Die schöne Helena

Jacques Offenbach
Opéra bouffe in drei Akten [1864]
Text von Henri Meilhac und Ludovic Halèvy
Deutsch von Simon Werle
Deutsch
3 h 5 m inkl. Pause
30 min vor jeder Vorstellung findet eine Stückeinführung im Foyer statt (außer vor Premieren, Kinderopern, konzertanten Aufführungen, Silvester- und Sonderveranstaltungen)
Am Hof von Sparta langweilt sich Helena, ihres Zeichens schönste Frau der Welt und Gattin von König Menelaus, als plötzlich ein rätselhafter – und verflixt attraktiver – Hirte auftaucht, der ordentlich Leben in die schnöde Bude bringt. Was bleibt Helena – ganz treue Dienerin der Venus – da anderes übrig, als sich ihrem Schicksal zu ergeben?


In der rasant-brillanten Antiken-Travestie von Jacques Offenbach wird der sogenannte gesunde Menschenverstand nach allen Regeln der Kunst aus den morschen Angeln gehoben. Monty Python à la française! Unter der Regie von Barrie Kosky wirbeln die Melodien, Beine und Dialoge nur so um Augen, Hirn und Ohren und natürlich um das unangefochtene Zentrum des Geschehens: die schöne Helena!

Im Repertoire seit 11.10.2014

Kosky lässt die Operette wieder funkeln – mindestens so verführerisch wie zu Offenbachs Zeiten.
NDR-Kultur
#KOBHelena
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Selected Performance: 2423
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Mo 4 Apr 202219:00
Stab
Musikalische Leitung
Michele Spotti
Inszenierung
Choreographie
Bühnenbild
Kostüme
Dramaturgie
Johanna Wall
Licht
Besetzung
Menelaus
Kalchas
Agamemnon
Ajax I
Achilles
Bacchis
N.N.
Täubchen
Karlheinz Oettel
Tänzer*innen
N.N.

Handlung


Musikalisches Dauerfeuer mit Offenbachs Operette

»Barrie Kosky hat »Die schöne Helena« schön glitzernd und mit veralberter Erotik inszeniert. [...] Das Feuerwerk in der Inszenierung besteht gewiss auch aus der von Kosky bekannten Travestie und veralberten Erotik, sie besteht an diesem Abend aber auch in einem Dauerfeuer musikalischer Bildungszitate.«
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Berliner Morgenpost
Matthias Nöther, 12.10.2014

Der Hirte ist ein Cowboy ist ein Prinz

»Der Dirigent Henrik Nánási schafft es, nicht nur diesen Zitaten eine brennend präzise, jenseits des Komischen geradezu unheimliche Präsenz zu verleihen,sondern er kitzelt aus dem Orchester genau jenen leichten, verspielten und trotzdem latent aggressiven Offenbach-Ton heraus, der diese Musik lebendig macht. Und das Tempo stimmt, im Orchestergraben wie auf der Bühne, wo ein hochmotiviertes Ensemble zum Vergnügen des Publikums zeigen darf, was es außer Singen noch alles kann – vom Rollschuhfahren bis zum Tanzen.«
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Berliner Zeitung
Martin Wilkening, 12.10.2014

Hellas Angels

»Barrie Kosky inszeniert Jacques Offenbachs »Schöne Helena« an der Komischen Oper als irrwitziges Slapstick-Spektakel […] Vitalität lautet das oberste Ziel, für das an der Komischen Oper mehr Schweiß vergossen wird als sonst wo. Im Theater sitzen und spüren, dass man am Leben ist. Mit der »Schönen Helena« drehen Kosky und sein Team noch einmal am Temporegler. Choreografischer Irrwitz von Beginn an, geflutete Räume, pulsierende Körper. […] Dieses Treiben bunt zu nennen, wäre eine Untertreibung. Es quietscht und kreischt, flimmert und kracht. Falsche Husaren rasen auf Rollschuhen herum, einstige Helden japsen in Rollstühlen hinterher. Auf der Szene wird mit Zitaten herumgeballert, und wer auch nur eine Sekunde hinterher grübelt, übersieht das nächste halbe Dutzend.«
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Der Tagesspiegel
Ulrich Amling, 12.10.2014

Lizenz zum Hinternwackeln

»Super Ensemble-Leistung! … sehenswert!«
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rbb kulturradio
Kai Luehrs-Kaiser, 13.10.2014

Die neue Berliner Operette

»Für Kosky ist »Die schöne Helena« von 1864, die fast ohne Handlung auskommt, weil es sowieso nur um Sex geht, die Spielvorlage für eine unglaublich präzise ausbalancierte Synthese von Musik, Gesang, Sprache, Tanz und bildender Kunst. Das Ergebnis ist nichts geringeres als eine zweite Uraufführung eines Werkes, die weit über die Intentionen seiner längst verstorbenen Autoren hinausgeht.«
zum Artikel
taz.die tageszeitung
Niklaus Hablützel, 13.10.2014

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