Jacques Offenbach

Les Contes d'Hoffmann

Opéra fantastique in fünf Akten [1881]
Deutsch, Französisch
3h inkl. Pause
19:30 Uhr
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19:00 Uhr
18:00 Uhr
19:30 Uhr
18:00 Uhr



In der Neueinstudierung von Barrie Koskys skurril-bizarren Les Contes d’Hoffmann verkörpert der renommierte Bühnen- und Fernsehschauspieler Thomas Thieme den titelgebenden Künstler, der sich im verstörenden Albtraum seiner eigenen Fantasien verliert. Mozarts Don Giovanni wird in Hoffmanns übersteigertem Empfinden zum Ausgangspunkt einer vom Wahnsinn getriebenen Reise durch bizarre Welten; die abgöttische Bewunderung für die Sängerin der Donna Anna gebiert immer neue Frauenbilder: die seelenlose Puppe Olympia, die todkranke Sängerin Antonia, die herzlose Kurtisane Giulietta. Von den eigenen Dämonen verfolgt, gibt es für Hoffmann keinen Weg mehr zurück in die Realität. »Tödliche Schwärze, grelles Entertainment halten sich die Waage: ein irres, wirres Hoffmann-Spektakel, perfekt serviert.« [FAZ]

Libretto von Jules Barbier nach dem gleichnamigen Drama von Jules Barbier und Michel Carré.
Herausgegeben von Michael Kaye und Jean-Christophe Keck.
Bariton-Fassung dieser Oper rekonstruiert von Michael Kaye.
Mit freundlicher Genehmigung von Schott Music.

Im Repertoire seit 2. Oktober 2015
Fr., 11. September 2020, 19:30 Uhr

Stab

Musikalische Leitung
Alevtina Ioffe
Inszenierung
Bühnenbild und Kostüme
Katrin Lea Tag
Dramaturgie
Licht

Besetzung

Hoffmann 1
Thomas Thieme
Hoffmann 2
Arturo Chacón-Cruz
Stella / Olympia / Antonia / Giulietta
La Muse / La mère d’Antonia
Lindorf/Coppélius/Le docteur Miracle/ Dapertutto
Andrew Foster-Williams
Andrès/Spalanzani/ Pitichinaccio
Cochenille/Crespel/Peter Schlémil
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bachtrack.com
Mark Pullinger, 08.10.2015
A tale of three Hoffmanns: Kosky’s Komische Oper production a triumph
»A musically satisfying evening, Kosky’s Tales of Hoffmann was often exhilarating, occasionally exasperating, but above all, gloriously entertaining.«

Deutschlandfunk Kultur heute
Uwe Friedrich, 03.10.2015
Unbedingt hingehen, das sollte man nicht verpassen!
»… ein grandioser Theaterabend, der die Obsessionen dieses Hoffmann herausstellt, wie besessen er diesen verschiedenen Frauenfiguren hinterherirrt und sich dort verirrt in seiner eigenen Phantasie …«

die-deutsche-Buehne.de
Wolfgang Behrens, 03.10.2015
Übertrieben schön
»Gespielt wird gewissermaßen E.T.A. Hoffmanns „Don Juan“ mit der großen Parenthese „Hoffmanns Erzählungen“. Diese Ausgangsidee ist durchaus gewitzt – und gewitzt ist auch die ganze Produktion. Katrin Lea Tag hat ein frei schwebendes, bewegliches und stimmungsvoll ausgeleuchtetes Quadrat, einen fliegenden Teppich der Hoffmann'schen Fantasien, schräg in den Raum gehängt, auf, vor und unter dem sich ein hochgradig geschickt und gefällig arrangiertes Treiben entfaltet. … Das ist hochunterhaltsame Hochglanz-Oper, wogegen nichts und wofür einiges spricht.«
zum Artikel
Die Welt
Manuel Brug, 06.10.2015
Es lebe der tönende Torso
»… Barrie Kosky … präsentiert … die amourösen Hirngespinste des frühromantischen Schriftstellers E. T. A. Hoffmann … als fragmentarisches und düster-kausalitätsfreies Gestammel eines schmierigen Promillefreaks, auf den sich jeder im Publikum selbst seinen hochprozentigen Reim machen musste. Das ist vom ersten, bannenden Bild eines sabbernden Künstlerwracks zwischen einem Friedhof der Schnapsflaschen auf schwankendem Bühnenboden bis zu einem letzten … teilweise so brillant theatralisch anzusehen wie für den Ignoranten hermetisch unerklärlich.«

Süddeutsche Zeitung
Wolfgang Schreiber, 06.10.2015
Berlins kleinstes Opernhaus ist inzwischen das innovativste
»… Kosky … erfindet eine ingeniöse, überrumpelnde Collage. … Dort agiert Protagonist Hoffmann gleich dreifach, mit exzellenten Darstellern des Schwarzkomischen: als Bariton (Dominik Köninger), als Tenor (Edgaras Montvidas) und als Schauspieler (Uwe Schönbeck). … Chortableaux mit dem frisch gekürten "Opernchor des Jahres" werden zu hinreißenden Revuenummern umfunktioniert und vom Ensemble mit der an diesem Haus vertrauten Bravour hingepfeffert.«

Taz. die tageszeitung
Niklaus Hablützel, 06.10.2015
In der Kifferhöhle
»… ein wenig antisemitisch war Hoffmann, nichtsdestotrotz hat die Komische Oper mit ihm den Premierenlauf eröffnet. Blitzgescheit hat ihm Barrie Kosky eine Sprechrolle in Offenbachs »Les Contes d’Hoffmann« geschrieben, die das chaotische Fragment zu einer neuen, endlich spielbaren Oper macht.«