Ralf Sochaczewsky

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Ralf Sochaczewsky erhielt seinen ersten Dirigierunterricht bei Prof. Grube und Marc Piollet an der Universität der Künste Berlin. Später studierte er an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Orchesterdirigieren bei Prof. Reuter und Chordirigieren bei Prof. Weigle.
Von 2003 bis 2005 wurde er vom Dirigentenforum des Deutschen Musikrates gefördert.
Unter anderem dirigierte er bereits das London Philharmonic Orchestra, das Konzerthausorchester Berlin, das National Radio Orchestra Bucarest, Cappella Cracoviensis, das Orchester der Musikalischen Komödie Leipzig, die Brandenburger Sinfoniker und das Kammerorchester der Minsker Philharmonie.

Von 2008 bis 2010 war er assistant-conductor von Vladimir Jurowski beim London Philharmonic Orchestra. Nach seinem erfolgreichen Debut mit einem eigenen Symphoniekonzert im Juni 2009 wurde er für ein weiteres Konzert im Mai 2010 in der Royal Festival Hall verpflichtet. Ferner assistierte er Jurowski beim Berliner Philharmonischen Orchester (Juni 2011) und dem Mahler-Chamber-Orchestra (August 2011).
Im Herbst 2011 arbeitete Ralf Sochaczewsky in Moskau als Dirigent an der Neuproduktion von Ruslan und Ljudmila anlässlich der Wiedereröffnung des Bolshoij-Theaters mit, un dirigierte im Februar 2012 mit großem Erfolg zwei Vorstellungen.
Er war assistant-conductor bei der Glyndebourne Festival Opera für die Uraufführung der Oper Love and other Demons von P. Eötvös 2008, sowie für die Produktion von Stravinski's Rake's Progress 2010.

An der Opera National du Rhin hat Ralf Sochaczewsky im Herbst 2010 mit großem Erfolg Love and other Demons von P. Eötvos in Straßburg und Mulhouse dirigiert und einstudiert. Mit der gleichen Oper gastierte er im November 2011 an der Lithauischen Nationaloper Vilnius. Im März 2011 führte er mit dem Abaco-Orchester München und Cantus Domus das Klagende Lied von Gustav Mahler im Berliner Konzerthaus und dem Münchner Herkulessaal auf.

Im gleichen Monat debütierte er beim nationalen Rundfunkorchester Rumänien mit einem live übertragenen Sinfoniekonzert mit Werken von Brahms, Weber und Villa-Lobos und führte das Oratorium Deborah von Händel mit Cappella Cracoviensis in der Philharmonie Krakau auf. Mit Capella Cracoviensis verbindet ihn eine regelmäßige Zusammenarbeit.
In der Saison 2003/2004 war er assistant-conductor beim Chor des Niederländischen Rundfunks. Seitdem arbeitet er regelmäßig mit Chören, wie dem Rias-Kammerchor, dem Berliner Rundfunkchor, dem Choeur de Radio France, dem Ernst-Senff-Chor, Cappella Amsterdam und dem Prager Philharmonischen Chor zusammen.

Er leitet die beiden Berliner Chöre Cantus Domus und Ensemberlino Vocale ' mit letzterem gewann er beim Chorwettbewerb des Deutschen Chorverbandes 2008 in Bremen in der Kategorie A Alte Musik den ersten Preis. Beide Chöre gewannen beim 8. Chorwettbewerb des Deutschen Musikrates in Dortmund einen 3. Preis.
Neben seinen Dirigierstudien hatte Ralf Sochaczewsky immer ein besonderes Interesse für die historische Aufführungspraxis.

Auf der Barockgeige absolvierte er ein Privatstudium bei Irmgard Huntgeburth und bildete sich auf Kursen bei Werner Erhardt und Joshua Rifkin fort.
Als Barockgeiger und Bratscher spielte er lange in Ensembles, wie dem Dresdner Barockorchester, der Batsdorfer Hofkapelle oder dem Ensemble Sans-Souci Berlin.
Für seine Chöre gab er immer wieder Kompositionen in Auftrag. Hier besonders hervorzuheben Desecration and Starless Prayer für Chor und Schlagzeug von J. Woodruff (Dezember 2005), uraufgeführt mit dem Ensemberlino Vocale und Martin Krause.