Kirill Gerstein
Kirill Gersteins Faszination für musikalische Entdeckungen, kombiniert mit seiner Neugier, Fantasie und Virtuosität, hat ihn zu einem der größten Interpreten unserer Zeit gemacht. Zu den Höhepunkten der vergangenen Saison zählen u. a. sein Debüt als Solist in der Carnegie Hall/Stern Auditorium, Busonis Klavierkonzert mit den Berliner Philharmonikern, dem Orchestre National de France, dem BBC Symphony Orchestra und dem Gulbenkian Orchestra in Lissabon, sein Auftritt in der traditionellen Silvestergala des ZDF, das Abschlusskonzert des Musikfest Berlin mit Messiaens Des canyons aux étoiles … unter Simon Rattle, das Berg-Kammerkonzert mit Ilya Gringolts, Heinz Holliger und dem Chamber Orchestra of Europe sowie Rachmaninows 3. Klavierkonzert mit Santtu-Matias Rouvali und dem Royal Concertgebouw Orchestra.
Er hat Alben für Platoon/Apple Music, Deutsche Grammophon, DECCA und Berliner Philharmoniker Recordings aufgenommen. Seine Konzerte wurden von Unitel, Accentus Music und EuroArts gefilmt und auf ORF, BBC, ARTE sowie medici.tv und STAGE+ live gestreamt. Für das Album Music in Time of War, welches späte Klavierwerke von Debussy mit Stücken von Komitas Vardapet kombiniert, erhielt er den Sonderpreis von Opus Klassik für die kuratorische Leistung. Die weltweit erste Aufnahme von Thomas Adès’ Concerto for Piano and Orchestra mit dem Boston Symphony Orchestra unter der Leitung des Komponisten wurde für drei Grammys nominiert und mit dem Gramophone Award 2020 ausgezeichnet. Seine Aufnahme von Adès’ The Tempes Suite mit Christian Tetzlaff erschien 2025 bei Platoon. Weitere Veröffentlichungen sind u. a. Strauss’ Enoch Arden mit Bruno Ganz und Tschaikowskys komplette Klavierkonzerte mit Semyon Bychkov und der Tschechischen Philharmonie.
Als Verfechter zeitgenössischer Musik hat er u. a. Werke von Timo Andres, Chick Corea, Alexander Goehr, Oliver Knussen und Brad Mehldau in Auftrag gegeben und uraufgeführt. Kürzlich nahm er auch Thomas Larchers Klavierkonzert mit dem Bergen Philharmonic Orchestra und Edward Gardner für ECM auf. Nach der Uraufführung von Francisco Colls Two Waltzes Toward Civilization in der Carnegie Hall folgt 2025/26 die Präsentation seines neuen Klavierkonzertes mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und Simon Rattle. Gerstein ist zudem
Professor für Klavier an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin und an der Fakultät der Kronberg Academy.
Er wurde mit 14 Jahren als jüngster Student an das Berklee College of Music in Boston eingeladen. Mit 16 Jahren schloss er sein Bachelor- und Masterstudium an der Manhattan School of Music in New York ab und setzte sein Studium bei Dmitri Bashkirov in Madrid und Ferenc Rados in Budapest fort. Als Gewinner des 1. Preises beim 10. Arthur Rubinstein Wettbewerb erhielt er 2010 den prestigeträchtigen Gilmore Artist Award sowie ein Avery Fisher Career Grant. 2021 wurde ihm der Ehrendoktortitel der Manhattan School of Music verliehen.
Stand: Dezember 2025
Magazin
27. Januar 2026
Ein Schlag ins Gesicht
Ein Gespräch mit Dirigent James Gaffigan über die russische Sprache, extremes Musiktheater und die Hoffnung in der Hoffnungslosigkeit
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Interview
27. Januar 2026
Dorf der Verlorenen
Ein Gespräch mit Regisseur Barrie Kosky über einen jungen Komponisten, eine rätselhafte Mörderin und ein Landgut ohne Klimaanlage in Lady Macbeth von Mzensk
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Interview
22. Januar 2026
Die Kunst der Pornophonie
Über stoßende, keuchende und stöhnende Musik in Dmitri Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk
#KOBLadyMacbeth
Einführung
22. Dezember 2025
Auf der Bühne der Komischen Oper ist vor dem Orchester ein schmaler Streifen freigelassen, da singt, spielt und tanzt ein höchst engagiertes Ensemble… Mit Mut zur Wirkung gesungen, flott inszeniert, dass man das »halbszenisch« der Ankündigung fast nicht merkt… Versprochen, man geht mindestens mit einem Ohrwurm raus.
Harald Asel, rbb24 inforadio, 22.12.2025
Nostalgisch und zeitlos: »In Frisco ist der Teufel los« wiederentdeckt
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#KOBFrisco
22. Dezember 2025
Regisseur Martin G. Berger sorgt für eine quirlige szenische Umsetzung dieses Klassenkampficals. Unter der Leitung von Kai Tietje musiziert das Orchester der Komischen Oper mitreißend gut gelaunt, über die kleinen Spielfläche wirbelt dazu ein Ensemble, das genrefluide Ensemblemitglieder wie Alma Sadé und Christoph Späth mit genuinen Musicaldarstellern wie Alexander von Hugo und Tobias Joch mixt.
Eine brillante Battle um die Diven-Rolle des Abends liefern sich Sophia Euskirchen und Christoph Marti. Sie als kesse Bardame Virginia, die zupackend pragmatisch den Aufstand gegen Xonga Miller organisiert, er als eben jene Raubtierkapitalistin, deren Verderbtheit hier durchaus etwas Faszinierendes hat. Und doch sind alle im ausverkauften Saal froh, wenn am Ende das Gute siegt.
Eine brillante Battle um die Diven-Rolle des Abends liefern sich Sophia Euskirchen und Christoph Marti. Sie als kesse Bardame Virginia, die zupackend pragmatisch den Aufstand gegen Xonga Miller organisiert, er als eben jene Raubtierkapitalistin, deren Verderbtheit hier durchaus etwas Faszinierendes hat. Und doch sind alle im ausverkauften Saal froh, wenn am Ende das Gute siegt.
Frederik Hanssen, Der Tagesspiegel, 22.12.2025
Operette »In Frisco ist der Teufel los«: Klassenkampf an der Komischen Oper
Operette »In Frisco ist der Teufel los«: Klassenkampf an der Komischen Oper
#KOBFrisco
22. Dezember 2025
Ein Abend voller Augenzwinkern. Der Klassenkampf ist ein fröhliches Miteinander der Darsteller. Die Inszenierung hat Tempo und Witz… Gekonnt wird das Publikum mehrfach in diese Produktion mit hineingezogen. Sophia Euskirchen durchbricht als Virginia West besonders offensiv die »vierte Wand« und wird als resolute Bardame zur Sympathieträgerin des Abends.
Volker Blech, Berliner Morgenpost, 22.12.2025
Komische Oper: Der reichste Mann der Welt ist ein Operetten-Bösewicht
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#KOBFrisco
