Liebe ist nichts für Anfänger:innen

Così fan tutte

Wolfgang Amadeus Mozart
Dramma giocoso in zwei Akten [1790]
Libretto von Lorenzo Da Ponte
Kooperation mit dem Opernhaus Zürich
Mozarts »Schule der Liebenden« deckt die ganze Bandbreite zwischenmenschlicher Gefühle ab – und kehrt in einer Inszenierung von Kirill Serebrennikov zurück an die Komische Oper Berlin!

Zwei Paare, ein obskurer Ruf zur Armee und ein dubioser Strippenzieher sind die Ingredienzien dieses heiteren Dramas: Eigentlich frisch verliebt und verlobt, trennen sich Ferrando und Guglielmo von ihren Partnerinnen Fiordiligi und Dorabella, um in den Krieg zu ziehen. Weil sie dort im Kampf (scheinbar) fallen, bleiben die Frauen in ihrer Trauer zurück und finden auf sehr unterschiedlichen Wegen zurück ins Leben. Oder war alles am Ende nur ein abgekartetes Spiel der Männer?

Kirill Serebrennikovs Inszenierung seziert die Seelenzustände der beiden Frauen, ihren Umgang mit der Trauer und das körperliche Verlangen zwischen zwei Menschen und macht damit Mozarts Meisterwerk sinnlicher erfahrbar denn je. Aus dem weiblichen »tutte« im Titel, wörtlich, »so machen es alle Frauen(!)«, wird bei Serebrennikov ein universeller Bilderreigen, der die Komplexität von Anziehung, Trauer, Treue und Sex einer modernen Beziehung mit Mozarts Musik verbindet. Das Werk verurteilt keine der Figuren, sondern ermöglicht den Zuschauenden einen tiefen Blick in die Herzen vierer Liebender.

Die Produktion des russischen Regisseurs Serebrennikov entstand 2018 am Opernhaus Zürich, inszeniert via Videoübertragungen aus seinem damaligen Hausarrest in Moskau und mithilfe der Unterstützung seiner lang-jährigen Mitarbeiter:innen. Für die Komische Oper Berlin bildet Così fan tutte den Auftakt einer Da-Ponte-Trilogie, jene drei Opern, die Mozart mit seinem herausragenden Librettisten Lorenzo Da Ponte schrieb: Così fan tutte, Le nozze di Figaro und Don Giovanni.

Übrigens
Nach American Lulu und Il barbiere di Siviglia ist Così fan tutte bereits die dritte Arbeit von Regisseur Kirill Serebrennikov an der Komischen Oper Berlin.
Italienisch
KOBCosi
3h 20min, inkl. einer Pause nach 1h 30min
30 min vor jeder Vorstellung findet eine Stückeinführung im Foyer statt (außer vor Premieren, Kinderopern, konzertanten Aufführungen, Silvester- und Sonderveranstaltungen)
Liebe ist nichts für Anfänger:innen
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Così fan tutte
Do, 20. Apr 2023
19:30
Großer Saal
Stab
Musikalische Leitung
Inszenierung, Bühnenbild und Kostüme
Spielleitung, Choreographie
Evgeny Kulagin
Mitarbeit Bühnenbild
Nikolay Simonov
Mitarbeit Kostüm
Dramaturgie
Beate Breidenbach, Maximilian Hagemeyer
Licht
Besetzung
Fiordiligi
Dorabella
Guglielmo
Ferrando
Despina
Don Alfonso
Tizio
Goran Jurenec
Sempronio
Amer El-Erwadi
Chorsolisten der Komischen Oper Berlin, Es spielt das Orchester der Komischen Oper Berlin.

Gefördert von

Großartiger Abend: "Cosi fan tutte" in der Komischen Oper

»Così fan tutte: schön singen hier eigentlich alle. … selten hört man Mozart so durchweg gut und so sinnlich«
inforadio
Barbara Wiegand, 13.03.2023

Araber, Kreuze und ein Lustschrei

»Serebrennikov rückt die Fiordiligi von Nadja Mchantaf ins Zentrum. In der Sopranistin des Hauses hat er eine großartige Darstellerin gefunden ... Ebenso bezaubernd präsentiert sich Susan Zarrabi als vergnügungssüchtigere Dorabella. Die homogene, spielfreudige Sängertruppe führt in dieser Mozart-Neuproduktion wieder einmal vor, was den großen Reiz der Komischen Oper ausmacht. Es ist das Miteinander, alle Handelnden möglichst lebensecht auf die Bühne zu bringen. Mit seinem schön geführten Tenor überzeugt Caspar Singh als Dorabellas Verlobter Ferrando, Katharina Müllner führt am Pult das Sängerensemble behutsam und gekonnt abgestimmt durch die Oper«
Berliner Morgenpost
Volker Blech, 13.03.2023

Sexy, wild und amüsant

»Das ist höchst unterhaltsam, spannend, amüsant, außerordentlich vielschichtig und sensationell geplant und gespielt. Mozart hätte seine helle Freude gehabt. So sexy, so ironisch und tiefsinnig ist seine Musik, ist da Pontes Story. Hier finden sie ihren Regiemeister und eine brillante Sängertruppe. Zum Niederknien erotisch und bildschön nicht nur anzuhören, sondern auch anzusehen sind Nadja Mchantaf als sich zierende Fiordiligi und Susan Zarrabi als Partymaus Dorabella. Die zwei Intrigantinnen, die alles inszenieren, Günter Papendell als Don Alfonso und Alma Sadé als Despina, stehen ihnen in nichts nach, an ihrer Seite die Verlobten und Enttäuschten Ferrando und Guglielmo. Caspar Singh und Hubert Zapiór werden ebenso frenetisch gefeiert. … Diese Cosi ist mithin ein Must. Wild, tiefsinnig, sexy, nie vulgär, nie platt aktualisierend.«
rbb24
Maria Ossowski, 12.03.2023

Flachgelegt auf der Küchenzeile: Serebrennikov inszeniert »Così fan tutte«

»Nadja Mchantaf singt eine berührend-kämpferische Fiordiligi, die in einer jugendlich-stimmigen Besetzung mit Susan Zarrabi (Dorabella), Hubert Zapiór (Guglielmo) und Caspar Singh (Ferrando) umgeben ist.«
Der Tagesspiegel
Ulrich Amling, 13.03.2023