Wissenschaft & Kunst

Salon der Komischen Oper Berlin
und der Schering Stiftung

19:30 Uhr
19:30 Uhr
19:30 Uhr
19:30 Uhr
Theorie trifft auf Unterhaltung und Kunst auf Wissenschaft.
Die Komische Oper Berlin und die Schering Stiftung veranstalten auch in dieser Spielzeit in loser Anbindung an den aktuellen Spielplan vier abendliche Salongespräche mit renommierten Wissenschaftler*innen zu Themen, die gleichermaßen Wissenschaft und Opernwelt bewegen. Diskussionen in entspannter Atmosphäre, variierende Gesprächsdramaturgien und künstlerische Interventionen verwandeln das Foyer
der Komischen Oper Berlin in einen Salon des 21. Jahrhunderts.

Mit Sänger*innen und Musiker*innen der Komischen Oper Berlin
© Jan Windszus Photography
© Jan Windszus Photography

Salongespräche 2017/18

Montag, 13.11.2017, 19:30 Uhr
Performing yourself?
Zur Selbstinszenierung im Alltag
Die Selbstdarstellung gehört zu den anthropologischen Konstituenten des menschlichen Daseins: Die Mächtigen haben sich immer schon als mächtig inszeniert; die Reichen als reich, die Jugendlichen als jugendlich, die Religiösen als religiös. Erfolgt die Selbstdarstellung nach vorgegebenen Regeln? Wie steht es heute – im Zeitalter von Facebook, Twitter und Instagram – um die Repräsentation des Selbst? Erlebt sie eine neue Konjunktur durch die Social Media?

Gäste: Prof. em. Dr. Gebauer (Anthropologe, Sprach- und Sozialphilosoph, FU Berlin), Prof. Dr. Wolfgang Engler (Philosoph und Kultursoziologe, Hochschule für Schauspielkunst
»Ernst Busch«)
Moderation: Ulrich Lenz und Rainer Simon

Dieser Salonabend gehört zum Expanded Programme der Berlin Science Week 2017.


Montag, 12.02.2018, 19:30 Uhr
Wohin mit der Demokratie?
Zur Zukunft einer uralten Staatsform
Was meinen wir eigentlich, wenn wir vom »Ende der Demokratie « sprechen? Und welche Bedeutung hat die globale Digitalisierung für die Demokratie – Heilsversprechen oder Albtraum? Das Internet bietet weitreichende Möglichkeiten für jede*n, den eigenen Willen auszudrücken, aber auch Massen zu mobilisieren. Lassen sich durch digitale Medien neue Formen der Demokratie denken, die mehr Menschen Mitspracherecht einräumen als je zuvor in der Menschheitsgeschichte? Oder droht gar die Diktatur des Online-Kollektivs, der »digitale Maoismus« (Jaron Lanier)? Was können wir aus der Geschichte über erfolgreiche Demokratien lernen und welche Zukunftsvisionen für eine neue Form der »besten aller möglichen« Gesellschaftsordnungen entwerfen?

Gäste: Prof. Dr. Jeanette Hofmann (Expertin für Netz politik, Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft), Prof. Dr. Volker Gerhardt (Rechts- und Sozialphilosoph, HU Berlin)
Moderation: Johanna Wall


Montag, 23.04.2018, 19:30 Uhr
Mikro, Makro, Markt?
Zu den Auswirkungen einer globalisierten
Marktwirtschaft
»It‘s the economy, stupid!«, war Slogan eines US-Präsidentschaftskandidaten namens William Clinton. Gemeint war die Bedeutung ökonomischer Prozesse für alle Bereiche der Gesellschaft. Den einen gilt der Markt als bestmögliche Steuerung moderner Staaten, anderen sind sie das Übel schlechthin. Man redet von der Macht und Sensibilität der Märkte, von freiem und fairem Handel. Das aktuelle Wirtschaftssystem des »entfesselten Kapitalismus« steht in der Kritik. Aber wie genau funktioniert »das System« eigentlich? Lässt es sich mit den Ideen der Gerechtigkeit
überhaupt in Einklang bringen? Verträgt sich freies Wirtschaften mit einer freien Gesellschaft?

Gäste: Prof. Dr. Heiner Flassbeck (freier Wirtschaftsforscher und Publizist), N. N.
Moderation: Simon Berger


Montag, 4.6.2018, 19:30 Uhr
Holozän oder Anthropozän?
Zur Bedeutung des Menschen in der Natur
Ob Klimawandel oder Verschwinden des Ozonlochs, ob Artensterben oder die Rückkehr des Wolfes – egal, um welche Naturereignisse es geht, schnell sehen wir die Menschheit in einem unmittelbaren Zusammenhang zum jeweiligen Naturereignis. Nicht ohne Grund benennen Geolog*innen das jüngste Erdzeitalter nach dem Menschen: Anthropozän. Doch sind wir tatsächlich so wichtig für die biologischen, geologischen und atmosphärischen Veränderungen auf dieser Welt? Sind unser Reden über und unser Handeln in der Natur womöglich nur Ausdruck jenes Anthropozentrismus, der seit dem Mittelalter das westliche Denken prägt? Welche Konsequenzen hat es, ihn in Frage zu stellen?

Gäste: Prof. em. Dr. Wolfgang Welsch (Anthropologe und Kulturphilosoph, Universität Jena, emeritiert), Prof. Dr. Reinhold Leinfelder (Paläontologe und Geobiologe, FU Berlin)
Moderation: Heike Mertens und Rainer Simon

In Kooperation mit

Gefördert von

Festival Kino Varieté
11. bis 12. Nov 2017
Film, Musik und Bühnenshow