Aribert Reimann

Medea

Oper in zwei Teilen [2010]
Deutsch
2h 30m, inkl. Pause
19:00 Uhr
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19:30 Uhr
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Aribert Reimanns 2010 mit überwältigendem Erfolg uraufgeführte Oper zum ersten Mal in Berlin – mit Nicole Chevalier in der Titelpartie der tragischen Außenseiterin, die zur erbarmungslosen Rächerin wird. Inszeniert wird das auf einem antiken Mythos basierende und doch brandaktuelle Werk von dem Australier Benedict Andrews, der bereits mit Prokofjews Der feurige Engel für kraftvoll-verstörende Bilder sorgte. Zeitgenössisches Musiktheater at its best!
Medea, die mit magischen Kräften begabte Tochter des Königs von Kolchis, verrät ihr eigen Fleisch und Blut und verlässt aus Liebe zu Jason ihre Heimat. Jason bleibt sie jedoch fremd, in der neuen Heimat Korinth verrät auch er die von allen Verstoßene. Medea fasst einen abgründigen Plan …

Ob Shakespeares Lear, Strindbergs Gespenstersonate oder Franz Kafkas Das Schloss – die ganz großen Stoffe und Figuren bevölkern die Stücke des Berliner Komponisten Aribert Reimann. Für die archaische Geschichte um Verrat, Liebe, Treue und die Eiseskälte der Macht greift Reimann auf das eher selten zu sehende Bühnenstück des österreichischen National-Dramatikers Franz Grillparzer zurück und porträtiert Medea als verfolgte Fremde, schutzlos in feindlicher Gesellschaft, ausgeliefert der Willkür mächtiger Männer und Politiker.
Komponist Aribert Reimann, Regisseur Benedict Andrews und Dirigent Steven Sloane berichten von Faszination und Aktualität des Medea-Mythos und der besonderen Musik!
Komponist Aribert Reimann, Regisseur Benedict Andrews und Dirigent Steven Sloane berichten von Faszination und Aktualität des Medea-Mythos und der besonderen Musik!
Seine theatrale Fantasie und sein Gespür für innerlich zerrissene Figuren hat Benedict Andrews 2014 bereits mit seiner Interpretation von Sergej Prokofjews Der feurige Engel unter Beweis gestellt. Mit Medea verleiht er einer atemberaubend aktuellen Geschichte über Verzweiflung und tragischen Widerstand Leben und fragt mit der Titelfigur: Welche Möglichkeiten bleiben derjenigen, der alles genommen wurde?
Textfassung vom Komponisten nach dem gleichnamigen Drama von Franz Grillparzer
Vorstellung: Do. 25.05.2017

Stab

Musikalische Leitung
Steven Sloane
Inszenierung
Bühnenbild
Johannes Schütz
Kostüme
Dramaturgie
Licht
Süddeutsche Zeitung
Wolfgang Schreiber, 26.5.2017
Eine Fremde - keine Zauberin
»Nicole Chevalier verkörpert Medea, ihr Unglück des Verlassenwerdens, der Ausweglosigkeit mit einer flammenden Glut, die über zwei Stunden zu erschüttern vermag. Und sing die von Reimann mit aller Expressivität der Koloraturen und gellenden Klagen, der Empörungs- und Schreiorgien ausgestatte Sopranpartie mit einem aus Körper und Seele explosiv herausgeschleuderten Aufruhr, der den Zuhörer schier überwältigt.«
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bachtrack.com
Zenaida des Aubris, 23.5.2017
Torfgräber: Reimanns Medea an der Komischen Oper Berlin
»Nicole Chevalier ist die perfekte Wahl für diese komplexe Musik und das Wesen der Medea ... Alles in allem war es eine Aufführung, die die Darsteller und das Publikum zweieinhalb Stunden fesselte, ein mächtiges, aufwühlendes und ergreifendes Musiktheater.«
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Der Tagesspiegel
Frederik Hanssen, 23.5.2017
Entsetzliche, wo gehst du hin?
»Grandios auch, wie Dirigent Steven Sloane die Kommunikation mit den Solisten koordiniert, das auf den ersten Höreindruck scheinbar Unvereinbare zusammenzwingt, zwei volle Stunden lang ... In der Titelrolle leistet Nicole Chevalier Übermenschliches.«
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rbb-online
Maria Ossowski, 22.5.2017
Medea an der Komischen Oper
»… das Operndrama des Berliner Komponisten Aribert Reimann ist ein absoluter Glücksfall des modernen Musiktheaters – wenn sie denn klug inszeniert ist… Dazu braucht es ein schlüssiges Konzept, ein starkes Bühnenbild, ein Reimann begreifendes Orchester und eine herausragende Sopranistin mit adäquatem Ensemble. All dies ist der Komischen Oper gelungen«
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