Foto: Monika Rittershaus
Foto: Monika Rittershaus
Foto: Monika Rittershaus
Foto: Monika Rittershaus
Foto: Monika Rittershaus
Foto: Monika Rittershaus
Foto: Monika Rittershaus
Foto: Monika Rittershaus
Foto: Monika Rittershaus
Foto: Monika Rittershaus
Foto: Monika Rittershaus
Foto: Monika Rittershaus
Foto: Monika Rittershaus
Foto: Monika Rittershaus
Foto: Monika Rittershaus
Foto: Monika Rittershaus
Foto: Monika Rittershaus
Kurt Weill/Bertolt Brecht

Sieben Songs/Die sieben Todsünden

Sieben Songs von Kurt Weill
Texte von Kurt Weill, Walter Mehring, Roger Fernay, Bertolt Brecht und Ogden Nash

Die sieben Todsünden
Ballett mit Gesang von Kurt Weill
Fassung für tiefe Frauenstimme (bearbeitet von Wilhelm Brückner-Rüggeberg)
Text von Bertolt Brecht
Weills unverwechselbarer Songstil versüßt die bitterste Moral nicht nur in seinen Bühnenwerken, sondern auch in vielen seiner Songs und Chansons. In Die sieben Todsünden bringt er gemeinsam mit Bertolt Brecht die Moral des modernen Materialismus auf den Punkt: Sünden werden zu Tugenden, wo nichts mehr einen Wert hat, was keinen Geldwert hat. Dagmar Manzel in einer ihrer Paraderollen an der Komischen Oper Berlin »gurrt, fleht, lacht, schreit und verführt mit ihrer Stimme, zart und kräftig, verzweifelt und komisch, naiv und immer wissend um den Preis, der zu zahlen ist im Aufstiegskampf von unten nach oben.« [Münchner merkur]

Das »Ballett mit Gesang« Die sieben Todsünden, die letzte Zusammenarbeit des Erfolgsduos Kurt Weill und Bertolt Brecht, wurde 1933 in Paris uraufgeführt. Es schildert die Odyssee von Anna, die von ihrer Familie in die weite Welt geschickt wird, um Karriere als Tänzerin zu machen und damit Geld zu verdienen für den Bau eines neuen Häuschens. Sieben Stationen muss Anna durchwandern und ihre Haut zu Markte tragen. Dabei deutet Brecht die klassischen Todsünden wie Faulheit, Stolz, Unzucht oder Neid zu Tugenden um. Fazit: Weitherziger Anstand und engstirniges Erfolgsstreben lassen sich nur schwer unter einen Hut bringen ...
1 Stunde 15 Minuten (ohne Pause)
Kostenlose Werkeinführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Foyer (außer bei Premieren und Sonderveranstaltungen).
»Kosky lässt Dagmar Manzel auf einer schwarzen, leeren Bühne völlig alleine - und liebt sie natürlich über alles. (...) Sie singt, spielt und tanzt, dass man kaum weiß, was man mehr bewundern soll: ihre klare, kühle Stimme, ihre sprechendes Mienenspiel oder ihre dem expressionistischen Tanz der Entstehungszeit entlehnten Gesten. (...) Daß Kosky ein wirklich großer Regisseur von Opern ist, hat er hinlänglich bewiesen, und nur jemand dieses Formats kann sich ein solches Theater der Nichtregie leisten. Es wird reich belohnt.«
zum Artikel
»Keine Ostküsten-Skyline, keine verschwiemelte Kaschemme, nur der dunkle lüsterne Magen eines Haifischs. Wo Mädchen aus der Provinz eben leicht landen, wenn sie in der großen weiten Welt Geld verdienen wollen. Aus diesem Schlund ragt nun, so simpel wie spektakulär, Dagmar Manzel hervor. Und dann fängt Frank Schulte an Klavier zu spielen und Manzel an zu singen. Mit ihrer resonanzreichen, kräftig-zarten Schauspielerinnenstimme, ihrer glasklaren Deklamation. (...) Dagmar Manzel in ihrem taubenblauen, ramponierten Funkenmariechen-Outfit kann beides: Singen, flüstern, stammeln und aus voller Kehle schreiend weinen, dass es einem spätestens im »Neid«, der siebten Todsünde, kalt den Rücken herunterläuft; und tanzen, hüpfen, rennen, schwindelerregende Pirouetten drehen kann sie auch, auf kräftigen nackten Füßen und mit einer irren, regelrecht virilen Kondition. (...) Weills Partitur mit ätzend grellen Farben auszuschmücken, ist das eine; sie wirklich zum Singen zu bringen und die fast spätromantische Melancholie, den Sehnsuchtston darin zu wecken, ist das andere. Poska gelingt das hochakkurat und immer wieder unglaublich klangschön, mit einem herrlich disziplinierten Rubato-Spiel und manch lustigem Schalk in den Ohren.«
zum Artikel
»Das hat es in Berlin seit Jahren nicht gegeben: Da fällt nach langen, langem Applaus am Ende der Vorhang, und das Publikum steht auf - aber nicht um zu gehen, sondern, um weiter zu klatschen. Im Stehen. Jubelnd. (...) Der Regisseur Barrie Kosky, der aber weiß, wem der Triumph vor allem geschuldet ist, schiebt die Frau des Abends noch einmal an die Rampe: Dagmar Manzel, Schauspielerin, Sängerin, Tänzerin, alles in einer Person, alles mit höchster Kunst und Kraft. Und nachdem sie siebzig Minuten lang alles gegeben hat, gibt nun auch das Publikum alles: für „La Manzel“. (...) Die Sehnsucht nach Liebe, Freiheit, Wohlstand. Inszeniert ist das wie ein Auftritt von Juliette Gréco: Klavier auf der Bühne, Vorhang, nur die Sängerin im Lichtkreis eines Scheinwerfers. Die Metaphorik dieser Beleuchtung als „Verfolger“ oder Schlaglicht entfaltet sich über den ganzen Abend hinweg, wodurch sich der Lichtkegel personifiziert und zum eigentlichen Spielpartner der Sängerin wird. Dann geht der Vorhang auf, und das Orchester spielt auf der Bühne: Blues, Walzer, Foxtrott, von Kristiina Poska deutlich, aber ohne Grobheit, eher mit zarter Eleganz dirigiert.«
zum Artikel
»Sie singt, sie tanzt, sie schreit sich die Seele aus dem Leib: Dagmar Manzel ist für ihren Auftritt in Kurt Weills und Bertolt Brechts »Die sieben Todsünden« in Berlin bejubelt worden. Bei der Premiere in der Komischen Oper am Sonntagabend erntete die Schauspielerin minutenlangen Applaus. Nach ihrem Erfolg an dem Haus mit der Operette »Im Weißen Rößl« erwies sich Manzel in einer Doppelrolle erneut als hinreißende Darstellerin. Anderthalb Stunden spielte sie alleine auf der Bühne die Geschichte der jungen Anna und ihrer Schwester auf der Suche nach dem Glück in Amerikas Städten. (...) Unter der Regie des designierten Intendanten der Komischen Oper, Barrie Kosky, durchläuft Manzel die sieben Sünden-Stationen. Das Orchester (Leitung: Kristiina Poska) spielt im Hintergrund auf der Bühne, Annas Familie begleitet sie von der Seite – die Bühne gehört allein Dagmar Manzel.«
zum Artikel
Anna begibt sich auf Erinnerungsreise.

Als junges Mädchen wird Anna von ihrer Familie in die großen Städte geschickt, um als Tänzerin Geld zu verdienen. Denn die Familie, Vater, Mutter und zwei Brüder, will in Luisiana, »wo die Wasser des Mississippi unterm Monde fließen«, ein kleines Haus bauen. Auf ihrem Weg von Memphis bis nach San Francisco muss Anna sieben Stationen durchwandern und ihre Haut zu Markte tragen; denn ein Mädchen muss seine Blöße zeigen, wenn die Leute dafür bezahlen. Dabei warnt sie die Familie immer wieder, keine der Todsünden wie Faulheit, Habsucht oder Neid zu begehen. Auch darf sie über Willkür nicht in Zorn geraten, denn Stolz ist in ungerechten Verhältnissen nur reichen Menschen vorbehalten. So etwas wie Liebe kann sich Anna nicht leisten. Nach sieben Jahren hat sie es geschafft: Das Häuschen ist fertig, Anna kehrt zu ihrer Familie zurück.

Stab

Musikalische Leitung
Inszenierung
Choreographie
Otto Pichler
Ausstattung
Dramaturgie
Bettina Auer

Besetzung

Mutter
Tim Dietrich
Vater
Bruder 1
Bruder 2
Bühnenklavier
Frank Schulte

»Umwerfend. Überwältigend. Überrumpelnd. Es gibt keine anderen Bezeichnungen, um die Neuproduktion der Komischen Oper in Berlin zu beschreiben.« [Die Welt]
Informationen zu allen Premieren, Wiederaufnahmen, Festivals, Konzerten und Sonderveranstaltungen ... 
Don Juan – der Inbegriff des Verführers inspirierte Mozart zu einer seiner einflussreichsten Opern – frivol, witzig und tiefgründig in einem. Eine Steilvorlage für Herbert Fritsch, den Meister des theatralen Wahnwitzes, dessen hochmusikalischer Inszenierungsstil wie geschaffen ist für dieses »heitere Schauspiel« über tödliche Leidenschaften.
Wir bieten spezielle Führungen für blinde und sehbehinderte Menschen an. Weitere Informationen ...
Die Komische Oper Berlin ist das führende Opernhaus im deutsch-sprachigen Raum, das sich vor und hinter den Kulissen interkulturell öffnet. In diesem Buch wird ihr bahnbrechendes Projekt »Selam Opera!« eindrucksvoll dokumentiert und reflektiert.

Wo wir noch im Netz unterwegs sind:
Quasselt mit uns auf Facebook
Trällert mit uns auf Twitter
Pixelt mit uns auf flickr
Chillt mit uns auf google +
Zeigt uns was ihr liebt auf Pinterest
Guckt mit uns in die Röhre auf YouTube
Geht mit uns backstage auf Instagram
Loopt mit uns auf Vine