Pjotr I. Tschaikowski

Jewgeni Onegin

Lyrische Szenen in drei Akten [1879]
Russisch
2h 45m inkl. Pause
19:30 Uhr
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Keine große Oper, sondern echte Gefühle! Ein Stoff, der Tschaikowski »wirklich berührte« - in der Tat eine der anrührendsten tragischen Liebesgeschichten, mit der Verzauberung der schwärmerischen Tatjana, der tief empfundenen Poesie Lenskis und dem überheblichen Leichtsinn Onegins, der all sein Glück verspielt.
Vier junge Menschen werden einander zum Schicksal. Als der Dichter Lenski seine Verlobte Olga besucht und einen geheimnisvollen Freund mit sich bringt, ist es um Olgas Schwester – die introvertierte Tatjana – geschehen. Mit dem Überschwang der ersten Liebe verfällt sie Jewgeni Onegin und schreibt dem Angebeteten einen bekennenden Liebesbrief … Doch hart weist der Tatjanas Gefühle von sich. Ein wütender Streit Onegins mit Lenski endet in der Katastrophe. Jahre später begegnet er erneut Tatjana – nun ist sie es, die Onegins plötzliches Liebesflehen nicht erhören will …
Mit Jewgeni Onegin glückte Tschaikowski der Durchbruch als Opernkomponist und zugleich ein einzigartiger Beitrag zum modernen Musiktheater, ein Panorama der Gefühle junger Menschen. Barrie Koskys Inszenierung der »lyrischen Szenen« wartet mit einem opulenten Bühnenbild auf, das der Poesie der Figuren und ihrer Tragödie die Weite des natürlichen Raumes als Metapher unterlegt. Jewgeni Onegin verführt mit unvergesslicher Musik und wirklich großen Lebensthemen: Was bedeuten Liebe, Entscheidung, Verantwortung und Schicksal?
Libretto von Pjotr I. Tschaikowski und Konstantin S. Schilowski
nach dem gleichnamigen Roman in Versen von Alexandr S. Puschkin

Eine Koproduktion mit dem Opernhaus Zürich

Im Repertoire seit 31. Januar 2016
Mo., 2. April 2018, 19:30 Uhr

Stab

Musikalische Leitung
Inszenierung
Bühnenbild
Rebecca Ringst
Kostüme
Dramaturgie
Licht
Franck Evin

Besetzung

Jewgeni Onegin
Tatjana
Fürst Gremin
Filippewna
Zarezki
Ein Hauptmann
Guillot
Yuhei Sato
br-klassik
Uwe Friedrich, 01.02.2016
Feinnerviges Psychogramm junger Leute
»… wie genau Kosky in die Abgründe aller Beteiligten schaut, ist bewundernswert.«

Concerti.de
Peter Krause, 02.02.2016
Demut schlägt Dekonstruktion - »Ein Regie-Geniestück: Hausherr Barrie Kosky erfindet den poetischen Realismus neu«
»Koskys Regie ist ein Geniestück ohne Zeigefinger, ohne Besserwisserei, ohne Anklage. Die Wiedergeburt des psychologischen Realismus ohne Desavouierung der Figuren ... Es ist ein ganz selten gewordener poetischer Realismus, mit dem Barrie Kosky und seine fantastische Bühnenbildnerin Rebecca Ringst hier ihren Tschaikowsky aus dem Geiste eines Tschechow oder Tolstoi zu lesen verstehen. … Diese Bildsetzung ist von geradezu filmischer Direktheit (und kommt doch glücklicherweise ganz ohne überflüssige Videosequenzen aus), sie öffnet indes, über die sensibel die Tageszeiten nachzeichnenden Lichtstimmungen immer wieder weite Sehnsuchtsräume. In ihnen kommen kleine Gesten der Figuren endlich wieder zu großer Wirkung – Gesten und Regungen der Solisten wie jenen des Chores, den Kosky in meisterlicher Individualisierung zu aktivieren versteht.«

Deutschlandfunk/Deutschlandradio Kultur
Julia Spinola, 02.02.2016
Unerwiderte Gefühle
»Eine Pointe von Tschaikowskys "Lyrischen Szenen" liegt in der Verweigerung opernhafter Äußerlichkeit. Barrie Kosky ist klug genug, das zu erkennen. Alle Regiemätzchen und virtuosen Knalleffekte hat sich der sonst so bilderstürmerische Regisseur jetzt in dieser atmosphärischen Inszenierung versagt. Umso stärker geht sie unter die Haut. Kosky verblüfft mit diesem Onegin als Meister einer einfühlsamen und brillant psychologisierenden Personenregie, wie wir sie etwa aus den großen Zeiten von Peter Stein an der Berliner Schaubühne kennen.«

Berliner Morgenpost
Julia Kaiser, 02.02.2016
Im Dickicht der Gefühle
»Kosky zeigt, was er auch kann: behutsam führen, das Innerste der Figuren ins Äußere der Protagonisten kehren … Sehr differenziert ist der Klang, sensibel geführt von Generalmusikdirektor Henrik Nánási, sehr glaubwürdig Hand in Hand mit der Regie.«

Die Welt/Welt.de
Elmar Krekeler, 01.02.2016
400 Quadratmeter Kunstrasen für eine Oper ... Regisseur Barrie Kosky triumphiert nun damit in Berlin
»Dieser Onegin wird bleiben. Es ist eine Referenzregie.«