Foto: Monika Rittershaus
Foto: Monika Rittershaus
Foto: Monika Rittershaus
Foto: Monika Rittershaus
Foto: Monika Rittershaus
Foto: Monika Rittershaus
Jacques Offenbach

Les Contes d'Hoffmann

Opéra fantastique in fünf Akten [1881] | In französischer und deutscher Sprache
Libretto von Jules Barbier nach dem gleichnamigen Drama von Jules Barbier und Michel Carré. Herausgegeben von Michael Kaye und Jean-Christophe Keck. Bariton-Fassung dieser Oper rekonstruiert von Michael Kaye. Mit freundlicher Genehmigung von Schott Music.
Feb '17
Fr
So
Mi
Fr
Mär '17
Sa
So
Apr '17
Mo
Sonntag, 12. März 2017
19:00
Regisseur Barrie Kosky erzählt Offenbachs skurril-fantastische Geschichte als verstörenden Alptraum eines Künstlers, der des eigenen Ichs mehr und mehr verlustig zu gehen droht, – mit nur einer Sopranistin in allen vier Frauenrollen, aber drei Hoffmann-Darstellern. Dabei wird die Titelpartie in den ersten beiden Akten der Oper zum ersten Mal in ihrer 130-jährigen Aufführungsgeschichte so gesungen, wie der Komponist sie ursprünglich geplant hatte: von einem Bariton!

Mozarts Don Giovanni wird in Hoffmanns übersteigertem Empfinden zum Ausgangspunkt einer vom Wahnsinn getriebenen Reise durch bizarre Welten. Hoffmanns abgöttische Bewunderung für die Sängerin Stella in der Rolle der Donna Anna gebiert immer neue Frauenbilder: die Puppe Olympia, die seelenlose Kunststücke präsentiert; die Sängerin Antonia, die sich zu Tode singt; die Kurtisane Giulietta, die Hoffmanns Spiegelbild raubt. Skurrile Nachtgestalten wie Olympias Schöpfer Spalanzani oder der furchterregende Augenverkäufer Coppelius, Antonias gestrenger Vater Crespel oder der diabolische Doktor Mirakel, der überdrehte Pitichinaccio oder der zwielichtige Dapertutto lassen Hoffmanns imaginäre Reise zum albtraumartigen Horrortrip werden. Am Ende bietet selbst Mozart keine Rettung mehr. Verfolgt von den eigenen Dämonen, hat sich Hoffmann längst in seinen Fantasien und Angstträumen verloren.

Der bis heute anhaltende Erfolg von Offenbachs unter schwierigen Umständen erst posthum uraufgeführter fantastischer Oper ist nicht allein ihrer fantasievollen Handlung zu verdanken, sondern vor allem dem nicht enden wollenden Ideenreichtum der Offenbachschen Partitur. »Das Lied von Kleinzack«, die Arie der Olympia oder die berühmte Barcarole sind nur drei ihrer zahlreichen Glanznummern. Offenbach, der Kölner Jude in Paris, hat in seiner Musik Jüdisches, Deutsches und Französisches in faszinierender Weise zu etwas Neuem vermischt, das die Pariser Musikwelt so sehr geprägt hat, dass es uns heutzutage als genuin französisch erscheint.

Im Repertoire seit 2. Oktober 2015
Dauer: 3 Stunden (eine Pause)
Kostenlose Werkeinführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn
»A musically satisfying evening, Kosky’s Tales of Hoffmann was often exhilarating, occasionally exasperating, but above all, gloriously entertaining.«
»… Kosky … erfindet eine ingeniöse, überrumpelnde Collage. … Dort agiert Protagonist Hoffmann gleich dreifach, mit exzellenten Darstellern des Schwarzkomischen: als Bariton (Dominik Köninger), als Tenor (Edgaras Montvidas) und als Schauspieler (Uwe Schönbeck). … Chortableaux mit dem frisch gekürten "Opernchor des Jahres" werden zu hinreißenden Revuenummern umfunktioniert und vom Ensemble mit der an diesem Haus vertrauten Bravour hingepfeffert.«
»… Barrie Kosky … präsentiert … die amourösen Hirngespinste des frühromantischen Schriftstellers E. T. A. Hoffmann … als fragmentarisches und düster-kausalitätsfreies Gestammel eines schmierigen Promillefreaks, auf den sich jeder im Publikum selbst seinen hochprozentigen Reim machen musste. Das ist vom ersten, bannenden Bild eines sabbernden Künstlerwracks zwischen einem Friedhof der Schnapsflaschen auf schwankendem Bühnenboden bis zu einem letzten … teilweise so brillant theatralisch anzusehen wie für den Ignoranten hermetisch unerklärlich.«
»… ein wenig antisemitisch war Hoffmann, nichtsdestotrotz hat die Komische Oper mit ihm den Premierenlauf eröffnet. Blitzgescheit hat ihm Barrie Kosky eine Sprechrolle in Offenbachs »Les Contes d’Hoffmann« geschrieben, die das chaotische Fragment zu einer neuen, endlich spielbaren Oper macht.«
»Gespielt wird gewissermaßen E.T.A. Hoffmanns „Don Juan“ mit der großen Parenthese „Hoffmanns Erzählungen“. Diese Ausgangsidee ist durchaus gewitzt – und gewitzt ist auch die ganze Produktion. Katrin Lea Tag hat ein frei schwebendes, bewegliches und stimmungsvoll ausgeleuchtetes Quadrat, einen fliegenden Teppich der Hoffmann'schen Fantasien, schräg in den Raum gehängt, auf, vor und unter dem sich ein hochgradig geschickt und gefällig arrangiertes Treiben entfaltet. … Das ist hochunterhaltsame Hochglanz-Oper, wogegen nichts und wofür einiges spricht.« zum Artikel
»… ein grandioser Theaterabend, der die Obsessionen dieses Hoffmann herausstellt, wie besessen er diesen verschiedenen Frauenfiguren hinterherirrt und sich dort verirrt in seiner eigenen Phantasie …«
The inflated imagination of the poet Hoffmann turns astaging of Mozart’s Don Giovanni into the starting point of a crazed journey through bizarre worlds. Hoffmann’s obsessive admiration for the singer Stella, who plays Donna Anna, gives rise to a number of female figures: the puppet Olympia, who presents soulless feats; the singer Antonia, who sings herself to death; the courtesan Giulietta, who steals Hoffmann’s mirror image. Bizarre nocturnal creatures, such as Olympia’s creator Spalanzani or the terrifying eye salesman Coppelius, Antonia’s strict father Crespel or the diabolical Doctor Mirakel, the frantic Pitichinaccio or the dubious Dapertutto, turn Hoffmann’s imaginary journey into a nightmarish horror trip. In the end even Mozart can no longer save Hoffmann. Chased by his own demons, he has long since lost himself in his fantasies and fearful dreams.
Une représentation de Don Giovanni de Mozart est, dans l’imaginaire exalté du poète Hoffmann, le point de départ d’une folle pérégrination à travers des mondes bizarres. L’admiration idolâtrique d’Hoffmann pour la cantatrice Stella dans le rôle de Donna Anna fait sans cesse surgir de nouvelles créatures féminines: la poupée Olympia qui exhibe ses prouesses sans âme; la chanteuse Antonia qui meurt de chanter; la courtisane Giulietta qui ravit le reflet d’Hoffmann. L’errance imaginaire d’Hoffmann tournera littéralement au cauchemar, peuplée qu’elle est d’étranges individus ténébreux: Spalanzani, l’inventeur d’Olympia ou Coppélius, le terrifiant marchand d’yeux, l’inflexible père d’Antonia, Crespel, ou le diabolique docteur Miracle, le surexcité Pitichinaccio ou le louche personnage Dapertutto. Pour finir, pas même Mozart ne pourra sauver le poète. Poursuivi par ses propres démons, Hoffmann s’est depuis longtemps perdu dans ses fantasmes et ses angoisses.
Mozart’ın Don Giovanni ’sinin temsili, şair Hoffmann’ın abartmalı hayal gücüyle tuhaf dünayalardan geçen çılgın bir seyahatin çıkış noktasını oluşturuyor. Hoffmann’ın puta taparcasına hayran kaldığı şarkıcı Stella’nın
canlandırdığı Donna Anna’nın rolü sürekli yeni kadın imajları yaratmaktadır: ruhsuz sanatsal gösteriler yapan oyuncak bebek Olympia, ölümüne şarkı söyleyen şarkıcı Antonia, Hoffmann’ın aynadaki görüntüsünü çalan fahişe Guiletta. Garip gece yaratıkları örneğin Olympia’nın yaratıcısı Spalanzani gibi veya korkutucu göz
satıcısı Coppelius, Antonia’nın sert babası Crespel ve şeytansı Doktor Mirakel, abartılı Pitichinaccio yada belirsiz Dapertutto, Hoffmann’ın hayali seyahatini kabus bir korku seyatine çevirirler. Sonunda Mozart bile kurtaramaz olur. Kendi yarattığı cinler tarafından takip edilen Hoffmann hayal gücü içersinde ve korku
rüyalarında yok olup gider.

Stab

Musikalische Leitung
Inszenierung
Bühnenbild und Kostüme
Katrin Lea Tag
Dramaturgie
Licht

Besetzung

Hoffmann 1
Hoffmann 2
Hoffmann 3
Stella / Olympia / Antonia / Giulietta
La Muse / La mère d’Antonia
Lindorf/Coppélius/Le docteur Miracle/ Dapertutto
Oliver Zwarg
Andrès/Spalanzani/ Pitichinaccio
Cochenille/Crespel/Peter Schlémil

Was ist der »Oper-O-mat«? Ein Frage-und-Antwort-Tool, das Ihnen die Auswahl für einen gelungenen Opernabend erleichtern soll. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren. Und nehmen Sie unsere Auswahl ernst, aber auch nicht zu ernst ...
Regisseur Barrie Kosky erzählt Offenbachs skurril-fantastische Geschichte als verstörenden Alptraum eines Künstlers, der des eigenen Ichs mehr und mehr verlustig zu gehen droht ... Sehen Sie hier unseren Trailer!
Informationen zu allen Premieren, Wiederaufnahmen, Festivals, Konzerten und Sonderveranstaltungen ... 
Der Premiere von Aribert Reimans Oper Medea gehen 4 Backstage-Termine voran. Gespräche mit Komponist, Dirigent und Künstlern der Produktion! Alle Termine finden Sie hier ...
Wir bieten spezielle Führungen für blinde und sehbehinderte Menschen an. Weitere Informationen ...
Wo wir noch im Netz unterwegs sind:
Quasselt mit uns auf Facebook
Trällert mit uns auf Twitter
Guckt mit uns in die Röhre auf YouTube
Geht mit uns backstage auf Instagram