Foto: Monika Rittershaus
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Bernd Alois Zimmermann

Die Soldaten

Oper in vier Akten (1965)
Libretto vom Komponisten, nach der Komödie Die Soldaten (1775) von Jakob Michael Reinhold Lenz  
Eine Koproduktion mit dem Opernhaus Zürich
Die einzige Oper des visionären Tonkünstlers Bernd Alois Zimmermann ist eine Ikone des zeitgenössischen Musiktheaters, die alle Grenzen des Genres zu sprengen scheint. Die Soldaten galt aufgrund ihrer spieltechnischen Anforderungen lange Zeit als nicht aufführbar. Nun ist Zimmermanns pazifistischer Appell auch in Berlin zu erleben – in einer Neuinszenierung des spanischen Regisseurs Calixto Bieito.

Verortet im zeitlosen »gestern, heute und morgen« erzählt Zimmermann die Geschichte von Marie – einer jungen Frau aus einfachen Verhältnissen, die zum Spielball ihrer chauvinistischen Umgebung wird. Liiert ist Marie mit dem Tuchhändler Stolzius, doch als der wohlhabende Offizier Baron Desportes um sie buhlt, erhört sie dessen Werben in der Hoffnung auf sozialen Aufstieg. Desportes lässt Marie schließlich fallen und gibt sie damit zum Abschuss frei: Als »Hure« wird sie von Soldaten vergewaltigt und endet als gebrochene Frau am Abgrund.

Jakob Michael Reinhold Lenz’ »Komödie« wird bei Zimmermann zum apokalyptischen Trauerspiel. In seiner Oper wird eine Welt porträtiert, in der der Geist des Militärischen bis ins Private hineinreicht und Beziehungen verunmenschlicht und verroht. Ein bewegendes Zeitdokument der Nachkriegsjahre, das nichts von seiner Dringlichkeit eingebüßt hat.
2 Stunden 25 Minuten
Kostenlose Werkeinführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Foyer (außer bei Premieren und Sonderveranstaltungen).
»Ein Höhepunkt der Saison. [...] Gut gemacht, Calixto!«
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»Skandalregisseur Calixto Bieito hat die Oper Die Soldaten inszeniert. Aber der Skandal bleibt aus. Er wird am Ende ebenso bejubelt wie das Orchester und die Sänger. […] Es ist eine große, bedrückende Produktion geworden. Und es ist eine der gewagtesten, besten in dieser Berliner Opernsaison.«
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»Die Aufführung ist in jeder Hinsicht großartig! […] Enorm präsent ist die Musik […], Dirigent Gabriel Feltz entfesselt eine bedrohliche Aggressivität, präsentiert aber auch die sensiblen Passagen mit ihren einsamen Geigenlinien und Schlagzeugakzenten als differenzierte musikalische Charaktere. [...] Diese Produktion der Komischen Oper Berlin ist – wieder einmal – ein Pflichttermin.«
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»Was für ein Ensemble! Was für ein Hausensemble! Denn mit nur wenigen Gästen schafft die Komische Oper Berlin das Unfassbare: die horrend schweren Partien zwischen Sprechstimme und extremen Tonsprüngen ganz selbstverständlich klingen zu lassen. Was müssen zum Beispiel Tom Erik Lie oder Günter Papendell in einer Spielzeit nicht alles singen, vom Barock, über Mozart, Operette bis zu Neuer Musik. Diese stilistische Vielfalt gibt ihnen Sicherheit. Überragend Susanne Elmark als Marie, die die vielen Facetten des Lebens auf dem Weg nach unten hörbar macht. [...] Fazit: Krönender Abschluss einer überzeugenden Spielzeit an der Komischen Oper Berlin. Es lohnt, sich auf ungewohnte, aggressive Klänge einzulassen, wenn sie so engagiert und kompetent vorgetragen werden. Diesen Klassiker des 20. Jahrhunderts muss man live erleben!«
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ERSTER AKT
Um ein Wiedersehen mit ihrem Verehrer Stolzius, einem Tuchhändler, herbeizuführen, verfasst Marie einen Brief an dessen Mutter, die ihren liebeskranken Sohn mit dem Schreiben sogleich aufzumuntern vermag. Auch der Offizier und Baron Desportes umwirbt Marie. Ihr Vater, Wesener, warnt sie jedoch davor, durch leichtsinnigen Umgang mit den Militärs ihren Ruf aufs Spiel zu setzen. Für die Soldaten bleibt »eine Hure immer eine Hure«. Trotzdem findet Wesener Gefallen an der Vorstellung, seine Tochter einmal als »gnädige Frau« zu sehen. In der Hoffnung auf sozialen Aufstieg beschließt Marie, Stolzius hinzuhalten, um ihr Glück mit Desportes zu versuchen.

ZWEITER AKT
Die Soldaten quälen Stolzius genüsslich mit Andeutungen, dass seine »Braut« Marie sich auf Desportes eingelassen habe. Mit einem Brief stellt Stolzius Marie daraufhin zur Rede, die in ihrer Verzweiflung über sein Schreiben von Desportes getröstet und später verführt wird. Während Maries Großmutter ihr ein grausames Schicksal prophezeit, verteidigt Stolzius Marie gegenüber seiner Mutter, die vergeblich versucht, ihren Sohn davon zu überzeugen, dass die »Soldatenhure« seiner nicht wert sei.

DRITTER AKT
Nach kurzer Zeit hat Desportes sein Verhältnis mit Marie beendet. Um sich an Desportes zu rächen und Marie näher sein zu können, tritt Stolzius in den Dienst von Hauptmann Mary, Kamerad Desportes’ und neuer Gefährte Maries. Längst schon buhlt jedoch ein weiterer Verehrer um Marie: der junge Graf. Dessen Mutter, die Gräfin de la Roche, bringt ihren Sohn dazu, von Marie abzulassen, bietet dieser jedoch an, sie unter ihre Fittiche zu nehmen, um sie vor den Nachstellungen der Offiziere zu schützen. 

VIERTER AKT
Um sich der aus dem Hause der Gräfin geflüchteten Marie endgültig zu entledigen, beauftragt Desportes seinen Jäger, sie abzufangen und zu vergewaltigen. Erniedrigt irrt Marie umher, während Desportes vor Hauptmann Mary prahlt, gleichgültig gegenüber ihrem Schicksal zu sein. Der anwesende Stolzius vergiftet erst Desportes und tötet dann sich selbst.
Marie bettelt auf der Straße um Almosen und begegnet dabei ihrem Vater. Der Vater erkennt sie nicht.
L’Intrigue - Les Soldats 

ACTE I
Dans l’espoir de revoir le drapier Stolzius, son prétendant, Marie adresse à la mère de celui-ci une lettre susceptible de rendre sa bonne humeur au jeune homme qui selanguit d’amour. Mais Marie est aussi courtisée par le Baron et officier Desportes. Lorsqu’il l’apprend, Wesener, le père de Marie, met sa fille en garde contre le risque de ruiner sa réputation en fréquentant inconsidérément les soldats. Pour eux, « une putain reste pour toujours une putain ». Wesener éprouve cependant un certain plaisir à l’idée de voir un jour sa fille en «Dame ». Dans l’espoir d’une promotion sociale, Marie décide de laisser mijoter Stolzius et de tenter sa chance avec Desportes.

ACTE II
Les soldats s’amusent à tourmenter Stolzius en laissant entendre que sa « fiancée » Marie s’est liée à Desportes. Stolzius écrit à Marie pour lui demander des explications. Celle-ci se laisse consoler du désespoir que lui cause cette lettre par Desportes, qui parvient même à la séduire. Alors que Marie s’entend prédire un cruel destin par sa grand-mère, Stolzius défend sa bien-aimée devant sa propre mère qui tente vainement de le convaincre du discrédit de la misérable « putain à soldats ».

ACTE III
Desportes ne tarde pas à rompre avec Marie. Pour se venger de lui et se rapprocher de Marie, Stolzius accepte de devenir l’ordonnance du capitaine de Mary, camarade de Desportes et nouvelle liaison de Marie. Mais un autre soupirant cherche déjà à gagner les faveurs de la jeune femme : un jeune comte que sa mère, la comtesse de la Roche, parvient à détourner de Marie, tout en offrant à celle-ci de devenir sa dame de compagnie pour la protéger des avances des officiers. 

ACTE IV
Pour se débarrasser définitivement de Marie qui s’est enfuie de chez la comtesse, Desportes commande à son ordonnance de la recueillir et de la violer. Outragée et bafouée, Marie erre éperdue, cependant que Desportes se vante devant le capitaine de Mary de n’éprouver qu’indifférence pour cette destinée. Stolzius, qui assiste à la scène, empoisonne Desportes avant de se suicider.
Marie, devenue mendiante, se retrouve face à face à son père et lui demande l’aumône. Le père ne reconnaît pas sa propre fille. 
KONU - Askerler 

Birinci Perde
Marie hayranı kumaşçı Stolzius ile yeniden görüşebilmek için onun annesine bir mektup yazar. Annesi gönül acısı çeken oğlunu bu mektupla neşelendirmeyi başarır. Subay ve baron Desportes’te Marie’ye kur yapar fakat babası Wesener Marie’yi adını askerlerle kötüye çıkarmaması için ikaz eder. Askerler için »bir fahişe daima fahişe kalır«. Wesener öte yandan kızını bir gün bir »hanımefendi« olarak görebilme düşüncesinden hoşlanır. Marie sosyal konumunu yükseltme ümidi ile Stolzius’u bekletip şansını Desportes ile denemeye karar verir.

İkinci Perde
Askerler Stolzius ile zevkle alay eder. Müstakbel eşinin Desportes ile bir münasebeti varmış. Stolzius bunun üzerine Marie’yi bir mektupta sorguya çeker. Mektubu aldığında çaresizliğe kapılan Marie Desportes’ten teselli ararken baştan çıkarılır. Marie’nin anneannesi torunu için korkunç bir kader öngörürken Stolzius Marie’yi annesine karşı müdafaa eder. Stolzius’un annesi ise bir »asker fahişesinin« oğluna laik olmadığını düşünür ve onu ikna etmeye çalışır. 

Üçüncü Perde
Desportes Marie ile ilişkisini kısa bir süre sonra bitirir. Stolzius Desportes’ten intikam almak ve Marie’ye yakın olabilmek için Desportes’in arkadaşı ve Marie’nin yeni dostu yüzbaşı Mary’nin yanında görev alır. Oysa ki Marie’nin peşinde olan yeni bir rakip var: genç kont. Fakat kontun annesi oğlunu Marie’nin peşine takılmaktan vazgeçirir ve Marie’yi subaylardan korumak için kanatları altına almayı teklif eder.

Dördüncü Perde
Desportes kont hanımın evinden kaçan Marie’den kurtulmak için bir avcıyı onu yakalayıp tecavüz etmesi için görevlendirir. Gururu kırılan Marie saşkınca ortalıkta dolaşır. Desportes ise yüzbaşı Mary’nin karşısında Marie’nin kaderini önemsememekle övünür. Yanlarında bulunan Stolzius önce Desportes’i ve sonra da kendisini zehirler.
Marie sokakta dilencilik yaparken babası ile karşılaşır. Babası kızını tanımaz.
WENN ICH EIN VÖGLEIN WÄR...
Regisseur Calixto Bieito über Wölfe, junge Küken und die Apokalypse

Bernd Alois Zimmermann verortet seine einzige Oper im »gestern, heute und morgen«. Was enthebt Die Soldaten einer spezifischen Zeitlichkeit?
CALIXTO BIEITO Die Tatsache, dass Menschen nie aufhören werden, einander großes Leid zuzufügen. Die Soldaten ist eine Oper, in der die ganze Brutalität, die Zerstörung und die Kriege des 20. Jahrhunderts widerhallen. Unsere Lebensumstände hier in Europa mögen uns heute anders erscheinen – doch die grundlegenden Themen von Die Soldaten ändern sich nie. 

Sie hegten schon lange den Wunsch, Die Soldaten zu inszenieren. Wie begann Ihre Leidenschaft für dieses Werk?
CALIXTO BIEITO Mit Jakob Lenz! Ich war als Jugendlicher ein geradezu fanatischer Leser seiner Texte und habe mich intensiv mit ihm und seinem Werk auseinander gesetzt. Wahrscheinlich war der damalige Auslöser meiner Begeisterung für Lenz die Erzählung, die Georg Büchner über ihn verfasst hat. Ich war fasziniert von der Lenz’schen Verrücktheit und seiner Einsamkeit. Er war mir viel näher und lieber als sein Zeitgenosse Goethe …

Zwei Antipoden der Deutschen Romantik, die unterschiedlicher kaum sein könnten …
CALIXTO BIEITO ... aber Teil der selben Medaille sind. Lenz war immer der »underdog«. Bei ihm findet sich etwas Irrationales, das mit dem Unterbewussten zusammenhängt – der Verrücktheit im eigenen Kopf. Sein Schauspiel Die Soldaten istallerdings etwas anders als die Oper, die Bernd Alois Zimmermann darauf komponiert. Lenz lässt in seiner Komödie zwar auch die Mechanismen von Gewalt und den Missbrauch von Macht anklingen, aber letzten Endes ist es ein moralisches und moralisierendes Stück. Zimmermanns Intention ist eine andere. Als er den Stoff in die Hände bekam, entschloss er sich, daraus einen Aufschrei zu machen gegen die Brutalität des Krieges und den Missbrauch zwischen Menschen. Ähnlich wie das, was Alban Berg zuvor mit Georg Büchners Woyzeck getan hatte ...

Besteht zwischen Bergs Wozzeck und Zimmermanns Die Soldaten eine Geistesverwandschaft?
CALIXTO BIEITO Beide Werke sind einander in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich. Natürlich gibt es große Unterschiede in der musikalischen Landschaft – Zimmermann komponierte später, und das hört man. Aber die Intensität ist dieselbe. Und: beide Opern sind dramaturgisch perfekt gebaut! An Zimmermanns Musik verblüfft mich immer wieder, dass sie alles umschließt – von Kirche bis Kino. Mal ist er sehr lyrisch und zitiert Bach, mal erscheint seine Musik wie ein Konzentrationslager oder ein Schlachtfeld, bis hin zur völligen Selbstdestruktion der Musik. Die ganze Welt ist in Zimmermanns Musik enthalten. Gleichzeitig ist sie eine Art Abgesang auf all das, was vorher gewesen ist – ein Requiem, bei dem die Hoffnung zu Grabe getragen wird. Denn Hoffnung gibt es in Die Soldaten nicht.

Selbst nicht in den Momenten, in denen musikalische Zitate von Johann Sebastian Bach wie Lichtstrahlen durch die Partitur durchscheinen?
CALIXTO BIEITO Wenn Zimmermann Bach zitiert, öffnet sich ein Fenster. Und ich glaube fest daran, dass Tage besser sind, wenn man den Morgen mit Bach beginnt. Aber das konnte einen Künstler wie Zimmermann nicht retten: Seine Verzweiflung hat ihn wenige Jahre nach Die Soldaten in den Freitod getrieben. Hinterlassen hat er uns mit diesem Werk ein fantastisches, brutales Poem: ein Poem über die Dunkelheit. 

Worin besteht die Poesie der Brutalität?
CALIXTO BIEITO In ihrer Authentizität und ihrer Wahrhaftigkeit – in der Purheit der Figuren. Nichts an ihnen ist verstellt oder verkünstelt. Deswegen habe ich mich auch dazu entschlossen, in meiner Inszenierung von Die Soldaten nicht viel »Dekoration« zu verwenden. In der Musik ist schon alles gesagt. Ich wollte die Situation eines close-ups: eine Art Zoom auf das, was in der Musik stattfindet und was die Charaktere von sich geben. 

Der Inszenierung verleiht dies einen geradezu filmischen Realismus, der allerdings immer wieder gebrochen wird ...
CALIXTO BIEITO ... weil das Stück eine traumartige Komponente hat. Es ist eine Kombination von Erträumtem, Albtraumhaftem,Tagträumen und Wirklichkeit – von ganz unterschiedlichen Ebenen also. Mal ist es ein Albtraum für Marie, mal ist es gleichzeitig unser eigener Albtraum. Auch die Filmebene spielt dabei eine Rolle. Zimmermann hatte von Anfang an die Integration von Videos in seiner Oper geplant, wie bei einer Installation. In meinem Kopf entstand sehr bald der Gedanke von der Installation eines Hauptquartiers auf der Bühne – eines riesigen Lagers, von dem aus alle Zerstörung vonstatten geht. Von Shakespeare stammt der Satz, dass die ganze Welt eine Bühne sei. Vielleicht wollte Zimmermann uns mit seinen Soldaten sagen, dass die ganze Welt ein solches Lager ist.

Welche Macht regiert in diesem Lager?
CALIXTO BIEITO Die zerstörerische Kraft des Bösen, die in allen Menschen steckt und die uns immer wieder in Erinnerung ruft, wie dünn die Schicht zwischen der Zivilisation und den animalischen Trieben in uns ist. Das angeblich so fortschrittliche 20. Jahrhundert war das blutigste Jahrhundert der Weltgeschichte. Und es gab und gibt Menschen, die von Katastrophen profitieren. Der 1. Weltkrieg etwa war der Beginn der Fotoindustrie. Opfer wurden fotografiert und ausgestellt, die Hersteller von Kameras haben riesige Geschäfte gemacht. Heute gibt es prestigeträchtige Ausstellungen von Fotos wie diesen. Ich möchte hier nicht den moralischen Zeigefinger schwingen, sondern sage nur, dass wir Menschen so sind. Wir tragen das Gute wie das Böse in uns.

In Kriegen gerät diese Balance gesellschaftlich aus den Fugen. Ingeborg Bachmann schrieb jedoch, dass es der Friede sei, in dem der wahre Krieg herrsche – in unseren persönlichen Beziehungen und dem alltäglichen Umgang miteinander ...
CALIXTO BIEITO ... und auch in Die Soldaten findet ja keine Kriegshandlung im eigentlichen Sinne statt. Für viele Menschen ist der Alltag der Kampf. Ich habe bei Die Soldaten immer an eine kleineCommunity gedacht, eine Dorfgemeinschaft: Alle wollen Marie bestrafen, weil sie frei sein möchte wie ein Vogel. Marie will fliegen! Und die Gemeinschaft duldet dies nicht und bringt sie um. Bei Lenz ist Marie bisweilen recht ambivalent gezeichnet, bei Zimmermann nicht wirklich. Er lässt uns Mitleid an ihrem Untergang haben. Die Gemeinschaft, in der Marie lebt, ist krank. Es ist eine Gemeinschaft, die versucht, Liebe zu zerstören. Darum sind alle Figuren –Männer wie Frauen – Militaristen. 

Und die Moral von der Geschicht?
CALIXTO BIEITO Die gibt es nicht. Wir Menschen sind wie ein Rudel Wölfe und essen uns gegenseitig auf. Als Kind habe ich ein Erlebnis gehabt, das mich seitdem verfolgt: Ich habe beobachtet, wie ein anderer Junge meines Alters lebende Küken getötet hat, indem er sie gegen einen Baum schlug. Dieses Bild ist bei der Beschäftigung mit Die Soldaten in meiner Erinnerung oft wieder aufgetaucht. Der Instinkt der Zerstörung und Selbst-Zerstörung ist vom Beginn unseres Lebens an da. Und das drückt die Musik auf hypnotisierende Weise aus, getrieben von der Angst vor dem Tod und Zimmermanns Angst vor der Atombombe. Ich bin zwar hart im Nehmen, aber dieses Werk ist nicht leicht zu schlucken. Am Ende eines Probentages mit Die Soldaten ist mein Kopf voll, nichts geht mehr. Am Tag nach unserer Soldaten-Premiere in Zürich etwa flog ich nach London zur dortigen Premiere meiner Inszenierung von Beethovens Fidelio. Und ich konnte Beethovens Musik an diesem Abend kaum ertragen ...

Der Musikautor Ulrich Schreiber mutmaßte einst, dass Zimmermann mit Die Soldaten Beethovens Fidelio zurücknehmen wollte – in ähnlicher Weise, wie der fiktive Komponist Adrian Leverkühn in Thomas Manns Doktor Faustus Beethovens 9. Sinfonie zurücknehmen wollte ...
CALIXTO BIEITO ... und damit das Märchen, dass alle Menschen Brüder werden bzw. eine Frau uns erlösen wird. Zimmermann ist da unerbittlich und wahrhaftig, und damit ist er mir sehr nah. Ich hasse Gewalt aus vollem Herzen. Auch Aggressionen sind etwas, mit dem ich schwer umgehen kann. Aber sie sind aus unserer Welt nicht wegzudenken und sind Teil von uns. Als ich 20 Jahre alt war, bin ich anderthalb Jahre durch Amerika gereist. Das war in meinem Leben die allerwichtigste Lernerfahrung. Ich sah die schönsten Dinge, die man sich auf der Welt vorstellen kann. Und ich sah die furchtbarsten Dinge. Beides in einem Land vereint. Wo viel Licht ist, ist viel Schatten. Das ist ein physikalisches Gesetz ...

Und doch gemahnt uns ein so düsteres Panorama, wie es Die Soldaten zeichnet, durch das Gewahrwerden derartiger Schattenseiten die Lehren aus ihnen zu ziehen – ähnlich wie bei Brechts Mutter Courage, die zwar aus den Schrecken des Krieges nicht lernt, dadurch aber den Zuschauer aktiviert ...
CALIXTO BIEITO Vielleicht. Ich hatte den Glauben daran aufgegeben, dass das Theater Menschen verändern kann. Aber vielleicht ist es tatsächlich ein Stück weit möglich. Oper wäre dafür jedenfalls geeignet. Die Oper ist die Kunstform der Zukunft, weil sich Oper im Kopf und im Herzen festsetzt. Im Sprechtheater versucht man heute, musikalisch zu sein, um das zu erreichen. Aber bei Texten ist es schwieriger, weil sie einen eher auf intellektuelle Weise ansprechen. Oper geht unmittelbar in den Bauch. Natürlich gibt es auch in der Oper verschiedene Hürden und Zwänge, etwa das Zeitkorsett, das eine musikalische Partitur darstellt. Deswegen genieße ich, ab und zu auch Schauspiel zu machen. Aber Musik ist in meinem Leben sehr wichtig. Sie gibt mir positive Kraft. Musik ist für mich die Hoffnung.

Das Gespräch führte Pavel B. Jiracek (Dramaturg).
SEID WENIGER ROMANTISCH!
Dirigent Gabriel Feltz über das Gurrelieder- Phänomen, die musikalische Champions League und guten Kaffee

Aufgrund ihrer musikalischen Komplexität galten Die Soldaten lange als nicht aufführbar. Was ist dran am Mythos der Unspielbarkeit?
GABRIEL FELTZ Sicherlich steckt in diesem Mythos ein Fünkchen Wahrheit. Die spieltechnischen Anforderungen, die dieses Werk an alle Beteiligten stellt, sind enorm. Es erfordert eine ungeheure Konzentration, der komplizierten Notation – insbesondere dem Verlauf der Taktwechsel – zu folgen. Hinzu kommt, dass Zimmermann hochvirtuose Passagen für die Orchestermusiker komponiert hat, etwa für die Trompeten, Posaunen und Hörner. Selbst für die Kontrabässe gibt es höllisch schwere Stellen, die größte Brillanz verlangen. Das heißt, ein Orchester ist bis Oberkante gefordert. Aber heutzutage sind wir sicher wesentlich erfahrener und flexibler im Umgang mit solcher Musik als noch zur Zeit der Uraufführung der Soldaten im Jahre 1965; denn die Ausbildung an den Hochschulen hat sich seitdem verändert, das Repertoire in den Konzertsälen ist vielfältiger geworden. Heute kann ein Orchester beispielsweise Strawinskys Le Sacre du printemps nach zwei Proben aufführen. 1970 hat man dafür noch eine ganze
Woche voller Proben gebraucht. Deshalb ist es heute vielleicht etwas leichter geworden, Die Soldaten auf die Bühne zu bringen. Aber das Stück bleibt exorbitant schwer, und in meiner Laufbahn als Dirigent ist es mit Abstand die schwierigste Partitur, die mir untergekommen ist – und ich bin jetzt 23 Jahre am Pult!

Was ist die besondere Herausforderung, die die Partitur von Soldaten an einen Dirigenten stellt?
GABRIEL FELTZ Es ist die Fülle an Informationen. Um die literarische Vorlage von Jakob Lenz noch weiter zu komprimieren, hat Zimmermann ja einige Szenen des Schauspiels zusammengefügt, so dass sie parallel stattfinden. Diese Simultanität findet auch auf musikalischer Ebene statt. Zimmermann schichtet so viel aufeinander, dass es eines sehr genauen Partiturstudiums bedarf, um nachvollziehen zu können, wie die einzelnen musikalischen Stränge miteinander zusammenhängen.

Wie sah dieses Partiturstudium aus? Wie haben Sie sich auf Die Soldaten vorbereitet?
GABRIEL FELTZ Ich wusste ja, dass die Partitur eine besondere Herausforderung darstellt und habe schon vor mehreren Monaten damit begonnen, mir jeden Tag mindestens eine Stunde Zeit ausschließlich für das Studium der Soldaten freizuschaufeln, neben meinen Aufgaben als Generalmusikdirektor in Dortmund und vielen weiteren Dirigierverpflichtungen. Das war meist irgendwann zwischen 15 und 18 Uhr, immer am heimischen Schreibtisch. Denn die Partitur ist ja rein physisch schon ein 10 Kilo schwerer Brocken, und sie hin- und herzuschleppen, wäre sehr mühsam gewesen. Und so empfing mich dieser Koloss jeden Tag in meinem Arbeitszimmer und wartete darauf, studiert zu werden. Anfangs ist mir das Arbeiten an der Partitur sehr schwer gefallen und immer, wenn ich wählen konnte zwischen den Soldaten und der Vorbereitung auf ein anderes Werk, etwa Mahlers 9. Sinfonie, dann habe ich das andere Werk vorgezogen und mir gesagt: Ich arbeite jetzt zwei Stunden an dem Mahler und nur eine ganz knappe Stunde an dem Zimmermann … Und diese knappe Stunde habe ich mir dann jeweils noch mit einer sehr guten Tasse Kaffee versüßen müssen. Aber irgendwann hat sich mein Gefühl gedreht und das Eis war gebrochen.

Gab es einen konkreten Anlass?
GABRIEL FELTZ Es kam der Moment, wo sich das Stück in meinem Kopf zusammenfügte. Da gelang es mir endlich, Passagen zusammenhängend zu dirigieren, ohne mich zu irren – ganz trocken, nur für mich allein. Ich mache das immer so mit komplizierten Partituren: Ich übe das Dirigieren muskulär, weil schließlich auch der Körper die Musik erlernen muss. Ein Werk muss ja bei uns Dirigenten nicht nur im Kopf, sondern auch in den Armen ankommen. Plötzlich begann ich zu fühlen, wie das Metrum des Stückes pulsiert, welche Bedeutung etwa ein bestimmter Triangelschlag auf der dritten Sechzehntel hat und dergleichen. Und irgendwann hat dieses Metrum angefangen, auch in mir zu schlagen. Aber es war ein anstrengender Weg dorthin. Nun allerdings bin ich derart entflammt für dieses Werk, dass ich mein Letztes dafür geben würde. Und es fordert einen ja tatsächlich mit Haut und Haar. Während der Einstudierung haben wir teilweise sechs oder sieben Stunden täglich musikalisch geprobt und am Ende eines Tages war der Kopf voll – und das Herz auch.

Sind Die Soldaten das erste Werk von Bernd Alois Zimmermann, das Sie dirigieren?
GABRIEL FELTZ Ja, wenngleich Zimmermann in meinem Leben schon sehr lange herumgeistert. Meine erste Begegnung mit seiner Musik fand über einen Umweg statt: Ich dirigierte als 19-Jähriger Die weiße Rose von Udo Zimmermann im Apollo-Saal der Berliner Staatsoper – mein Debüt als Dirigent. Zur selben Zeit besuchte ich eine Orchesterprobe der Berliner Philharmoniker und kam im Anschluss mit Simon Rattle ins Gespräch, dem ich erzählte, dass ich Zimmermann dirigierte. Er fragte mich sogleich, ob es Bernd Alois Zimmermann sei, und als ich verneinte, sagte er nur: »I love Bernd Alois Zimmermann!« Das war für mich komischerweise der erste Hinweis, dass es noch einen anderen Zimmermann gab, was ich mit 19 Jahren eben noch nicht wusste. Heute sind Die Soldaten als ein Schlüsselwerk unumstritten, und ich finde es bezeichnend, dass das Werk eine derartige Reprise erlebt – jüngst etwa in Salzburg, Zürich, München und nun in Berlin. Das ist erstaunlich, wenn man bedenkt, dass das Werk früher vergleichsweise selten aufgeführt wurde. Es trifft einen Nerv unserer Zeit und hat sich selbst wieder auf den Plan gerufen – genau 100 Jahre nach der Ur-Katastrophe des 20. Jahrhunderts, dem Beginn des 1. Weltkrieges 1914.

Die musikalische Textur von Zimmermann ist durchtränkt mit Zitaten, etwa aus Bachs Matthäus-Passion. Wie ist diese musikhistorische Rückkopplung zu verstehen?
GABRIEL FELTZ Etwa um 1910 waren Komponisten an den Punkt gekommen: Größer, schwerer, lauter geht nicht mehr! Man könnte es das Gurrelieder-Phänomen nennen, wo die Sprengkraft des Orchesters so gewaltig ist, dass Schönberg sich mit seiner 1. Kammersinfonie eigentlich selbst zurückruft. Das betrifft nicht nur die Einhalt gebietende Konstruktion des Apparates mit nur 15 Soloinstrumenten, sondern auch die Struktur dieser Kammersinfonie. Sie ist wie ein komponiertes Ausrufezeichen: Seid nüchterner, seid klarer, seid weniger romantisch! Es ist fast wie ein Appell – und irgendwo der zentrale Nervenstrang von Schönberg. Ich habe das immer wie eine Rückbesinnung empfunden. Nach 1945 gab es dann musikhistorisch in vielerlei Hinsicht einen richtigen Bruch: den Verlust des permanenten Kontaktes eines städtischen Publikums mit seinem Theater und seinem Orchester in Bezug auf Gegenwartsmusik. In dieser Bruchlinie sehe ich Zimmermann nicht. Sicher ist er kompliziert, aber bei ihm gibt es einen bewussten Rückblick, etwa auf Bach oder Händel. Er fügt sich ein in die Kette der Musikgeschichte – und ist brillant genug, dass er in dieser Champions League der Komponisten bestehen kann. Und: er ist ein wirkliches Bühnentier! Zwar mutet er den Sängern Halsbrecherisches zu, aber er hat den Instinkt für Oper. Seine Musik ist situativ für die Szene komponiert. Es gibt wenige Komponisten, die der Oper nach 1945 solche Impulse gegeben haben – in meinen Augen zuvorderst Ligeti, Nono und eben Zimmermann. Was ich persönlich an der Partitur besonders schätze, ist auch ihre kalligraphische Qualität. Sie ist mit einer solchen Sorgfalt gemacht, dass man weiß: Das kann nur ein Überzeugungstäter sein. Um solche gigantischen Werke zu schaffen, muss man irgendwo eine ganz tiefe Gabe des Glaubens an sich selbst haben – trotz aller Depressionen, die Zimmermann in seinem Leben geschüttelt haben. Aber diesen besonderen Funken, die Gabe des Genies, muss er in sich getragen haben. Sonst hält man es nicht durch, ein Stück wie dieses zu schreiben.

Er selbst bezeichnete sich als eine Mischung zwischen »Mönch und Dionysos«, war zutiefst religiös …
GABRIEL FELTZ Nicht umsonst hat er an das Ende all seiner Kompositionen, auch der Soldaten, die Buchstaben O. A. M. D. G. gesetzt, was für Omnia ad maiorem Dei gloriam steht (Alles zur größeren Ehre Gottes). Und das trotz (oder vielleicht wegen?) seiner Traumatisierung durch den 2. Weltkrieg, in dem er als 20-Jähriger kämpfen musste. Seine größte Angst war es, dass sich so ein Krieg noch einmal wiederholt. Man ist ja fassungslos, wenn man daran denkt, wie nah die Welt in den 1950er und 60er Jahren dem Atomkrieg war – und wie leichtfertig die Militärs das Einsetzen von Atomwaffen damals ins Spiel brachten, etwa im Korea-Krieg oder der Kuba-Krise. Und das nach 55 Millionen Toten nur wenige Jahre zuvor! Vor diesem Hintergrund kann man ein Werk wie Die Soldaten wirklich begreifen.

In Calixto Bieitos Inszenierung spielt das Orchester auf der Bühne, ist als totalitäres Zwangssystem Teil der Maschinerie des Bösen …
GABRIEL FELTZ Calixto Bieito ist da ganz intuitiv auf die Bedürfnisse der Musik eingegangen. Es ist ja in der Tat so, dass das Orchester mit der geballten Kraft der Personalstärke von über 120 Musikern das Herzstück der Soldaten ist und voll zum Einsatz kommt, gerade in den Szenen, in denen das Soldatenleben gezeigt wird – etwa in der Szene, wo Stolzius im Kaffeehaus gedemütigt wird. Für uns ist diese Szene rhythmisch, vom Tempo und der Koordination, von der Aggressivität und Bissigkeit der Musik die größte Herausforderung des zweistündigen Opernabends, und in unserer Anordnung auf der Bühne können wir vibrieren vor Energie.

Zimmermann hat in seiner Komposition relativ wenig Raum gelassen für eine eigene Interpretation. Wo gibt es dennoch Spielräume?
GABRIEL FELTZ Bei der Konzentration auf die technische Realisierbarkeit und dem Bemühen darum, die Partitur rhythmisch exakt wiederzugeben, kann schon einmal der Klang – die Seele und die Wärme des Klangs – verlorengehen. Meine Aufgabe als Interpret sehe ich darin, dafür zu sorgen, dass neben der Texttreue auch die Klanglichkeit zur Geltung kommt.

Das Gespräch führte Pavel B. Jiracek (Dramaturg).

Stab

Musikalische Leitung
Inszenierung
Bühnenbild
Rebecca Ringst
Kostüme
Ingo Krügler
Dramaturgie
Beate Breidenbach, Pavel B. Jiracek
Lichtdesign
Franck Evin
Video
Sarah Derendinger
Choreographie
Beate Vollack

Besetzung

Wesener, ein Galanteriehändler in Lille
Marie, seine Tochter
Charlotte, seine Tochter
Weseners alte Mutter
Stolzius, Tuchhändler in Armentières
Stolzius’ Mutter
Obrist, Graf von Spannheim
Desportes, ein Edelmann
Pirzel, ein Hauptmann
Eisenhardt, ein Feldprediger
1. junger Offizier
2. junger Offizier
3. junger Offizier
Die Gräfin de la Roche
Der junge Graf, ihr Sohn
Andalusierin / Madame Roux
Beate Vollack
Drei Hauptleute
Bogdan Taloş, Benjamin Mathis, Konrad Hofmann
Betrunkener Offizier
Elias Reichert
Bedienter der Gräfin
Ein junger Fähnrich
Benjamin Mathis
Soldatenchor
Jonas Olejniczak, Simon Ortmeyer, Guillaume Vairet, Christopher Lane, Robert Elibay-Hartog, Thomas Hartkopf, Christian Packbier, Simon Mehlich, Christoph Wiatre, Fabian Musick, Jonas Flemmerer, Emil Roijer, Phillippe Hillebrand, Nenad Ivkovic, Fabian Jud, Olaf Taube, Elias Reichert, Marcus Elsäßer

»Umwerfend. Überwältigend. Überrumpelnd. Es gibt keine anderen Bezeichnungen, um die Neuproduktion der Komischen Oper in Berlin zu beschreiben.« [Die Welt]
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Don Juan – der Inbegriff des Verführers inspirierte Mozart zu einer seiner einflussreichsten Opern – frivol, witzig und tiefgründig in einem. Eine Steilvorlage für Herbert Fritsch, den Meister des theatralen Wahnwitzes, dessen hochmusikalischer Inszenierungsstil wie geschaffen ist für dieses »heitere Schauspiel« über tödliche Leidenschaften.
An vier Terminen bieten wir spezielle Führungen für blinde und sehbehinderte Menschen an (17.10.2015, 23.01.2016, 16.4.2016, 25. 6.2016). Weitere Informationen ...
Die Komische Oper Berlin ist das führende Opernhaus im deutsch-sprachigen Raum, das sich vor und hinter den Kulissen interkulturell öffnet. In diesem Buch wird ihr bahnbrechendes Projekt »Selam Opera!« eindrucksvoll dokumentiert und reflektiert.

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