Die Nase

Dmitri D. Schostakowitsch
Oper in drei Akten nach der gleichnamigen Erzählung von Nikolai W. Gogol [1930]

Libretto von Dmitri D. Schostakowitsch, Jewgeni I. Samjatin, Georgi D. Ionin und Aleksandr G. Preis
Deutsche Textfassung von Ulrich Lenz

Koproduktion mit The Royal Opera House Covent Garden, der Opera Australia und dem Teatro Real, Madrid
Deutsch
1 h 50 min, keine Pause
30 min vor jeder Vorstellung findet eine Stückeinführung im Foyer statt (außer vor Premieren, Kinderopern, konzertanten Aufführungen, Silvester- und Sonderveranstaltungen)
Als Don Giovanni gibt er den exaltierten bösen Clown, als jugendlicher Onegin verspielt er sein Liebesglück – doch zuvor zeigt Ensemblemitglied Günter Papendell eine weitere Facette seines Könnens: als eitler, nasenloser Kollegienassessor Kowaljow in Barrie Koskys Inszenierung von Dmitri Schostakowitschs eigenwilliger Vertonung der grotesk-absurden Erzählung von Nikolai Gogol.

Eines schönen Morgens nach durchzechter Nacht muss Kollegienassessor Kowaljow erschrocken feststellen, dass ihm seine Nase abhanden gekommen ist. Verzweifelt macht er sich auf die Suche. Eine andauernde Nasenlosigkeit würde das gesellschaftliche Aus für ihn bedeuten! In der Kathedrale glaubt er, seiner Nase zu begegnen, doch kann er sie nicht überzeugen, bei ihm zu bleiben. Von allen verspottet und verlacht, jagt Kowaljow wie in einem Albtraum dem unabhängig gewordenen Körperteil hinterher, bekommt es jedoch nie zu fassen. Endlich wird ihm die Nase vom Polizeioberhauptmeister höchstpersönlich zurückgebracht, doch will sie nicht im Gesicht haften bleiben! Nach weiteren demütigenden Erfahrungen befindet sich der widerspenstige Gesichtserker schließlich so plötzlich, wie er verschwunden war, wieder an seinem Platz – wo er hoffentlich auch bleibt.

In einer Mischung aus Albtraum und verrückt überzogener Satire inszeniert Regisseur Barrie Kosky steppende Nasen, fahrende Rikscha-Tische und karikaturesk überzeichnete Protagonisten in einem kühlen, trotz seiner Größe klaustrophobisch wirkenden Raum. Die surrealistische Geschichte um die Verlustängste und die Paranoia des kleingeistigen Emporkömmlings Platon Kusmitsch Kowaljow wird zum absurden revueartigen Kaleidoskop der Eitelkeiten, einer verstörenden Mischung aus Wozzeck und Alice im Wunderland, die ihre ganz eigene »sinnlose« Logik besitzt.
Barrie Kosky knackt ein Meisterwerk des 20. Jahrhunderts, indem er kafkaeske Bilder, Showbiz, Marx-Brothers-Humor und eine genaue Charakterstudie zusammenzwingt.
Berliner Morgenpost
#KOBNase
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Selected Performance: 2267
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Fr 5 Nov 202119:30 — 21:20
Stab
Musikalische Leitung
Inszenierung
Choreographie
Bühnenbild und Licht
Co-Bühnenbild
Anne Kuhn
Kostüme
Dramaturgie
Besetzung
Platon Kusmitsch Kowaljow
Ivan Jakowlewitsch / Leiter der Annoncenredaktion / Arzt
Praskowja Ossipowna / Verkäuferin / Fernsehansagerin
Madeleine Shaw
Polizeioberhauptmeister / Eunuche
James Kryshak
Wütender Mann in der Kathedrale / Eunuche / Jaryschkin
Adrian Kramer
Iwan, Diener Kowaljows / Polizeipförtner / 1. Herr / 2. Polizist / Eunuche
Die alte Gräfin
Pelagea Grigorjewna Podtotschina / 2. Begleiterin
Trauernde Frau in der Kathedrale / Podtotschinas Tochter / 1. Begleiterin
Pjotr Fjodorowitsch / Oberst / 7. Student / 2. Zwischenrufer
Diener der alten Gräfin / Iwan Iwanowitsch / 8. Student
1. Angestellter / 1. Polizist / 4. Herr / 1. Bekannter Kowaljows
Simon Wilding
2. Angestellter / 3. Polizist / 5. Herr / 3. Bekannter Kowaljows
Andrew Nolen
3. Angestellter / 4. Polizist / Spekulant / 2. Zuschauer
4. Angestellter / 6. Polizist / 6. Herr / 3. Student
5. Angestellter / 10. Polizist / 2. Neuankömmling
Vater / 2. Dandy
6. Angestellter
N.N.
Wachmann / 7. Angestellter / Kutscher
Dominic Barberi
8. Angestellter / 2. Kind / 4. Student
5. Polizist / 2. Herr / 1. Dandy / 2. Bekannter Kowaljows u.a.
7. Polizist / 3. Herr / 2. Student
N.N.
8. Polizist / 7. Herr / 5. Student
Jan Proporowitz
9. Polizist / Ein alter Mann / 6. Student
1. Kind / 1. Sohn / 1. Neuankömmling
David Zimmer
Tänzer*innen
N.N.
Es spielt das Orchester der Komischen Oper Berlin.

Handlung

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