Foto: Brigitte Heinrich
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Foto: Monika Rittershaus
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Christoph Willibald Gluck

Iphigenie auf Tauris

Tragödie in vier Akten (1779)
Libretto von Nicolas-François Guillard
Deutsche Textfassung von Bettina Bartz und Werner Hintze
Uraufführung 1779 - Premiere am 22. April 2007

»Großes, unmittelbar packendes Theater!« [taz]
In neuer Besetzung und unter der Leitung von Barockspezialist Konrad Junghänel kehrt Glucks wohl kompromisslosestes Werk auf den Spielplan zurück. Iphigenie, Tochter des kriegerischen Feldherrn Agamemnon, ist dazu verdammt, alle auf der Insel Tauris eintreffenden fremden Männer zu töten. Als ihren Bruder Orest und dessen Begleiter Pylades dasselbe Schicksal treffen soll, verweigert sie zum ersten Mal den Gehorsam ...

Barrie Kosky hat Glucks Oper mit kraftvollem Zugriff in unsere unmittelbare Gegenwart versetzt und so ein Stück bestürzendes, bewegendes Musiktheater geschaffen. »Koskys Analyse des griechischen Mythos zeigt den von Kultur, Macht und Religion bestimmten Menschen in Situationen der Ausgeliefertheit und Ausweglosigkeit.« [Klassik.com]
1 Stunde 45 Minuten (ohne Pause)
Kostenlose Werkeinführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Foyer (außer bei Premieren und Sonderveranstaltungen). 
… Und zudem angetan von der korrespondierenden klanglich ausgefeilten und zugespitzten Darbietung des Orchesters der Komischen Oper, welches Paul Goodwin mit Detailfreude noch in die verschattetsten Ecken und Abgründe der Partitur hineinzulocken vermag.
Die Bühne ist leer, nur das Plätschern des Wassers ist zu hören, endlose Sekunden lang, dann erlöschen die Scheinwerfer, und einhelliger Applaus beweist, dass es der Komischen Oper gelang, mit ihren vergleichsweise bescheidenen Mitteln großes, unmittelbar packendes Theater auf die Bühne zu bringen. Besser lässt sich Walter Felsensteins Erbe wohl nicht verwalten.
Etwas über hundert Minuten spielt die pausenlose Aufführung. Sie gibt sich hochkonzentriert, durchweg erzmusikalisch. Sie tischt ohne eigensinnige Dreinrede Glucks musikdramatische Meisterschaft rückhaltlos auf. Sie entlässt die Mitwirkenden wie das Publikum keinen Augenblick aus ihrem bezwingenden Bann. Das ist heutzutage selten geworden.
... Und so kühl und präzise singen und zeichnen denn auch Geraldine McGreevy, Kevin Greenlaw, Peter Lohdal die Hauptfiguren: eine gegen ihr Schicksal ohnmächtig aufbegehrende Iphigenie im ganz unpriesterlichen Arbeitsanzug einer Schlachtereiangestellten, dazu zwei verstörte Antihelden auf der Flucht. Opfer sind sie alle, Menschenopfer, die zwar gegen das ererbte Familienunglück anstemmen, aber ihm nicht entkommen können. Nicht schön, aber wahrscheinlich wahr.
Die Komische Oper hat mit dem grausamen Schicksal der Atreiden große Erfolge verzeichnet: Erst Sebastian Baumgartens bewunderter »Orest«, und nun Barrie Koskys ebenbürtige »Iphigenie auf Tauris« - die Kraft der antiken Stoffe scheint ungebrochen, und das Haus hat einmal mehr gezeigt, was Musiktheater in Berlin bedeuten kann und sollte.
. Wenn sie, zum Opfer gezwungen, zögernd, zitternd, zärtlich das Messer in die Nähe dessen bringt, den sie liebt, ohne zu wissen, wer er ist – dann ist man ihr so nahe, wie man der Szene fern sein möchte, der Verrohung, dem Blut. Dazwischen kann man, so anstrengend das ist, als Zuschauer irgendwo für sich selbst einen Platz finden. Dies legitimiert bei allen Vorbehalten die Drastik. Dabei hilft auch die Qualität der Chöre und des Orchesters.
ist dem australischen Regisseur Barry Kosky an der Komischen Oper die wohl sehenswerteste, wahrscheinlich sogar gelungenste Produktion der laufenden Berliner Opernsaison gelungen. Koskys Analyse des griechischen Mythos’ zeigt den von Kultur, Macht und Religion bestimmten Menschen in Situationen der Ausgeliefertheit und Ausweglosigkeit.

Stab

Inszenierung
Bühnenbild
Kostüme
Alfred Mayerhofer
Dramaturgie
Werner Hintze
Licht
Franck Evin

Besetzung

Iphigenie
Pylades
Thoas
Eine Griechin / Eine Priesterin / Diana

Informationen zu allen Premieren, Wiederaufnahmen, Festivals, Konzerten und Sonderveranstaltungen ... 
Ein ganzes Wochenende wird die Vielfalt türkischer Musik gefeiert. Von anatolischer Folklore bis zu zeitgenössischen türkischen Kompositionen.
An vier Terminen bieten wir spezielle Führungen für blinde und sehbehinderte Menschen an (17.10.2015, 23.01.2016, 16.4.2016, 25. 6.2016). Weitere Informationen ...
»Umwerfend. Überwältigend. Überrumpelnd. Es gibt keine anderen Bezeichnungen, um die Neuproduktion der Komischen Oper in Berlin zu beschreiben.« [Die Welt]
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