Foto: Iko Freese/drama-berlin.de
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Nico Dostal

Clivia

Operette in drei Akten (1933)
Libretto von Charles Amberg und F. Maregg
Musikalisches Arrangement von Kai Tietje
Apr '16
Fr
So
Sa
Mai '16
Do
So
Mo
Jun '16
So
Die Geschwister Pfister in Nico Dostals bekanntester, 1933 im Theater am Nollendorfplatz uraufgeführter Operette. Hollywood, südamerikanische Leidenschaftund ein Schuss Berliner Schrulligkeit sind die Zutaten dieser verrückten Posse, die ihr vergnügliches Spiel mit allerlei Klischees – von der Filmdiva à la Greta Garbo bis zum Revolutionär aus Leidenschaft à la Che Guevara – treibt.

Weil er seine wirtschaftlichen Interessen in Boliguay durch die dortige neue revolutionäre Regierung in Gefahr sieht, hat sich der amerikanische Industrielle und Filmproduzent E. W. Potterton kurzerhand entschlossen, seinen nächsten Film in Südamerika zu drehen. Von seinen wahren Absichten haben jedoch weder die Filmcrew noch der Star des neuen Streifens, Clivia Gray, die geringste Ahnung. Dumm nur, dass Potterton mit seinem Team keine Arbeitserlaubnis in Boliguay erhält. Eine Lösung ist schnell gefunden: eine Scheinehe zwischen Clivia Gray und dem boliguayischen Gaucho Juan Damigo, die Miss Gray nicht nur zur Mrs., sondern auch zur Staatsbürgerin Boliguays macht. Damit steht der ersehnten Arbeitserlaubnis nichts mehr im Wege. Und was als Scheinehe beginnt, lodert in kürzester Zeit schon im Feuer höchster Leidenschaft. Als Pottertons Putschversuch in Boliguay jedoch scheitert und sich herausstellt, dass es sich bei Juan Damigo um niemand anderen als den Revolutionsführer Juan Olivero höchstpersönlich handelt, wird die junge, leidenschaftliche Liebe zwischen der mondänen Filmdiva und dem idealistischen Revolutionär noch einmal auf eine harte Probe gestellt …

In der für die Operette der 1920er und 30er Jahre typischen, erfrischend unbefangenen Weise spielt auch die Musik mit unterschiedlichen Stilen und Genres – vom Jazz über südamerikanische Rhythmen bis hin zum schmissigen Berliner Marschlied. Große Chornummern wie »Man spricht heut nur noch von Clivia«, Liebesduette wie »Ich bin verliebt«, schwungvolle, von Jazzrhythmen beseelte Nummern wie »Sie sind mir so sympathisch« oder schmissig-humorvolle, von südamerikanischem Flair angehauchte Ensembles wie »Am Manzanares ist weiblicheTugend was Rares« zeigen die ganze Bandbreite von Dostals musikalischem Können. Ein wilder Mix aus einem ungleichen Liebespaar, einem zwielichtigen Filmproduzenten, einem verliebten rasenden Reporter, tanzenden revolutionären Amazonen und einem skurrilen Berliner Erfinder – Foxtrott, Stulle und Viva la revolución!
3 Stunden, eine Pause

Kostenlose Werkeinführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Foyer (außer bei Premieren und Sonderveranstaltungen).
»Schmissig wie eine Jazzband das Orchester der Komischen Oper, hier nicht im Graben, sondern ganz stilecht auf der Drehbühne postiert. Kai Tietje, der musikalische Leiter, hat Nico Dostals Partitur musikalisch zugespitzt, noch rhythmisierter, noch knackiger klingen lassen, eine ohnehin schon wilde Mischung aus Foxtrott, Swing, Tango und Jazz. Gepfeffert die schnellen Nummern, mit der gerade richtigen Portion Kitsch die Schmachtfetzen«.
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»Die Geschwister Pfister machen sich an Nico Dostals Operette – und bringen eine der schönsten Raritäten der letzten Jahre zutage. […] Die Arrangements von Kai Tietje präsentieren das Werk als ironischen Kitsch voller Anmaßung und hochfahrender Grandezza. Super Orchesterleistung!«
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»Jubel, Trubel, Heiterkeit herrschen am Samstag bei der Clivia-Premiere, Solisten, Dirigent, Orchester, Regie, alle werdengefeiert, der Saal kocht. Berlin hat einen neuen Operettenhit.«
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Weil er seine wirtschaftlichen Interessen im südamerikanischen Boliguay durch die dortige neue revolutionäre Regierung in Gefahr sieht, nutzt der US-amerikanische Industrielle E. W. Potterton einen von ihm finanzierten Film als Vorwand, um samt Filmcrew nach Südamerika zu reisen. Von seinen wahren Absichten haben weder die Crew noch der Star des neuen Streifens, Clivia Gray, die geringste Ahnung. Immer auf der Suche nach einer »fabelhaften Reportage« ist auch Sensationsreporter Lelio Down von der Chicago Times dem Filmtross gefolgt. Aus dem weit entfernten Berlin findet sich Gustav Kasulke ein: Der skurrile Erfinder möchte Potterton seine Schlafmaschine »Pennewohl« verkaufen. Dummerweise erhält das Filmteam keine Arbeitserlaubnis in Boliguay. Die Lösung ist jedoch schnell gefunden: Eine Scheinehe zwischen Clivia Gray und dem boliguayischen Gaucho Juan Damigo macht Miss Gray zur Staatsbürgerin Boliguays. Damit steht der Arbeitserlaubnis nichts mehr im Wege, und das gesamte Filmteam kann die Grenze nach Boliguay passieren – gefolgt von Lelio Down, der Juan Damigos resolute Cousine Yola, Anführerin einer Armee aus boliguayischen Amazonen, mehr als nur sympathisch findet.

Während Potterton die Ankunft in Boliguay nach außen hin mit einem festlichen Ball feiert, betreibt er im Hintergrund den Sturz der neuen Regierung. Indes ist aus der Scheinehe zwischen Clivia und Juan längst lodernde Leidenschaft geworden. Lelio Down und Yola wiederum kommen sich auf eher spielerische Weise näher, wohingegen Gustav Kasulke weiterhin erfolglos auf ein Zusammentreffen mit Potterton wartet. Der von Potterton finanziell unterstützte Putschversuch scheitert kläglich. Als sich obendrein herausstellt, dass es sich bei Juan Damigo um niemand anderen als den Revolutionsführer Juan Olivero höchstpersönlich handelt, wird die junge, leidenschaftliche Liebe zwischen der mondänen Filmdiva und dem idealistischen Revolutionär noch einmal auf eine harte Probe gestellt. Wie viel wusste Clivia von Pottertons Umsturzplänen? Und kann die Liaison zwischen dem volksnahen Präsidenten von Boliguay und dem glamourösen Star aus Hollywood überhaupt eine Zukunft haben? …
Seeing his economic interests in the Latin American country of Boliguay jeopardized by the new revolutionary government there, the US industrialist E. W. Potterton uses a movie financed by himself as a pretext for traveling to Latin America with his entire film crew. Neither the crew nor the star of his new flick, Clivia Gray, have any idea about his true intentions. Always on the lookout for a »fantastic reportage«, the muckraking journalist for the Chicago Times, Lelio Down, has also followed the film team. Gustav Kasulke from faraway Berlin turns up, too: the droll inventor wants to sell Potterton his sleep machine »Snoozewell«. Unfortunately, the film team is denied a work permit in Boliguay. But a solution is quickly found: A sham marriage between Clivia Gray and the Boliguayan gaucho Juan Damigo makes Miss Gray a Boliguayan citizen. Thus, nothing stands in the way of the work permit, and the entire film team can cross the border to Boliguay – followed by Lelio Down, who is more than fond of Juan Damigo’s resolute cousin Yola, leader of the Boliguayan army of amazons.

While on the face of it Potterton celebrates their arrival in Boliguay with a festive ball, he is orchestrating the overthrow of the new government in the background. Meanwhile, the sham marriage between Clivia and Juan has long since turned into a flaming passion. Lelio Down and Yola in turn grow rather playfully closer to each other, while Gustav Kasulke continues to wait in vain for an encounter with Potterton. The attempted coup financially supported by Potterton fails miserably. When on top of all this it turns out that Juan Damigo is none other than the revolutionary leader Juan Olivero himself, the young, passionate love between the mundane film diva and the idealistic revolutionary is once again put to the test. How much did Clivia know of Potterton’s plans to stage a coup? And does the affair between the people’s president of Boliguay and the glamorous star from Hollywood even have a future? ...
Le grand industriel nord-américain E. W. Potterton, voyant ses intérêts économiques dans l’État sud-américain du Boliguay mis en danger par le nouveau gouvernement révolutionnaire, décide de s’insinuer dans le pays en prétextant de tourner un film dont il assure le financement. Ni l’équipe du film, ni la star de cinéma, Clivia Gray, protagoniste du long métrage, ne soupçonnent la manoeuvre de Potterton. Un reporter à sensation du Chicago Times, Lelio Down, toujours en quête d’un «fabuleux reportage», accompagne la troupe de Potterton. Du très lointain Berlin fait soudain irruption Gustav Kasulke, un bizarroïde inventeur, qui entend vendre à Potterton sa machine à dormir brevetée sous le nom de «somnicaisse». Malheureusement, Potterton se voit refuser le permis de travail en Boliguay. La solution est cependant vite trouvée : un mariage blanc entre Clivia Gray et le gaucho boliguayen Juan Damigo. Miss Gray obtient ainsi la nationalité boliguayenne, plus rien ne s’oppose au permis de travail, Potterton et sa suite passent la frontière du Boliguay – suivis du reporter Lelio Down qui a tôt fait de s’amouracher de l’énergique cousine de Juan Damigo, chef d’une armée d’amazones boliguayennes.

Tout en célébrant par un grand bal l’arrivée de sa production en Boliguay, Potterton fomente en catimini le renversement du nouveau gouvernement. Entre temps sous le mariage blanc entre Clivia et Juan couve une passion qui ne demande qu’à éclater au grand jour, tandis que Lelio Down et Yola entament un flirt plutôt ludique. Quant au berlinois Gustav Kasulke, il est toujours en quête d’un rendez-vous d’affaires avec Potterton. Le coup d’état financé par Potterton échoue misérablement. Lorsque pour couronner le tout, Juan Damingo se révèle n’être nul autre que le leader révolutionnaire Juan Olivero en personne, la jeune passion entre la mondaine diva et l’idéaliste révolutionnaire se voit à nouveau soumise à rude épreuve. Clivia était-elle au courant des intentions subversives de Potterton? La liaison entre le président du Boliguay, proche de son peuple, et la star glamoureuse d’Hollywood aura-t-elle même un avenir? …
Amerika Birleşik Devletleri vatandaşı ve iş adamı E. W. Potterton kendi ekonomik çıkarlarını Güney Amerika’da Boliguay’daki yeni devrimci hükümet tarafından tehlikede gördüğü için finanse etmekte olduğu bir filmi bahane ederek bütün film ekibiyle Güney Amerika’ya giriş yapmaya çalışır. Ne ekibi ne de yeni filmin yıldızı, Clivia Gray, bu asıl hedefinden en ufuk fikirleri yoktur. Kendi deyimiyle sürekli »harika röportajlar« ve sansasyon peşinde koşan Şikago Times’in gazetecisi Lelio Down da film ekibin peşine takılmıştır. Bir de Berlin’den Gustav Kasulke aralarına katılır: Garip mucit Potterton’a »İyi uykular« isimli uyku makinesini satmak ister. Ancak film ekibine Boliguay’da çalışma müsaadesi çıkmaz. Çözüm hızlı bir şekilde bulunur: Clivia Gray ve Boliguaylı Goşo Juan Damigo arasında sahte bir evlilik Bayan Gray’i Boliguay vatandaşı yapacaktır. Böylece çalışma müsaadesi de çıkacak ve bütün film ekibi Boliguay hudutunu geçebilecektir – peşlerinde Juan Damigo’nun Boliguaylı amazonlar ordusunun başı olan azimli kuzeni Yola’yı sadece sempatik bulmakla yetinmeyen Lelio Down.

Potterton dışa doğru Boliguay’a varışlarını görkemli bir şölen ile kutlarken, arka planda ise yeni hükümeti devirmeyi hedeflemektedir. Bu arada Clivia ve Juan arasındaki sahte evlilik çoktan gerçek bir tutkuya dönüşmüştür. Lelio Down ve Yola ise daha çok oyun üzerinden yakınlaşırlarken Gustav Kasulke hala neticesiz bir şekilde Potterton ile bir arayı gelmeyi bekler. Potterton‘un finansal olarak destek verdiği darbe girişimi başarısızlıkla sonuçlanır. Üstüne bir de Juan Damigo’nun aslında devrimin lideri Juan Olivero’nun bizzat kendisi olduğu ortaya çıkınca, büyüleyici film divası ve idealist devrimci arasındaki genç ve tutkulu aşk bir kez daha zor bir sınav geçmek zorunda kalır. Potterton’un devrim planlarından Clivia ne kadar haberdardı acaba? Boliguay’ın halka yakın başbakanı ve göz alıcı Hollywood yıldızı arasındaki ilişkinin hiç geleceği var mıdır?

Stab

Musikalische Leitung
Inszenierung
Choreographie
Danny Costello
Bühnenbild
Stephan Prattes
Kostüme
Heike Seidler
Dramaturgie
Licht

Besetzung

E. W. Potterton, Finanzmann aus Chicago
Clivia Gray, Filmschauspielerin
Juan Damigo
Yola, seine Cousine
Lelio Down, Reporter der Chicago Times
Gustav Kasulke
Caudillo / Valdivio
Max Gertsch, Max Gertsch
Diaz / Regisseur
1. Herr / Regieassistent
Jan Proporowitz
2. Herr / Aufnahmeleiter
Volker Herden
3. Herr / Rodrigo
Sascha Borris
Erster Gaucho
Zweiter Gaucho
Nikola Ivanov
Dritter Gaucho
Matthias Spenke
Dolores
Josefine Eberlein
Tänzer
Hunter Jaques, Daniel Therrien, Paul Gerritsen, Daniel Orellana, Silvano Marraffa, Laura Fernandez, Walesca Frank, Martina Borroni, Sonia Bartuccelli, Anke Merz, Lada Wongpeng, Sarah Bowden, Maja Sikora, Judit Szoboszlay

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