Foto: Christian Marquardt
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Philip Glass

Les Enfants Terribles

A dance opera for ensemble, soloists and dancers (1996)
Libretto von Philip Glass und Susan Marshall nach dem gleichnamigen Roman von Jean Cocteau (1929)
Zuschauer und Akteure teilen sich zu später Stunde die fast leere Bühne, um in der geheimnisvollen Atmosphäre dieses außergewöhnlichen Ortes Jean Cocteaus rätselhaft-traumartige Erzählung in der Vertonung durch den berühmten amerikanischen Komponisten Philip Glass zu erleben. Mit seiner motorisch-soghaften Musik hat Philip Glass die Grenzen zwischen E- und U-Musik längst gesprengt: Seine Kompositionen erklingen in den großen Opernhäusern der Welt und sind ebenso Teil der Popkultur. Mit zahlreichen Soundtracks (u.a. The Truman Show und The Hours) ist er auch Cineasten kein Unbekannter.

Die Geschwister Paul und Elisabeth leben zurückgezogen in ihrer eigenen Welt, die durch ein vereinbartes »Spiel« immer mehr zu einer Fantasiewelt fernab der Realität wird. Ausbruchsversuche aus diesem selbstgeschaffenen Gefängnis scheitern am Widerstand des jeweils anderen. Elisabeths Verlobter Michael stirbt bei einem Autounfall, Gerards Zuneigung wird von Elisabeth zurückgewiesen. Als Paul sich in Agathe verliebt, erstickt Elisabeth durch ein Geflecht aus Lügen jeden Keim einer möglichen Beziehung. Oder sind Michael und Agathe nur Ausgeburten der Fantasie der beiden Geschwister, Teile ihres »Spiels«?

Die schöpferische Kraft der Imagination – in Les Enfants terribles besitzt sie einen geradezu zerstörerischen Charakter, unausweichlich wie die unaufhörlich weitertreibende, zu keinem Zeitpunkt stillstehende Musik für vier Sänger, einen Schauspieler und drei Klaviere von Philip Glass.
ca. 1 Stunde 30 Minuten
Paul wird auf dem Schulhof von einem Schneeball hart getroffen. Der Werfer ist ausgerechnet der Mitschüler Dargelos, von dem Paul fasziniert ist. Der Schneeball ist Auslöser dafür, dass Paul und seine Schwester Lise (Elisabeth) sich vollkommen von der Außenwelt abnabeln und in ihrem Zimmer mit Hilfe eines vereinbarten »Spiels« immer mehr in eine Fantasiewelt fernab der Realität flüchten.
Der Tod der bettlägerigen Mutter lässt die beiden Kinder vollkommen allein zurück. Ihr einziger Freund Gérard ist zugleich Spielgefährte, Publikum und Opfer ihres zunehmend zerstörerischer und verletzender werdenden »Spiels«.
Lise nimmt einen Job als Model an und lernt bei dieser Gelegenheit Agathe kennen, die Dargelos sehr ähnlich sieht und alsbald in die seltsame Welt der beiden Geschwister aufgenommen wird. Gérard liebt Lise, wagt aber nicht, seine Gefühle zu offenbaren.
Lise heiratet den reichen Amerikaner Michael, der jedoch unmittelbar nach der Hochzeit bei einem tragischen Autounfall ums Leben kommt. Lise erbt, so dass Lise, Agathe, Gérard und Paul nacheinander gemeinsam in Michaels Anwesen ziehen und sich nun dort ihre Welt einrichten.
Als Lise von Agathe erfährt, dass sie sich zu Paul hingezogen fühlt, und auch Paul seiner Schwester gesteht, dass er sich in Agathe verliebt hat, weiß Lise durch ein Geflecht aus Lügen das Zusammenkommen der beiden zu verhindern. Stattdessen gelingt es ihr, den in sie verliebten Gérard und Agathe zur Heirat zu überreden.
Auf einer seiner Reisen hat Gérard nach langer Zeit Dargelos wiedergetroffen, der ihm als Geschenk für Paul eine Kugel Gift mitgegeben hat. Paul schreibt einen Abschiedsbrief an Agathe und vergiftet sich. Im Todeskampf offenbart sich die ganze Intrige von Lise. Das »Spiel« ist aus.
Paul is hit hard by a snowball in the school yard. It was thrown by Dargelos, a fellow pupil Paul is fascinated by. The incident leads to Paul and his sister Lise (Elisabeth) completely withdrawing from the outside world. Ensconced in their room, they escape more and more into a fantasy world by means of a »game« of their own devising.The death of their bedridden mother means the two adolescents are totally left alone. Their only friend Gérard is both playmate, audience and victim of their increasingly destructive and painful »game«.
Lise takes a job as a model and through her work she gets to know Agathe, who closely resembles Dargelos and is soon admitted to the strange world the siblings inhabit. Gérard is in love with Lise but doesn’t dare to reveal his feelings.
Lise gets married to a rich American called Michael, who however is killed in a tragic car accident immediately after the wedding. Lise inherits and as a result she, Agathe, Gérard and Paul are able to move into Michael’s mansion and recreate their private universe there.
When Lise hears from Agathe that she feels attracted to Paul, and when Paul admits to his sister that he has fallen in love with Agathe, Lise prevents them from becoming a pair by spinning a web of lies. She manages to persuade Gérard, who’s still in love with her, to marry Agathe instead.
On one of his journeys Gérard meets Dargelos, who he hasn’t seen for a long time. Dargelos gives Gérard a ball of poison as a present for Paul. Paul writes a farewell note to Agathe and takes the poison. As he struggles with death, the full truth about Lise’s deception emerges. The game is up.
Dans la cour de son école, Paul est violemment touché par une boule de neige. Le coupable se trouve être Dargelos, le camarade qui exerce sur Paul une troublante fascination. Cet incident conduit Paul et sa sœur Lise (Elisabeth) à se soustraire complètement au monde extéri- eur. Enfermés dans leur chambre, ils mettent au point un «jeu» pour s’évader dans un monde imaginaire et échapper à la réalité.La mort de leur mère alitée laisse les deux enfants complètement livrés à eux-mêmes. Leur unique ami, Gérard, tient à la fois les rôles de compagnon de jeu, de public et de victime de leur «jeu» de plus en plus destructeur et blessant.
Lise travaille comme mannequin et fait la connaissance d’Agathe qui ressemble beaucoup à Dargelos et se trouve très vite ad- mise dans l’étrange univers du frère et de la sœur. Gérard aime Lise, mais n’ose déclarer ses sentiments.
Lise épouse le riche Américain Michael qui meurt tragiquement dans un accident de la route immédiatement après leur mariage. Lise héri- te des biens du défunt et s’installe avec Agathe, Gérard et Paul dans la propriété de Michael où, ensemble, ils réaménagent leur univers.
Lorsqu’Agathe confie à Lise son attirance pour Paul et que Paul avoue à sa sœur qu’il est amoureux d’Agathe, Lise ourdit une trame de mensonges pour empêcher leur rapprochement et parvient même à convaincre Gérard et Agathe de se marier.
Le temps passe et au cours de l’un de ses voyages, Gérard ren- contre Dargelos qui lui remet une boule empoisonnée à transmettre comme cadeau à Paul. Paul écrit une lettre d’adieu à Agathe et s’empoisonne. Dans son agonie, il prend conscience de toute l’intrigue tissée par Lise. Le jeu prend fin.

Stab

Musikalische Leitung
Byron Knutson
Inszenierung
Felix Seiler
Dramaturgie
Bühnenbild
Nikolaus Webern
Lichtdesign
Kostüme
Katrin Kath

Besetzung

Elisabeth
Agathe
Gérard
Erzähler / Dargelos

»Umwerfend. Überwältigend. Überrumpelnd. Es gibt keine anderen Bezeichnungen, um die Neuproduktion der Komischen Oper in Berlin zu beschreiben.« [Die Welt]
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Wir bieten spezielle Führungen für blinde und sehbehinderte Menschen an. Weitere Informationen ...
Die Komische Oper Berlin ist das führende Opernhaus im deutsch-sprachigen Raum, das sich vor und hinter den Kulissen interkulturell öffnet. In diesem Buch wird ihr bahnbrechendes Projekt »Selam Opera!« eindrucksvoll dokumentiert und reflektiert.

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