Ainārs Rubiķis

Generalmusikdirektor ab 2018/19
© Jānis Porietis - janisphoto
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Ainārs Rubiķis erlangte erstmals internationale Aufmerksamkeit, als er 2010 den Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb gewann. Der lettische Dirigent ging aus einem hochkarätigen Teilnehmerfeld hervor. Jonathan Nott, Präsident der Wettbewerbsjury, charakterisierte ihn als außergewöhnlichen Dirigenten – vergleichbar mit Gustavo Dudamel, der den Wettbewerb 2004 gewonnen hatte.

2011 wurde Ainārs Rubiķis mit dem Nestlé und Salzburger Festspiele Young Conductors Award ausgezeichnet und dirigierte danach hochgelobt von den Kritikern das Gustav Mahler Jugendorchester bei den Salzburger Festspielen. Von 2012 bis 2014 leitete er das Staatliche Akademische Opern- und Ballett-Theater Nowosibirsk als Musikdirektor und Chefdirigent und wurde mit dem renommierten Golden Mask Award als bester Dirigent für die Neuproduktion von Bernsteins Mass ausgezeichnet.

In der Saison 2016/17 gab Ainārs Rubiķis unter anderem seine Hausdebüts an der Lyric Opera of Chicago (Carmen), am Theater Basel (La forza del destino) sowie an der Finnischen Nationaloper (Ballett). Er kehrte weiterhin an die Lettische Nationaloper und zum Orquesta de Euskadi zurück. Im Sommer 2017 kehrt er an das Passionstheater Oberammergau zurück, wo er die Neuproduktion von Der fliegende Holländer leitet. In der nächsten Spielzeit gibt er sein Debüt an der Welsh National Opera mit einer Neuproduktion von Eugen Onegin, die die Saison 2017/18 eröffnet, und kehrt mit La traviata an die Finnische Nationaloper zurück. Seine erste Produktion an der Komischen Oper Berlin wird im Sommer 2018 Die Nase in der Inszenierung von Barrie Kosky sein.

Zu den Highlights vergangener Spielzeiten zählen Operndirigate am Bolshoi-Theater (Boris Godunow), Neues Nationaltheater Tokyo (Macbeth), Gran Teatre del Liceu (Carmen) und bei den Festspielen in Oberammergau (Nabucco). Im sinfonischen Bereich arbeitete und arbeitet Ainārs Rubiķis mit dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg, BBC Scottish Symphony Orchestra, Orquestra Gulbenkian, den Sinfonieorchestern in Bournemouth, Toronto, Heidelberg und Melbourne, mit der Royal Northern Sinfonia, dem Luzerner Sinfonieorchester und mit den Bamberger Symphonikern (beim Edinburgh International Festival sowie in Bamberg) zusammen.
Zu weiteren Engagements zählen Hong Kong Philharmonic, die Brüsseler Philharmoniker, das Staatliche Sinfonieorchester Estlands, das Budapest Philharmonie-Orchester, die Filharmonia Poznanska, die St. Petersburger Philharmoniker, das Orchestre National d’Ile de France sowie das Orquesta de Euskadi für eine Konzertreihe mit Nicholas Angelich.

Ainārs Rubiķis wurde zunächst an der Emil Darzins Schule –Lettlands führender Institution für herausragende junge Musiker*innen – sowie an der Schule des Kathedralen Chors in seiner Heimatstadt Riga ausgebildet.
Anschließend studierte er an der Lettischen Musikakademie Jāzeps Vītols Chordirigieren und ergänzte seine Ausbildung durch ein Postgraduate-Studium in Orchesterdirigieren bei Andris Vecumnieks. Ernahm an Meisterklassen bei Mariss Jansons und Zsolt Nagy teil. Von 2000 bis 2005 war er künstlerischer Direktor des traditionellen Kammerchores Dziesmuvara der Universität Lettland, von 2006 bis 2010 Stellvertretender Dirigent und Mitglied des lettischen Radiochors. Er arbeitet bis heute regelmäßig mit Ensembles in seiner Heimat zusammen, unter anderem dirigierte er Produktionen von Eugene Onegin, Don Giovanni und Die Zauberflöte an der Lettischen Nationaloper.