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Tansel Akzeybek

Solist - Tenor
Im Ensemble der Komischen Oper Berlin seit 2012.

HEIMAT
geboren in Berlin, aufgewachsen in Izmir/Türkei

STUDIUM
Konservatorium Izmir, Musikhochschule Lübeck.

CDs
Lucrezia Borgia von Gaetano Donizetti (mit Edita Gruberova), Der Golem von Eugen d'Albert, I quattro rusteghi von Ermanno Wolf-Ferrari.

MEISTERKURSE BEI
Lia Lantieri, Katia Ricciarelli, René Kollo.

VORHERIGE ENGAGEMENTS
Staatsoper Izmir, Theater Dortmund, Oper Bonn.

WICHTIGE PARTIEN AN DER KOB
Rinuccio (Gianni Schicchi), Pylades (Iphigenie auf Tauris), Lysander (Ein Sommernachtstraum), Tony (West Side Story), Pedrillo (Die Entführung aus dem Serail), Telemachos (Odysseus), Valletto (Poppea)

WICHTIGE ROLLEN ANDERSWO
Nathanaël (Les Contes d’Hoffmann), Albazar (Il turco in Italia), Bardolfo (Falstaff) an der Staatsoper Izmir; Pedrillo (Die Entführung aus dem Serail) in Dortmund und Bonn; Conte Almaviva (Il barbiere di Siviglia) in Dortmund und Erfurt; Pedrillo, Lindoro (L‘italiana in Algeri), Der Astrologe (Der goldene Hahn) und Freddy Eynsford Hill (My Fair Lady) in Dortmund; Nemorino (L'elisir d'amore), Edmondo (Manon Lescaut), Trouffaldino (L’Amour des trois oranges), Raoul de Gardefeu (La Vie Parisienne), Tamino (Die Zauberflöte) in Bonn.

AUSFLÜGE: Spoletta (Tosca) beim Internationalen Aspendos Opernfestival Antalya; Beppe (I pagliacci) bei den Eutiner Festspielen; Pedrillo (Die Entführung aus dem Serail) beim Europa Festival 2006; Flavio (Norma) im Konzerthaus Dortmund mit Cecilia Bartoli als Norma und unter der Leitung von Thomas Hengelbrock; Le Doge und Le Gondolier (Otello von Gioachino Rossini) in Lyon, am Théâtre des Champs-Elysées Paris und am Théâtre La Monnaie Brüssel; Tapioca (L’Etoile) in Limoges; Nemorino (L’elisir d’amore) in St. Etienne, am Aalto Theater Essen und an der Opera North USA; Conte Almaviva (Il barbiere di Siviglia) in Riga; Oberon (Oberon) in Toulouse; Don Ramiro (La Cenerentola) in Aachen; Le Brésilien (La Vie Parisienne) in Lyon; Filipeto (I quattro rusteghi) in Liverpool; Athlète in Castor et Pollux an der Deutschen Oper am Rhein; Vitellozzo (Lucrezia Borgia) in der Kölner Philharmonie; Kudryasch (Katja Kabanowa) an der Staatsoper Stuttgart.

WICHTIGE DIRIGENTEN
Evelino Pido, Vasily Petrenko, Thomas Hengelbrock, Will Humburg, Andriy Yurkevych, Stefan Blunier, Guillermo Garcia Calvo.

WICHTIGE REGISSEURE
Laurent Pelly, Daniele Abbado, Christine Mielitz, Klaus Michael Grüber, Jürgen Rose, Vera Nemirova, Philipp Himmelmann.
Weil es die Eltern Mitte der 80er Jahre nach über 20 Jahren in Deutschland wieder zurück in ihre türkische Heimat zog, verließ Tansel Akzeybek als Kleinkind seine Geburtsstadt Berlin in Richtung Izmir. Damals dachte noch niemand daran, dass Tansel einmal mit Singen sein Geld verdienen könnte. Fußball-Profi oder Zahnarzt – das waren die Optionen, die der junge Tansel für seine Zukunft sah. Bereits im Alter von sieben Jahren wurde er in die Jugendmannschaft von Altay Izmir aufgenommen. Aber eine Verletzung mit Zwölf bremste dann doch die jugendliche Leidenschaft für den Fußball. »Ich hatte einen unglaublich schlechten Zahnarzt«, erzählt er rückblickend. »Der hat mir einmal ganz ohne Betäubung eine Füllung gemacht. Das hat so wahnsinnig weh getan, dass ich eben beschloss, Zahnarzt zu werden, um es dann besser machen zu können!«

Schon in der Mittelschule hat Tansel Akzeybek allerdings auch begonnen zu singen, einfach so, weil Freunde ihn immer mal wieder aufforderten, irgendeinen Popsong zu trällern. »Das Beste daran war, dass man die Mädels damit sehr beeindrucken konnte«, bekennt Tansel grinsend. »Irgendwann hab ich mir dann mal von meinen Eltern eine Gitarre gewünscht, damit ich mich am Strand mit Freunden selbst begleiten kann. Aber mein Vater kam stattdessen mit einem Keybord nach Hause. Er meinte, das sei sinnvoller, weil sich damit eventuell auch Geld verdienen ließe. Ein Freund von ihm spielte nämlich regelmäßig auf Hochzeiten, wobei er sich selbst am Keybord begleitete. »Bei diesem Freund hab ich dann auch Unterricht genommen – und so hatte ich schon mit 15 meinen ersten Job: Hochzeitssänger!«

Ein Bekannter seiner Mutter war Musiklehrer an einer privaten Musikschule. Bei ihm erhielt Tansel seinen ersten richtigen Gesangsunterricht. »Du bist Tenor!« sagte ihm der Lehrer gerade heraus und ermutigte ihn weiterzumachen und zu studieren. »Operntenor – das war in der Vorstellung von meinen Freunden und mir ein dicker, schwitzender Mann, über den man allenfalls Witze gemacht hat. Ich wusste nicht einmal, wo das Opernhaus in Izmir steht. Und nun sagte mir jemand, dass ich das möglicherweise zu meinem Beruf machen könnte!« Aber nach nur drei Monaten Gesangsunterricht gab Tansel schon erste Konzerte und schaffte kurz darauf auch die Aufnahmeprüfung am Konservatorium in Izmir. Schon bald sagte ihm einer seiner Lehrer, er dürfe maximal ein Jahr am Konservatorium bleiben, dann müsse er zur weiteren Ausbildung nach Europa gehen. »Leider habe ich nicht auf ihn gehört und bin fünf Jahre am Konservatorium in Izmir geblieben. Bereits während der Studienzeit habe ich eine Stelle im Chor der Staatsoper Izmir bekommen. Schon mit 21 habe ich erste kleine Solorollen wie Borsa in Rigoletto  oder Remendado in Carmen übernommen. Im Nachhinein muss ich sagen, dass das sicherlich zu früh war. Ich habe dadurch wichtige Lehrjahre verloren.«

Nach Beendigung des Studiums musste Tansel dann erst einmal seinen Militärdienst ableisten. Aber auch hier musste er nicht ganz von der Musik und vom Gesang lassen: Als Angehöriger eines Musikkorps sang er bei zahlreichen Staatsbesuchen– neben der türkischen Nationalhymne auch immer wieder italienische Canzonen. Beim Militär traf er einen Hornisten, der bereits als Aushilfe bei den Berliner Philharmoniker gespielt hatte. Er riet Tansel, nach Deutschland zu gehen, um dort sein Gesangsstudium fortzusetzen. »Meine Schwester ist mit einem Deutschen verheiratet und lebt in Lübeck. So habe ich mich entschlossen, in Lübeck weiter zu studieren. Allerdings hatte ich mittlerweile all mein Deutsch verlernt. Es kam glücklicherweise sehr schnell zurück.« Nach Abschluss des Studiums in Lübeck ging dann alles recht schnell: Einem ersten Engagement bei den Festspielen in Eutin als Beppo in I pagliacci folgte ein Engagement an die Oper in Dortmund, wo er gleich den Pedrillo in der Neuproduktion von Die Entführung aus dem Serail übernahm. Zwei Jahre später wechselte er an die Oper in Bonn, und nun kommt er von der alten Bundeshauptstadt in die neue – in seine alte Heimat!

»Neulich war ich im Grünlingsweg in Britz-Süd, wo ich als Kind gelebt habe. Ich habe auch meinen alten Kindergarten wiedergefunden. Nach und nach kommen die Bilder aus meiner frühesten Kindheit zurück. Das ist schön!« Tansel Akzeybek fühlt sich in Berlin sehr wohl. Wenn er hier etwas vermisst, dann sind es vielleicht das Meer und der Strand, die Sonne und die Wärme seiner türkischen Heimat – und manchmal auch so banale Dinge wie Simit (Sesamringe) und Ayran. »Aber die kriegt man hier in Berlin ja auch, und zwar viel leichter als in Bonn oder Dortmund!«

Die Krönung der Poppea

Valletto
Apr '17
Sa
Mai '17
Sa
Fr
Fr
Jun '17
Sa

Die Zauberflöte

Tamino
Okt '16
So
Dez '16
Mi
Di
Do
Jan '17
Fr
Sa
So
Feb '17
Di
Fr

Il barbiere di Siviglia

Graf Almaviva
Okt '16
So
Do
So
Nov '16
Sa
Sa
Dez '16
So
Fr
Jul '17
Mi
Do

»Barrie Kosky hat Die schöne Helena schön glitzernd und mit veralberter Erotik inszeniert.« [Berliner Morgenpost]
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