Foto: Jan Windszus Photography
Foto: Sebastian Hänel
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Foto: Iko Freese / drama-berlin.de

Philipp Meierhöfer

Solist - Bass
Im Ensemble der Komischen Oper Berlin seit 2012.

HEIMAT: geboren in Mittelfranken, Heimat ist Weimar.

STUDIUM: Hochschule für Musik Würzburg (bei Leandra Overmann).

CDs: Der Kobold von Siegfried Wagner (DVD und CD).

VORHERIGE ENGAGEMENTS: Landestheater Coburg, Staatstheater Hannover, Deutsches Nationaltheater Weimar.

WICHTIGE PARTIEN AN DER KOB:
Athlete (American Lulu), Bill (Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny), Masetto (Don Giovanni), Colline (La Bohème), Orlik (Mazeppa).

WICHTIGE ROLLEN ANDERSWO: Dr. Baculus (Der Wildschütz), Leporello (Don Giovanni), Figaro (Die Hochzeit des Figaro), Papageno (Die Zauberflöte), Mefistofeles (Margarete).

WICHTIGE DIRIGENTEN: Enrique Mazzola, Yakov Kreizberg, Johannes Harneit.

WICHTIGE REGISSEURE: Peter Konwitschny, Anthony Pilavachi, Karsten Wiegand.
Philipp Meierhöfer begann seine internationale Konzerttätigkeit bereits vor dem Stimmbruch und bevor seine Mutter erstmals in ihrem Leben mit einem Flugzeug verreiste. Jetzt lebt er mit seiner Familie in Weimar und erhält im Theater neuerdings Besuch von seinen kleinen Töchtern. Die sehen dann den Papa auf der Bühne und freuen sich, wenn der dort Kuchen essen darf.
Angefangen hat die Geschichte des Sängers, als er zehn Jahre alt war und unbedingt zum prestigeträchtigen Windsbacher Knabenchor wollte, genauer gesagt nach einem Konzertbesuch nahe seiner Heimatstadt, dem mittelfränkischen Ansbach. »Wenn man mich in Berlin fragt, sage ich immer: Ich bin aus Bayern. Aus Franken. Südwestlich von Nürnberg. Das ist einfacher. Ansbach kennt doch niemand!« Als Knabensopran tourte der kleine Philipp von dort durch die Welt, nach Frankreich, Ungarn, Brasilien und in die USA. »Dann ging´s bergab, stimmlich wohlgemerkt« – und als jugendlicher Bass sang er dann Bachs Matthäus-Passion in Taiwan. Der Chor war eine harte Schule: Unterricht und Proben von halb acht bis in den Abend verlangten Disziplin und Ausdauer.
»Wenn ich nicht singen würde, wäre ich Schreiner, mein Vater war Schreinermeister«, antwortet der furiose Bass heute auf die Frage, ob er sich etwas anderes als das Sängerleben vorstellen kann. »Oder Bankkaufmann, das hat mir auch viel Spaß gemacht, damals bei der Sparkasse«. Wo er nach dem Abitur eine Bank-Lehre absolvierte; Philipp Meierhöfers Weg war nicht von Haus aus vorgezeichnet, seine Mutter malt zwar gerne, aber Opern wurden nicht gehört. Doch war der sympathische Franke immer gern im Zentrum aller Aufmerksamkeit und »schon als Kind eine Rampensau« (Meierhöfer über Meierhöfer). Während der Lehre sang er in einem Männerquartett: romantische Volkslieder und Barbershop-Songs und mit diesem Programm wurden die Jungs zu einem privaten Fest des Tenors Siegfried Jerusalem. Die anwesenden Profi-Sänger rieten Philipp Meierhöfer, seine Stimme professionell ausbilden zu lassen: »Okay, ich kann‘s ja mal versuchen«, dachte er.

Während des Studiums sang er in Würzburg, war anschließend engagiert in Coburg, gab den Colline in La Bohème, erlebte völlig ausverkaufte Vorstellungen mit Otto Pichlers Inszenierung der West Side Story und begegnete in Hannover gastierend Peter Konwitschny bei dessen Inszenierung von Luigi Nonos Al gran sole carico d´amore. Die Partie des Baculus aus Albert Lortzings Der Wildschütz liegt ihm besonders am Herzen, wurde Vorzeigepartie, »verfolgt mich manchmal sogar« und führt ihn als Gast auf Bühnen im ganzen Land: »Als einer von fünf oder sechs Einspringern mit dieser Partie bekommt man samstags um zwölf einen Anruf und ist um 18 Uhr in einem fremden Theater, mit unbekannten Kollegen, das ist schon sehr spannend.« Mittlerweile bereichert der ehemalige »Underdog« die Komische Oper Berlin mit seiner fulminanten Stimme, mit seiner Energie und seinem Talent fürs Buffo-Fach: »Fragt man Gesangsstudenten: Was willst Du sein, Sarastro oder Papageno? – dann werden die zu neunzig Prozent die seriöse Figur nennen; dabei hat z.B. Leporello großartige Arien. Am Anfang wollte ich auch unbedingt seriös sein, wie der Komtur, aber man kann sich im Komischen wunderbar freispielen.« Und wohin will er sich spielen? An der Semperoper Dresden wird er 2016 als Baculus debütieren, »Baron Ochs aus dem Rosenkavalier würde ich gern machen« und vielleicht klappt es da tatsächlich mit einem Ausflug als Gast in seine fränkische Heimat. Dann muss seine Mutter nicht so weit fahren, um ihn auf der Bühne zu erleben. Schon ihr erster Flug führte sie zu einem Auftritt ihres Sohnes: zu einem Chorkonzert des jungen Philipp 1992 in Israel.

Die Zauberflöte

Zweiter geharnischter Mann
Feb '17
Di
Fr
Mai '17
So

Don Giovanni

Leporello, Masetto
Mär '17
Do
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Fr
Apr '17
Mi
Mai '17
Mo
So

Il barbiere di Siviglia

Bartolo
Jul '17
Mi
Do

Les Contes d'Hoffmann

Cochenille/Crespel/Peter Schlémil
Feb '17
Fr
So
Mi
Fr
Mär '17
Sa
So
Apr '17
Mo

Zoroastre

Oromasès/Ariman
Jun '17
So
Sa
Mi
Jul '17
Do
Sa
Fr

Don Juan – der Inbegriff des Verführers inspirierte Mozart zu einer seiner einflussreichsten Opern – frivol, witzig und tiefgründig in einem. Eine Steilvorlage für Herbert Fritsch, den Meister des theatralen Wahnwitzes, dessen hochmusikalischer Inszenierungsstil wie geschaffen ist für dieses »heitere Schauspiel« über tödliche Leidenschaften.
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Der Premiere von Aribert Reimans Oper Medea gehen 4 Backstage-Termine voran. Gespräche mit Komponist, Dirigent und Künstlern der Produktion! Alle Termine finden Sie hier ...
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»Umwerfend. Überwältigend. Überrumpelnd. Es gibt keine anderen Bezeichnungen, um die Neuproduktion der Komischen Oper in Berlin zu beschreiben.« [Die Welt]
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