Regie am Max Reinhardt Seminar in Wien studierte. Titov ist heute einer der gefragtesten Regisseure in Theater und Oper in ganz Europa. Als international gefeierter Regisseur führte ihn seine Arbeit u. a. ans Staatsschauspiel Dresden, wo er die Uraufführung von Martin Heckmanns Mein Herz ist rein inszenierte. Darüber hinaus inszenierte er am Landestheater Linz, am Düsseldorfer Schauspielhaus (Shakespeares Macbeth und Richard III., Arthur Millers Der Schmelztiegel), bei den Salzburger Festspielen (Maxim Gorkis Sommergäste) und an der Münchner Residenz. Zu seinen Arbeiten gehören darüber hinaus Tri Sestri (Salzburger Festspiele), Iolanta (Wiener Staatsoper), King Lear (Düsseldorfer Schauspielhaus), Die Liebe zu den drei Orangen (Semperoper Dresden), Tannhäuser (Grazer Oper), L’Orfeo (Opernhaus Zürich), Der Kirschgarten (Hessisches Staatstheater), Le nozze di Figaro (Bayerische Staatsoper), L’incoronazione di Poppea (Opéra national du Rhin) und Gier unter Ulmen (Residenztheater München). Nach Œdipe (2021) inszeniert Titov in der Spielzeit 2025/26 Richard Strauss’ Salome an der Komischen Oper Berlin.

Stand: Oktober 2025

Nächste Termine und Besetzung

Magazin

15. Juni 2026
»Eine Gratwanderung aus nostalgischem Schmelz, schräger Persiflage und melodramatischen Tönen: Axel Ranischs Revue ist eine Umarmung der DDR-Musik, die seinem begeisterten künstlerischen Naturell entspricht. Eine Verklärung ist sie aber nicht. Die Nostalgie, die einen beim Anblick der Sixties-Hotpants des Balletts befällt, die ist kein exklusives DDR-Gefühl, sie ist in dieser abgründigen Retroshow universell.«
Gunda Bartels, Der Tagesspiegel, 15.06.2026
Revue »Mokka-Hits und Milchbar-Träume«: Die Komische Oper lässt die DDR klingen und klirren

#KOBMokkaHits
15. Juni 2026
»Der Soundtrack der DDR… hinreißend arrangiert, inszeniert und choreografiert. Und die Solisten geben alles, allen voran Gisa Flake und Maria-Danaé Bansen, die schon im »Messeschlager Gisela« brillierten. Aber werden auch die »Mokka-Hits« ein Sommerschlager? Darüber wird nach der Uraufführung noch vor Ort kräftig diskutiert. Aber genau das hatten Ranisch und Benzwi mit ihrer Revue ja im Sinn.«
Peter Zander, Berliner Morgenpost, 15.06.2026
Der Soundtrack der DDR: »Mokka-Hits und Milchbar-Träume«

#KOBMokkaHits
15. Juni 2026
Dieser Revue gelingt etwas Seltenes: die Unbeschwertheit der Hits zu feiern als die Version eines besseren Deutschlands. Und zugleich zu zeigen, dass die Realität anders aussah…

Maria-Danaé Bansen mit göriger Energie, Mirka Wagner mit Jubel-Höhen und Johannes Dunz mit Tenor-Schmelz, Nico Holonics fügt allem eine gute Prise Lebenshunger hinzu. Alfred Mayerhofer findet für jede Epoche neue sprechende Kostüme zwischen Pettycoat und Staubmantel, sehr kurzen Hosen und Einheits-Jeans, Biederkeit und Glamour.

Musikalisch hat Benzwi den Abend souverän im Griff. Was dieser Mann anfasst, wird zu Gold, ob an der Komischen Oper oder am Berliner Ensemble. Auch hier hat er sehr feine Arrangements geschaffen, lässt den Chor strahlen, entlockt dem Orchester kraftvolle Bigband-Farben, begleitet die delikatesten Momente allein am Klavier. So veredelt er auch harmlosere Ohrwürmer wie das titelgebende »In der Mokka-Milch-Eisbar« und »Heißer Sommer«. Viele Nummern aber gibt es, die einen unmittelbar anrühren in ihrer Sehnsucht, weil die Texte von heute sein könnten…

Der Abend beginnt und endet leise, nachdenklich. »Mokka-Hits und Milchbar-Träume« verneigen sich tief vor der künstlerischen Leistung, weinen aber in einer Zeit, in der die AfD die DDR zum Vorbild für ganz Deutschland erheben will, dem untergegangenen Staat keine Träne nach.
Georg Kasch, Die Deutsche Bühne, 15.06.2026
Heiteres aus 40 Jahren DDR

#KOBMokkaHits
12. Juni 2026
Es ist ein politischer Abend geworden – ein Abend, der hoffentlich sehr viel mit unserer heutigen Zeit zu tun hat. Adam Benzwi und ich haben uns bei allen Texten, bei allen Musikstücken immer gefragt: Welche Bögen können wir ins Heute schlagen? Mokka-Hits und Milchbar-Träume bringt deutsch-deutsche Geschichte auf die Bühne – als einen Abend, der unterhaltend ist, aber auch nachdenklich macht mit einer Prise Melancholie.
#KOBMokkaHits