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Carsten Sabrowski

Solist - Bass
Im Ensemble der Komischen Oper Berlin seit 2003.

HEIMAT: Kiel, aufgewachsen in Concepción (Chile). 

STUDIUM: Hochschule für Musik und Theater Hamburg (James Wagner, Hans Kagel), Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Walter Berry).

PREISE:  »Elise Meyer« Gesangswettbewerb (Hamburg).

CDs: Čert a Káča (Antonín Dvořák) mit dem WDR Sinfonieorchester unter Gerd Albrecht; Der Schauspieldirektor (Wolfgang Amadeus Mozart) mit dem DSO Berlin unter Sir Neville Marriner; Tatjana (Franz Léhar) und Ritter Blaubart (Emil Nikolaus von Reznicek) mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Michail Jurowski.

WICHTIGE ROLLEN AN DER KOMISCHEN OPER BERLIN: Harata (Das schlaue Füchslein), Kaspar (Der Freischütz), Der König (Die Liebe zu den drei Orangen), Don Estoban (Der Zwerg), Hobson (Peter Grimes), Zar Saltan (Das Märchen vom Zaren Saltan), Kecal (Die verkaufte Braut), Graf von Monterone (Rigoletto), Doktor (Wozzeck), Leporello (Don Giovanni), Figaro (Die Hochzeit des Figaro), Hidraot (Armida), Der alte Gorian (Die rote Zora), Vier Bösewichter (Hoffmanns Erzählungen).

ANDERSWO: Masetto (Don Giovanni), Figaro (Die Hochzeit des Figaro) in Dormund; Daland (Der fliegende Holländer) am Teatro Municipal de Santiago in Chile.

AUSFLÜGE: Hamburgische Staatsoper, Staatstheater Wiesbaden, Teatro Carlo Felice Genua, Oper Leipzig.

WICHTIGE DIRIGENTEN: Sir Neville Marriner, Gert Albrecht, Michail Jurowski, Kirill Petrenko, Christian Thielemann, Patrick Lange, Ulf Schirmer.

WICHTIGE REGISSEURE: Andreas Homoki, Barrie Kosky, Otto Schenk, Hans Neuenfels, Calixto Bieito, Peter Konwitschny, Vicco von Bülow (Loriot).
Familie Sabrowski könnte ein Fall fürs Kartellamt werden. »Mein Vater ist Opernsänger. Mein Bruder ist Opernsänger. Und unsere Frauen sind auch Opernsängerinnen.« Schuld daran war nur der Bossa Nova. Oder besser: Südamerikanische Folklore. Drei Jahre alt war Carsten Sabrowski, als seine Familie von Kiel gen Chile zog. Sein Vater war seinerzeit noch Musiklehrer, immer auf der Suche nach neuen Abenteuern. Auf seinen Wunsch hin versetzte ihn die Schulbehörde ins Ausland, mehr durch Zufall nach Südamerika. »10 Jahre lang waren wir in Chile. Das hat mich sehr geprägt.« Gesungen wurde hier von morgens bis nachts – der richtige Nährboden für den kleinen Carsten. Auch die Liebe seines Vaters zur Oper konnte hier gedeihen. Mit seinen Schülern führte er kleine Musiktheaterwerke auf. Und manchmal sang er sogar am großen Teatro Municipal in der Hauptstadt Santiago. Dann saß Carsten Sabrowski im Zuschauersaal und bewunderte seinen Papa. »Ich werde nie vergessen, wie er dort den Don Pasquale gesungen hat. Ich war so stolz auf ihn!« Zuhause saß er dann vor dem Plattenspieler und dirigierte die Ouvertüre nach.

Politisch waren es schwierige Jahre: Es war die Zeit von General Pinochet, kurz nach dem Militärputsch gegen Salvador Allende. Jeden Abend herrschte ab 22 Uhr Ausgangssperre, unter der allabendlichen Ruhe brodelte es. Das Opernhaus war dabei ein gesellschaftlicher Mittelpunkt, Sammelbecken für Menschen jeglicher politischer couleur – alle trafen sie hier aufeinander. Auch die deutsche Diaspora war vertreten: jüdische Emigranten ebenso wie ehemalige Täter des Nazi-Regimes. »Alle diese Spannungen waren sehr spürbar. Und die Oper stand mittendrin.« In den Schulferien fuhr Familie Sabrowski mit einem VW-Bus 20.000 Kilometer quer durch Südamerika, durch Paraguay, Brasilien bis hin zur südlichsten Stadt der Welt, Ushuaia in Argentinien. Geschlafen wurde unter Sternen oder im Bus. »Die absolute Freiheit.« Die Rückkehr nach Deutschland – ein Kulturschock.

Doch die Freiheit Südamerikas und die Liebe zur Musik hatten sich tief in Carsten Sabrowski eingeschrieben. Und so mischte der pfiffige Sechstklässler sein naturwissenschaftliches Gymnasium in Kiel ganz gehörig auf: »Mein Bruder und ich haben dort gleich eine Schulband gegründet. Bei den jährlichen Abibällen ging da die Post ab!« Nach dem eigenen Abitur war klar: Musik muss es sein. Studiert hat er zunächst Schulmusik in Hamburg, mit Hauptfach Gesang. Doch bald schon überwiegte der Gesang, wie bei seinem Vater. Der war mittlerweile als Sänger an der Hamburgische Staatsoper engagiert. Eine Professorin von Carsten Sabrowski, Helga von Wangenheim, prophezeite ihrem Schüler damals: »Ich sehe Dich eines Tages an der Komischen Oper Berlin. Da gehörst Du hin.« Doch bis dahin war es noch ein weiter Weg. Mit seinem Bruder gründete er zunächst eine eigene Band. Bald hatten sie bis zu 50 Auftritte pro Jahr – mit selbst arrangierten Jazzstandards und Chart-Hits. »Tanzmusik eben.« Carsten Sabrowski sang, spielte Keyboard und Kontrabass. »Da bekommt man Routine vor Publikum, eine gute Schule.« Doch er vermisste die Vielfalt der Oper. »Mir hat die Tanzmusik sehr viel Spaß gemacht. Doch dort hat man, wenn es hoch kommt, vielleicht vier Harmonien. Und ein bisschen Rhythmus. Die Oper hat da einfach mehr zu bieten.« Geschichten, die das Leben schreibt, zum Beispiel. »Die Oper ist Psychologie! Manchmal beobachte ich im Café oder auf der Straße Szenen, die findet man genauso auch in einer Oper. Das könnte man direkt so auf die Bühne stellen.«

Seine ersten Stationen auf der Opernbühne waren Dortmund, Rostock, Kiel. Manchmal fuhr er zwischendurch nach Ostberlin. »Das fand ich spannend! Und in einer kleinen Buchhandlung im Nikolaiviertel habe ich dann immer ganz viele Musiknoten eingekauft.« Einmal ging er bei einem dieser Besuche auch in die Komische Oper Berlin. »Die Hochzeit des Figaro, in der Inszenierung von Harry Kupfer. Ich war zutiefst beeindruckt. Noch nie hatte ich so eine Textverständlichkeit in der Oper erlebt. Unglaublich!« Seit 2003 gehört er nun selber fest zum Ensemble. Und in dieser Spielzeit wird er hier sogar mit seinem Vater auf der Bühne stehen: In der Kinderoper Ali Baba und die 40 Räuber. Darauf freut er sich schon sehr. »Mein Vater ist wirklich eine Ausnahmegestalt: Mit nun 74 Jahren ist er immer noch stimmgewaltig und eine Erscheinung auf der Bühne. Nachahmenswert!«

Neulich war Carsten Sabrowski bei den Aufnahmen zum Hörbuch dieser neuen Kinderoper, Ali Baba und die vierzig Räuber von Taner Akyol, die am 28. Oktober 2012 an der Komischen Oper Berlin uraufgeführt wird. Da hat er den Räuberchor allein gesungen. 40 Personen auf einmal! (Wer’s nicht glauben will: Die CD gibt’s für 7 Euro an der Komischen Oper Berlin.) Aber psst! Das sollte wohl besser niemand dem Opernkartellamt melden ...

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»Umwerfend. Überwältigend. Überrumpelnd. Es gibt keine anderen Bezeichnungen, um die Neuproduktion der Komischen Oper in Berlin zu beschreiben.« [Die Welt]
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