Sinfoniekonzert 1: Håkan Hardenberger und Henrik Nánási

Werke von Pjotr I. Tschaikowski, Tobias Broström und Sergej S. Prokofjew
Zwischen Licht und Schatten: Trompetenklänge und Romeo & Julia

Pjotr I. Tschaikowski — Romeo und Julia, Fantasie-Ouvertüre nach Shakespeare
Tobias Broström — Lucernaris, Konzert für Trompete, Live-Elektronik und Orchester
Sergej S. Prokofjew — Romeo und Julia, aus den Ballett-Suiten Nr. 1 op. 64 a, Nr. 2 op. 64 b und Nr. 3 op. 101

Sein Name lässt bei Trompetenfans in aller Welt die Herzen höher schlagen: Håkan Hardenberger. Der Schwede hat seinem Instrument zu einem regelrechten Hype verholfen und zahlreiche Komponisten zu neuen Werken inspiriert, die sie Hardenberger direkt auf den Leib schrieben – darunter auch das Trompetenkonzert Lucernaris des jungen schwedischen Komponisten Tobias Broström. Zur Komposition gehören neben den Orchesterstimmen auch elektronische Loopingeffekte für Hardenbergers Trompetenspiel sowie, dem Titel Lucernaris entsprechend, eine farbige Licht-Regie. Umrahmt wird Broströms außergewöhnliche Komposition im Sinfoniekonzert 1 von der wohl berühmtesten Liebesgeschichte aller Zeiten: Shakespeares Romeo und Julia – in Klang gegossen von Pjotr I. Tschaikowski (in Form einer Fantasie-Ouvertüre) und von Sergej S. Prokofjew (in Form einer Ballettmusik).
Pjotr I. Tschaikowski: Romeo und Julia
Als einer der wenigen Komponistenseiner Generation hat Pjotr I. Tschaikowski Beiträge zu den beiden miteinander konkurrierenden großen orchestralen Gattungen der musikalischen Spätromantik geschrieben: der Sinfonie und der Sinfonische Dichtung. Zu letzterer zählt die in drei Fassungen vorliegende Fantasie-Ouvertüre Romeo und Julia. Das auf Anregung von Tschaikowskis Komponistenfreund Mili Balakirew entstandene Werk ist indes keine orchestrale Nacherzählung, sondern ein musikalisches Destillat der tragischen Ereignisse, von denen William Shakespeares 1597 veröffentlichte Tragödie berichtet.

Tobias Broström: Lucernaris
Den Ausdruck Klangfarbe nimmt der schwedische Komponist Tobias Broström ganz wörtlich. In seinem Trompetenkonzert Lucernaris, geschrieben für Håkan Hardenberger, verzahnt er Klang und Farben miteinander, so dass das sinnliche Hörerlebnis intensiviert wird. Der Titel verweist dabei auf das Thema Licht (lat. »lucis«) als die Grundvoraussetzung aller Farben, aber auch auf eine religiöse Komponente: die rituelle Lichtfeier, wie sie in altkirchlicher Liturgie, aber vor allem in Schweden zelebriert wird, um das Dunkel zuvertreiben.

Sergej S. Prokofjew: Romeo und Julia
Achtzehn Jahre hatte Prokofjew im westlichen Ausland gelebt, als er sich 1936 wieder in seiner Heimat niederließ. Sein Comeback in der Sowjetunion wollte der Komponist mit dem abendfüllenden Ballett Romeo und Julia feiern – ein Plan, der zunächst daran scheiterte, dass Prokofjews Partitur von Choreographen und Tänzern als nicht tanzbar eingestuft wurde. Um seine Musik zumindest dem Konzertbetrieb zugänglich zu machen, erstellte der Komponist 1936 zwei, zehn Jahre später dann noch eine dritte Suite aus Romeo und Julia.
Kostenlose Werkeinführung 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Foyer. 

Stab

Dirigent
Live-Elektronik
Tobias Broström

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