Il barbiere di Siviglia

Gioachino Rossini
Commedia in zwei Akten [1816]
Italienisch
3 h 15 min, inkl. Pause
Günstige Karten offline … Für diese Inszenierung gibt es aufgrund des besonderen Bühnenbildes eine große Anzahl von vergünstigten Tickets mit leichter Sichteinschränkung. Diese können nur über den Telefonservice und an der Tageskasse erworben werden.
Kirill Serebrennikov, Cannes-prämierter Schrittmacher einer jungen russischen Regiegeneration, präsentiert den unkaputtbaren Buffa-Klassiker als »bitterbös-witzige Abrechnung sowohl mit den Ewig­gestrigen als auch mit den Jungen, diesen New-Media-Aufmerksamkeitsgestörten« [Berliner Morgenpost]. In Rossinis wilden Koloraturen, rasenden Strettas und grotesk verschwurbelten Schluss-Ensembles findet der Regisseur den perfekten Stoff für einen kritischen Blick auf die Liebe im Zeitalter ihrer medialen Optimierbarkeit.

Hinter Doktor Bartolos Rücken geht Merkwürdiges vor! Seit Kurzem scheint sein Mündel Rosina – die er nicht zuletzt wegen ihrer beträchtlichen Erbschaft baldmöglichst zu ehelichen gedenkt – geheime Kontakte zu knüpfen. Ein Unbekannter versucht mithilfe selbstkomponierter Liedchen und allerhand verschlüsselter Botschaften, Rosinas Herz zu erobern. Wer sich hinter dem rätselhaften Verehrer wirklich verbirgt, bleibt selbst Rosina die längste Zeit verborgen. Klar ist ihr allemal: Alles ist besser, als für immer an den ewig-gestrigen Miesepeter Bartolo gekettet zu sein. Und wo ein Wille ist, ist auch ein – egal wie abseitiger – Weg.

Seit der Uraufführung von Il barbiere di Siviglia am 20. Februar 1816 im römischen Teatro Argentina rast Rossinis durchgeknallter Friseur – Figaro hier! Figaro da! – mit ungebrochenem Elan über die Bühnen der Welt. Knallhartes Kalkül trifft hier auf romantische Liebessehnsucht.

Libretto von Cesare Sterbini
nach der Komödie von Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais
Im Repertoire seit 9. Oktober 2016

Das Publikum tobte vor Begeisterung über eine szenisch brillante und musikalisch höchst mitreißende Aufführung.
Deutschlandfunk
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Selected Performance: 2153
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Do 22 Apr 202119:30 — 22:50
Stab
Musikalische Leitung
Elisa Gogou
Inszenierung und Ausstattung
Co-Bühnenbild
Alexej Tregubov
Video
Ilya Shagalov
Dramaturgie
Johanna Wall
Licht
Besetzung
Il Conte dʼAlmaviva
Rosina
Kristina Stanek
Figaro
Gurgen Baveyan
Basilio
Berta
Fiorello
Nikita Voronchenko
Ein Offizier
N.N.
Tänzer (Figaro Double)
Etienne Röder, Michael Fernandez, Paul Gerritsen
Vocalconsort Berlin
Es spielt das Orchester der Komischen Oper Berlin.

Handlung

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Das nackte Leben – So tief wie in dieser neuen Berliner Inszenierung hat wohl noch niemand in Rossinis Meisterwerk geblickt

»Zu jedem Witz und zu jeder komischen Oper gehört ein Opfer. In Gioacchino Rossinis unverwüstlichem "Barbier von Sevilla" heißt dieses Opfer Bartolo. Alt, geldgierig, notgeil: Der Mann wird regelmäßig vorgeführt als albernes Püppchen. An der Komischen Oper in Berlin aber ist dieser Doktor Bartolo die Hauptfigur. Nicht nur, weil ihn Philipp Meierhöfer mit lässigem Ernst grandios singt und spielt. Sondern weil ihn der russische Regisseur Kirill Serebrennikov ins Herz geschlossen hat und in diesem Verachteten und Beleidigten zwar nicht die Komik unterschlägt, aber auch den Shylock entdeckt… So tief wie in dieser neuen Berliner Inszenierung hat wohl noch niemand in Rossinis Meisterwerk geblickt. … Figaro funktioniert heute nur, wenn ein Regisseur den Klamauk mit gesellschaftlicher Relevanz aufpeppt. Das aber wird fast nie (gut) gemacht. Außer von Serebrennikov.«
Süddeutsche Zeitung
Reinhard J. Brembeck, 11.10.2016

Kirill Serebrennikov inszeniert an der Komischen Oper Rossinis Barbier

»Das Publikum tobte vor Begeisterung über eine szenisch brillante und musikalisch höchst mitreißende Aufführung«
Deutschlandfunk
Julia Spinola, 10.10.2016

Außen knusprig, innen noch warm!

»Außen knusprig, innen noch warm! Das ist ein hohes Lob für jede Rossini-Aufführung. Erstmals überhaupt habe ich erlebt, dass dies vortreffliche Orchester um sein Leben spielt und dabei eine schöne Elastizität und Italianità für sich entdeckt. Ich habe es nie so gut gehört seit Petrenkos "Rosenkavalier" (dessen damaliger Höhenflug).«
rbb kulturradio
Kai Luehrs-Kaiser, 10.10.2016

Mit Figaro im Chatroom

»… Kirill Serebrennikovs Inszenierung von "Il barbiere di Siviglia", die beides [ist] ...: irrsinnig komisch und zutiefst traurig. Denn der russische Regisseur macht an der Komischen Oper aus Gioachino Rossinis Bühnenhit von 1816 eine bitterbös-witzige Abrechnung sowohl mit den Ewiggestrigen als auch mit den Jungen, diesen New-Media-Aufmerksamkeitsgestörten.«
Berliner Morgenpost
Georg Kasch, 11.10.2016

Schneller geht immer – Fulminant und schlüssig: Kirill Serebrennikos „Barbier von Sevilla“ an der Komischen Oper

»Mit der Verpflichtung von Regisseur Kirill Serebrennikov beweist Intendant Barrie Kosky einmal mehr seine Qualitäten als Spürhund. ... Und Serebrennikov liefert: nämlich Berlins erste Smartphone-Oper. ... Der Erfolg des Abends ruht aber auf vielen Schultern. Allen voran Antonello Manacorda, der im Moment noch die Kammerakademie Potsdam leitet, … mit seinem zügigen, extrem aufmerksamen, athletischen Dirigat (nach der Pause dann sogar im Frack) ... Und da ist natürlich das fantastische Ensemble, das alle Zumutungen der Regie begeistert mitmacht.«
Der Tagesspiegel
Udo Badelt, 10.10.2016