Foto: Monika Rittershaus
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Wolfgang Amadeus Mozart

Don Giovanni

Dramma giocoso in zwei Akten (1787)
Libretto von Lorenzo da Ponte / Deutsche Fassung von Sabrina Zwach
Mär '17
Do
Fr
Fr
Apr '17
Mi
Mai '17
Mo
So
Der Inbegriff des Verführers inspirierte Mozart zu einer seiner einflussreichsten Opern – frivol, witzig und tiefgründig in einem. Eine Steilvorlage für Herbert Fritsch, den Meister des theatralen Wahnwitzes, dessen dem Slapstick huldigender, hochmusikalischer Inszenierungsstil wie geschaffen ist für dieses »heitere Schauspiel« über tödliche Leidenschaften.

Don Juan – das ist kein Name, das ist ein Bekenntnis! Das Bekenntnis zu totaler Leidenschaft, Sinnlichkeit und Begehren. Nichts kann da im Wege stehen: weder ein entrüsteter Herr Papa, der lieber sein Leben als die Ehre der Tochter verliert, noch die Warnung jener Dame, die ihre Lektion bereits erteilt bekommen hat und es doch kein Stück besser weiß; nicht die zarte Unschuld der Braut am Hochzeitstag noch die rasende Eifersucht des gehörnten Bräutigams. Alle sind sie am Schluss hinter ihm her: Don Juan – der Getriebene, der Lebenshungrige und Liebesdurstige, bei dem auch nicht mehr alles so klappt wie früher. Nicht mal richtig zum Singen kommt er auf seiner rastlosen Grand Tour d’Amour. Für sein Bekenntnis aber geht er über Leichen. Am Ende sogar über die eigene.

Kein anderes Werk Mozarts demonstriert auf so konsequente Weise die Total-Attacke auf jegliche Konvention – und das nicht nur inhaltlich, sondern auch formal. Hier purzeln die neuen Figuren, die nichts verbindet außer der ständig flüchtigen Hauptperson, nur so auf die Bühne. Gleich am Anfang gibt es das finale Messerstechen und bis zum bitter-absurden Ende geht es weiter Schlag auf Schlag und drunter und drüber. Das jedoch in überirdisch schönen Tönen. Regisseur Herbert Fritsch besinnt sich in seiner Lesart des Don Giovanni auf den archetypischen Kern des Don Juan und erweckt ihn als boshaften Harlekin zu neuem Leben – ein Verlierer, dreist, komisch zum Totlachen und unwiderstehlich zugleich, gehüllt in die lasziv-verspielte, tiefschwarze Spitze der Musik Mozarts.

Im Repertoire seit 30. November 2014
Dauer: 3 Stunden, 15 Minuten (eine Pause)
Kostenlose Werkeinführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn, Foyer
»[Don Giovanni] Günter Papendell macht das fabelhaft leichtfüßig verstolpert, ist mal leichtsinnig, mal frech, immer selbstverliebt.Wenn er unterm Fenster vor einer Angebeteten eine Glühbirne in der Seitenloge ansingt, dann wird daraus eine Luftgitarrennummer, bei der er alle Register der Rockgeschichte zieht. Die Helden dieser Fritschiade laufen mit Lust an die Wand oder sie verhaken sich körperlich und verbal.«
»Mit sinnfreiem Spaß und Slapstick-Nummern am laufenden Band feiert Regisseur Herbert Fritsch immer wieder große Publikumserfolge. Für seinen »Don Giovanni« an der Komischen Oper Berlin zog Fritsch am Sonntag wieder alle Register seiner Bühnentricks – lustvolle Wortspiele, übertriebene Gesten und sehr viel Klamauk.«
»Titelheld Günter Papendell singt einen virilen, standfest protzenden Impotenzler und macht dabei eine agil schmächtige, gute Figur. Er ist der Beste. Jens Larsen als Riesentanzbär Leporello, verulkt bisweilen auch als »Mozzarello« oder als »Pimmel von Don Camillo«, bildet einen schönen Gegensatz zu seinem Herrn...«
»Er ist DER Liebes-Schuft der Operngeschichte. In der Komischen Oper bekommt Don Giovanni jetzt die Quittung für sein Tun. Regie-Crasher Herbert Fritsch (63, „Murmel,Murmel“) heizt Mozarts schlimmstem Finger mächtig ein. Sonntagabend feierte die Inszenierung Premiere. Volksbühnen-Star Fritsch bringt das Drama als knallbunten Commedia-dell’Arte-Spaß auf die Bühne. Tollpatschig daherstolpernd und geschminkt wie ein Clown wirkt Don Giovanni (Günter Pappendell) wie eine Slapstick-Version des Batman-Joker. Die knalligen Kostüme (Victoria Behr) und das ironisch-manierierte Spiel perfektionieren den Jux.«

Stab

Musikalische Leitung
Inszenierung und Bühnenbild
Kostüme
Dramaturgie
Johanna Wall, Sabrina Zwach
Licht
Franck Evin

Besetzung

Don Giovanni
Donna Anna
Birgitte Christensen, Birgitte Christensen
Donna Elvira
Leporello
Evan Hughes, Philipp Meierhöfer
Zerlina

»Umwerfend. Überwältigend. Überrumpelnd. Es gibt keine anderen Bezeichnungen, um die Neuproduktion der Komischen Oper in Berlin zu beschreiben.« [Die Welt]
Don Juan – der Inbegriff des Verführers inspirierte Mozart zu einer seiner einflussreichsten Opern – frivol, witzig und tiefgründig in einem. Eine Steilvorlage für Herbert Fritsch, den Meister des theatralen Wahnwitzes, dessen hochmusikalischer Inszenierungsstil wie geschaffen ist für dieses »heitere Schauspiel« über tödliche Leidenschaften.
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Die Komische Oper Berlin ist das führende Opernhaus im deutsch-sprachigen Raum, das sich vor und hinter den Kulissen interkulturell öffnet. In diesem Buch wird ihr bahnbrechendes Projekt »Selam Opera!« eindrucksvoll dokumentiert und reflektiert.

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