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Christoph Späth

Solist - Tenor
Im Ensemble der Komischen Oper Berlin seit 2002.

HEIMAT: Berlin (Deutschland).

STUDIUM: Hochschule der Künste Berlin, Oberlin Conservatory Ohio (USA), Yale University (USA).

PREISE: »Franz Grothe Stiftung« beim VDMK Bundesgesangswettbewerb Musical, Song & Chanson 1983.

CDs: Don Curzio (Le nozze di Figaro) bei Teldec; Apotheker (Manuel Venegas von Hugo Wolff), Damian und Haushofmeister (von Victor Ernst Nessler), Franz (Faust von Louis Spohr), Felix (Die Regenbrüder von Ignaz Lachner), alle bei Capriccio.

MEISTERKURSE BEI: Dietrich Fischer-Dieskau, Elisabeth Schwarzkopf, Carlo Bergonzi, Renata Scotto.

VORHERIGE ENGAGEMENTS: Landestheater Altenburg.

WICHTIGE ROLLEN AN DER KOMISCHEN OPER BERLIN: Vaček (Die verkaufte Braut), Bob Boles (Peter Grimes), Jaquino (Fidelio, 1805 und 1814), Erster Fremder (Der Vetter aus Dingsda), Robin Hood, Pedrillo (Die Entführung aus dem Serail), Der Prinz (Die Liebe zu den drei Orangen), Jimmy Mahony (Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny), Boni (Die Czárdásfürstin), Gottesnarr (Boris Gudonov), Adam (Der Vogelhändler), Herodes (Salome), Dr. Erich Siedler (Im Weißen Rößl).

ANDERSWO: Josef (Europäische Erstaufführung der Oper Josef von Josef Tal) und Chateauneuf (Zar und Zimmermann) am Volkstheater Rostock; Rinnuccio (Gianni Schicchi, Aufzeichnung bei 3sat) und Kaufmann (Jakob Lenz von Wolfgang Rihm) an der Opéra Lyon; Mozart (Mozart und Salieri von Nikolai Rimski-Korsakow) in Trieste.

AUSFLÜGE: Braunschweig, Amsterdam, Triest, Palermo, Lyon. 1993 Debüt bei den Salzburger Festspielen unter Nikolaus Harnoncourt, 1998 bei der Münchner Musikbiennale in der Uraufführung der Oper Visions of Lear von Toshio Hokosawa.

WICHTIGE DIRIGENTEN: Nikolaus Harnoncourt, Andreas Sperring, Kirill Petrenko, Mathias Foremny, Kimbo Ishii-Eto.

WICHTIGE REGISSEURE: Calixto Bieito, Barrie Kosky, Andreas Homoki, Sebastian Baumgarten, Uwe Eric Laufenberg, Jürgen Flimm.
Er ist einer der wenigen echten Berliner im Ensemble der Komischen Oper Berlin! Christoph Späth ist in Schmargendorf als letztes von sage und schreibe sieben Kindern geboren. Im Grunde haben alle seine Geschwister dem Vater nachgeeifert: Vier sind wie der Vater Arzt geworden, eine Krankenschwester und der sechste arbeitete immerhin bei einem Pharma-Konzern. Nur die Nr. 7, Christoph, hat einen anderen Weg eingeschlagen, obwohl auch er sich sehr für die Medizin interessierte – und das immer noch tut: »Ich verschlinge Operationsdokus wie Chips«, bekennt er freimütig. »Aber ich war ständig Zeuge, wie einer meiner Geschwister pauken musste, um durchs Physikum zu kommen. Das hat mich abgeschreckt!« Schelmisch grinsend fügt Späth jedoch hinzu: »Damals wusste ich natürlich noch nicht, wie viel man auch als Sänger pauken muss!«

Ähnlich wie sein neuer (Tenor-)Kollege Tansel Akzeybek trug sich auch Christoph Späth in jungen Jahren mit dem Gedanken, Fußball-Profi zu werden und schaffte es immerhin in die Niedersachsen-Auswahl junger Spieler (der Vater war mit seiner Familie von Schmargendorf nach Bad Pyrmont gezogen). »Aber irgendwann hab ich dann die Erkenntnis gewonnen, dass die ganze Fußballszene von Typen dominiert wird, die zuhause bei ihren Frauen ganz klein sind, auf dem Platz aber den großen Mäxe markieren!«

So rückte die Musik mehr und mehr ins Blickfeld des jungen Christoph, denn im Hause Späth mangelte es nicht an musischen Einflüssen: Nicht nur dass der Großvater, ein gelernter Tischler, mit Hingabe im Männergesangsverein gesungen hatte. Der Vater hatte sich in jungen Jahren mit dem Gedanken getragen, Gesang zu studieren, hatte sogar die Aufnahmeprüfung am Konservatorium Charlottenburg erfolgreich absolviert. Aber dann kam der Krieg, der Vater kam zum Arbeitsdienst wurde als Sanitäter eingesetzt und schlug schließlich eine medizinische Laufbahn ein. Bei Christoph hingegen gewann die musische Ader mehr und mehr die Oberhand. »Weil's eine Alternative zur Facharbeit war grunzte ich zwei Jahre lang als Bass im Schulchor rum. Zum Semesterschluss musste jeder ein Lied vortragen. Und meines hat dem Musiklehrer offenbar so gefallen, dass er mir empfahl, mich bei Professor Lindenbaum an der Musikhochschule Detmold vorzustellen. Prof. Lindenbaum – was für ein Name! - hörte sich meinen Gesang an, legte die Stirn in Falten und sagte: 'Hmmm! Was soll ich sagen?! Ob sich das lohnt? … schwer zu sagen!' Was durch die Blume nichts anderes hieß als: 'Lass es lieber sein, Junge!' Also ließ ich es denn erst mal sein und machte eine Lehre zum Industriekaufmann.« Nahm aber doch weiterhin Gesangsunterricht an der Bezirksmusikschule Steglitz, um es dann einige Zeit später noch einmal an der Hochschule der Künste (heute: UdK) mit der Aufnahmeprüfung zu versuchen – als Bariton! Und wurde genommen – als Tenor!

Eine Kommilitonin machte Christoph auf den herausragenden amerikanischen Gesangsprofessor Richard Miller aufmerksam. Nach einem Sommerkurs in Frankreich war auch Christoph begeistert von dessen Lehrmethoden. Als Miller ihn einlud, am Oberlin Conservatory in Ohio weiter zu studieren, mußte Christoph nicht lange überlegen. Am Ende blieb er 3 1/2 Jahre in den Staaten, zu nächst in Ohio, später wechselte er an die Yale University in Connecticut. »Viele Lehrer in Deutschland schimpfen immer, dass die Ausbildung in den USA so verschult sei. Das stimmt auch. Aber man zeige mir einen Musikstudenten, der freiwillig die Intervall-Lehre von Berkowitz oder die Rythmikschule nach P. Hindemith paukt oder sich intensiver mit Harmonielehre oder Musikgeschichte beschäftigt. Ich muss sagen, dass ich ohne das Studium in Amerika niemals diesen Beruf hätte erlernen können. Dort habe ich das Handwerkszeug zum professionellen Opernsänger gelernt!«

In seiner Freizeit liebt er es, zu schrauben, zu hämmern und zu sägen: »Ich repariere gerne irgendwelche Dinge wie Stühle, Möbel oder Fahrräder in meiner kleinen Werkstatt im Keller meines Hauses.« Und wenn es die Zeit erlaubt, dann zieht es ihn mit seiner Frau in die Berge, am liebsten von Hütte zu Hütte. »Wenn wir irgendwo raufsteigen, dann sind wir glücklich, dann fühlen wir uns sofort wie zuhause."

Und was gehört für ihn zu den prägendsten »Gipfeltouren« in seiner Karriere als Opernsänger? - »Ganz klar: Die Entführung aus dem Serail mit Calixto Bieito«, kommt es wie aus der Pistole geschossen. »Das war die intensivste Inszenierungsarbeit, an der ich bisher teilhaben durfte. In vielerlei Hinsicht ein Glücksfall. Das Team der Sänger plus Calixto – das hat einfach so gepasst, dass wir irgendwann das Gefühl hatten zu fliegen."

Fußball spielt Christoph Späth mittlerweile nur noch in seiner Freizeit mit seiner 12-jährigen Tochter und seinem 8-jährigen Sohn. Dass der Papa jeden zweiten Abend vor über tausend Menschen auf der Bühne steht, das ist für seine Kinder nichts Besonderes, sie kennen es ja nicht anders. »Obwohl – als ich im Februar in der ganzen Stadt auf Plakaten als Robin Hood zu sehen war, da kam meine Tochter nach Hause und erzählte stolz, dass ein Mitschüler zu ihr gesagt hatte: 'Mensch, Dein Vater ist ja richtig berühmt!'«

Sich mit einem Segelflugzeug oder einem Drachen in die Lüfte zu erheben – das wäre noch so ein unverwirklichter Traum von Christoph Späth. »Aber ich finde, man muss nicht unbedingt alle Träume in die Tat umsetzen.« Recht hat er! So lange man auch auf der Bühne fliegen kann …

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