Claude Debussy

Pelléas et Mélisande

Drame lyrique in fünf Akten [1902] 
Französisch
18:00 Uhr
19:30 Uhr
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Barrie Kosky, Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper Berlin, blickt in die ahnungsvollen Abgründe der menschlichen Seele und nimmt sich eines der symbolischsten Meisterwerke des Fin de Siècle an. Nadja Mchantaf als Mélisande, Dominik Köninger als Pelléas und Günter Papendell als Golaud erwecken die einzelnen Charaktere in ihrer psychischen Verstrickung zum Leben und zeichnen ein klaustrophobisches Geflecht aus Beziehung und Verlangen.
Golaud, Enkel König Arkels von Allemonde, trifft fern der Welt auf die verlassene Mélisande. Ihre Krone ist unrettbar verloren, doch scheint sie das nicht zu kümmern. Sie folgt dem Prinzen. Zurück in der Heimat Golauds heiraten beide. Dort begegnet Mélisande aber auch dessen jüngerem Bruder Pelléas. Und auch wenn es lange keiner wahrhaben will, die Begegnung ist schicksalhaft und alles nimmt seinen unabdingbaren Lauf.
Gegen alle Norm reduzierte Maurice Maeterlinck in seinen Dramen die äußere Handlung auf ein Minimum, alles Wesentliche findet sich in Andeutungen zwischen den Zeilen und entsteht einzig in der Empfindungs- und Imaginationskraft des Zuschauers. Die vieldeutigen Schwingungen der Vorlage fing Debussy als musikalisches Kammerspiel im Stil des Impressionismus auf kongeniale Weise ein. In der Inszenierung von Barrie Kosky entsteht das Psychogramm einer moribunden spätbürgerlichen Gesellschaft, die einer aus dem Gleichgewicht geratenen Welt nicht mehr entgegenzusetzen hat als den Trost einer feinziselierten Melancholie.

Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Jordan de Souza, neuer Kapellmeister an der Komischen Oper Berlin und mit noch nicht einmal 30 Jahren ein Shooting-Star der internationalen Dirigentenszene.
Dichtung von Maurice Maeterlinck

Koproduktion mit dem Nationaltheater Mannheim
»It is a totally revolutionary opera ...« Jordan de Souza, seit dieser Saison Kapellmeister an der Komischen Oper Berlin, erzählt, was ihn an Debussys einziger Oper Pelléas et Mélisande begeistert ...
»It is a totally revolutionary opera ...« Jordan de Souza, seit dieser Saison Kapellmeister an der Komischen Oper Berlin, erzählt, was ihn an Debussys einziger Oper Pelléas et Mélisande begeistert ...
Fr., 17. November 2017, 19:30 Uhr

Stab

Musikalische Leitung
Inszenierung
Bühnenbild / Licht
Co-Bühnenbildnerin
Anne Kuhn
Kostüme
Dramaturgie

Besetzung

Arkel, König von Allemonde
Geneviève, Mutter von Pelléas und Golaud
Mélisande
Der kleine Yniold, Golauds Sohn aus erster Ehe
Solisten des Tölzer Knabenchores
Ein Arzt / Die Stimme des Hirten
Interview mit Regisseur Barrie Kosky und Dirigent Jordan de Souza