Gidon Kremer

Gastsolist - Violine
Im Laufe seiner außergewöhnlichen, nun schon über dreißigjährigen Karriere hat sich der 1947 in Riga geborene Gidon Kremer als einer der originellsten und besten Künstler seiner Generation etabliert. Sein Publikum schätzt seinen hohen Grad an Individualität und seine Suche nach neuen Möglichkeiten, vorbei an den konventionellen Wegen der Interpretation.
   
Kremer lernte bereits im Alter von vier Jahren das Violinspiel. Im Moskauer Konservatorium gehörte er ab 1965 zur Meisterklasse von David Oistrach. In den folgenden Jahren wurde er mit den renommiertesten Violinauszeichnungen wie dem Tschaikowsky-Preis, dem Paganini-Preis, dem Frankfurter Musikpreis oder dem Ernst-von-Siemens-Musikpreis ausgezeichnet, um nur einige zu nennen. Gidon Kremer hat auf fast allen großen Bühnen mit den besten Orchestern Europas und Amerikas gespielt sowie unter der Leitung führender Dirigenten des 20. Jahrhunderts wie Leonard Bernstein, Christoph Eschenbach, Nikolaus Harnoncourt, Herbert von Karajan und Riccardo Mutieine Vielzahl von Werken aufgenommen.
   
Mehr als einhundert Aufnahmen wurden unter seinem Namen veröffentlicht. In seiner Nonesuch-Diskografie finden sich die für den Grammy nominierte CD "Hommage à Piazzolla" und das Album"Eight Seasons", in dem das Meisterwerk Vivaldis Die Vier Jahreszeiten, mit der vierteiligen‚Porteño'-Serie Piazzollas kombiniert wird. Gidon Kremers Einspielungen haben ihm eine Reihe wichtiger internationaler Preise eingebracht und sind selber neue Interpretationsstandards geworden. Sein Repertoire ist weit gefächert - es beinhaltet alle bedeutenden klassische und romantische Violinwerke wie auch die Musik der Meister des 20. Jahrhunderts. Er hat solch interessante Komponisten wie Alfred Schnittke, Arvo Pärt, Sofia Gubaidulina, Valentin Silvestrov,Luigi Nono, Aribert Reimann, John Adams und Astor Piazzolla einem breiten Publikum vorgestellt und klassische Musik in der ihm eigenen Verbindung von Tradition und zeitgenössischen Einflüssen neu definiert.

1981 hatte er die Idee zur Gründung eines Musikfestivals im kleinen Dorf Lockenhaus in Österreich und verwirklichte damit gleichzeitig seine Überzeugung, daß Musik alle sprachlichen und kulturellen Grenzen überwinden kann. Seit 1992 treten einige der in Lockenhaus vorgestellten Musiker unter dem Logo ‚Kremerata Baltica' überall in der Welt auf. Anläßlich der Festlichkeiten zum 200. Geburtstags von Franz Schubert im Jahr 1997 tourte die Kremerata Baltica mit einem umfassenden Konzertzyklus in ganz Europa und spielte auch bei den Salzburger Festspielen.Seit 1996 tourt Kremerata Baltica regelmäßig mit Gidon Kremer. 1997 übernahm Gidon Kremer außerdem die Nachfolge von Yehudi Menuhin als Leiter des Musiksommers Gstaad in der Schweiz.

© 2002 Warner Music Germany/ Andreas Paff