Wissenschaft & Kunst

Salon der Komischen Oper Berlin
und der Schering Stiftung

19:30 Uhr
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Theorie trifft auf Unterhaltung und Kunst auf Wissenschaft. Die abendlichen Salongespräche im Foyer der Komischen Oper Berlin sind mittlerweile zu einem festen Bestandteil des Spielplans geworden. Gemeinsam mit der Schering Stiftung und unterstützt von der Unternehmensgruppe Gegenbauer veranstaltet die Komische Oper Berlin Salongespräche mit renommierten Wissenschaftler*innen zu Themen, die sowohl die Wissenschaft als auch die Opernwelt bewegen. Wie immer tragen dabei die variierende Gesprächsdramaturgie und thematisch abgestimmte künstlerische Interventionen zu einer spielerisch-persönlichen Atmosphäre bei, wie sie bereits die Salons des 19. Jahrhunderts prägte.
Mit Sänger*innen und Musiker*innen der Komischen Oper Berlin
© Jan Windszus Photography
© Jan Windszus Photography

Salongespräche 2018/19

Mo, 5. November 2018, 19:30 Uhr
Erhebet die Stimme!
Von Kehlen, Klängen und Kommunikation

Die Stimme verleiht dem Gesagten eine Farbe. Sie lässt uns sprechen, schreien, krächzen, singen und ist natürlich integraler Bestandteil der Kunstform Oper. Zwei kleine Muskelstränge, die sich bei jedem Menschen ähneln. Doch wie funktioniert dieses  lebendige und rätselhafte »Instrument« überhaupt? Und warum kann uns der eine Stimmklang betören, während der andere uns in den Wahnsinn treibt? Warum sind manche von der dramatischen Wagner-Sängerin entzückt, während andere den knarzigen Klang eines Tom Waits bevorzugen? Und »stimmt« es überhaupt, dass nur die lautesten Schreie gehört werden? Wie steht es derzeit um die leisen Stimmen in Politik und Gesellschaft? Muss vielleicht gerade die Oper als Ort der differenzierten und nuancierten Stimmbildung fungieren?

Gäste: Prof. Dr. Julia Fischer (Biologin, Primaten- und Verhaltensforscherin), Prof. Dr. Doris Kolesch (Theaterwissenschaftlerin)
Moderation: Simon Berger und Sina Dotzert

Der Salon ist Teil der Berlin Science Week 2018


Mo, 7. Januar 2019, 19:30 Uhr
Lasst es krachen!
Salon über unsichtbare Kräfte in der Physik und auf der Bühne

Energie auf der Bühne und physikalische Energie scheinen zwei verschiedene Phänomene zu sein. Oder ist die theatrale Energie doch mehr als eine Metapher? Worin genau besteht sie? Was verbindet sie mit ihrer physikalischen Begriffsverwandten? Wie lassen sich diese beiden immateriellen Phänomene überhaupt fassen? Und warum wird der Energiebegriff in unseren Breitengraden fast ausschließlich in Diskursen der Ökonomisierung (Energieverschwendung versus Energiesparen) gebraucht? Helfen womöglich Begriffe wie »Chi«, »Ki«, »Prana« weiter, um dem Geheimnis der Energie auf die Schliche zu kommen?

Gäste: Prof. Dr. Klaus Lips (Physiker), Prof. Dr. Barbara Gronau (Theaterwissenschaftlerin)
Moderation: Ulrich Lenz und Rainer Simon


Mo, 15. April 2019, 19:30 Uhr
Platz da!
Salon über Raum und Raumgestaltung

Die Bühne ist zuerst einmal ein leerer Raum, in dem die unterschiedlichsten Räume und Orte entstehen können – realistische, fantastische, psychologische, symbolische,
abstrakte oder aber sehr konkrete. Die nahezu endlosen Gestaltungsmöglichkeiten der Opernbühne rufen ins Bewusstsein, dass jeglicher Raum ein gestaltbarer ist, dass wir auch jenseits der Bühne fantastische Welten schaffen und Utopien realisieren können. Wie könnten diese heute aussehen? In welchen Räumen, in welchen Städten möchten wir leben? Welche Verfahren wenden Bühnenbildner*innen, welche Architekt*innen und welche Stadtplaner*innen an? Und wie wirken sich deren Strategien und Konzepte auf unser Leben aus? Heißt Raum gestalten zugleich auch Gesellschaft gestalten? Anlässlich des 100. Geburtstags des Bauhauses und angesichts diverser Miet-, Wohnraum-, Gentrifizierungs- und Stadtentwicklungsdebatten lohnt es sich, diese alten Fragen neu zu stellen. Denn: Die Revolution geht vom Grundriss aus!

Gäste: Klaus Grünberg (Bühnenbildner und Lichtdesigner), Prof. Dr. Susanne Hauser (Kulturwissenschaftlerin)
Moderation: Simon Berger und Rainer Simon


Mo, 3. Juni 2019, 19:30 Uhr
Das haut euch weg!
Salon über Emotionalität im Theater und im Stadion

Oper ohne Emotionen geht nicht – Fußball ebenso wenig. Auf der Bühne und auf dem Feld geht es hochemotional zu, zeigen die Protagonist*innen vollen Einsatz – parallel dazu fiebern, weinen und feiern die Zuschauermassen mit. Was zeichnet emotionale Erlebnisse in der Oper aus? Was zieht so viele Menschen in die Sportstadien? Was verbindet beides mit anderen Aufführungen, Ereignissen und Ritualen? Was prägt unsere Emotionen, wie funktioniert kollektives emotionales Erleben und wo liegen in dieser Hinsicht die Gemeinsamkeiten, wo die Unterschiede zwischen Theater und Stadion? Seit wann geht es in der Oper so gesittet zu? Wieso singen die Zuschauenden im Stadion mit, in der Oper aber nicht? Und wo lässt es sich schöner jubeln oder weinen?

Gäste: Prof. Dr. Christian von Scheve (Soziologe)
Moderation: Maximilian Hagemeyer und Sina Dotzert


Salongespräche 2019/20


Mo, 11. November 2019, 19:30 Uhr
Von Menschen und Tieren
Salon über ein uraltes Mit- und Gegeneinander 

Mo, 13. Januar 2020, 19:30 Uhr
Ein ganz besonderer Saft
Salon über das Blut

Mo, 16. März 2020, 19:30 Uhr
Alt, aber sexy?
Salon über das Älterwerden

Mo, 4. Mai 2020, 19:30 Uhr
Rausch und Ekstase
Salon über die Kunst und Chemie
des Dionysischen

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