Giacomo Puccini

La Bome

Oper in vier Bildern [1896]
Italienisch
2h 15min inkl. Pause
19:30 - 21:45 Uhr
19:30 - 21:45 Uhr
19:00 - 21:15 Uhr
19:30 - 21:45 Uhr
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19:00 - 21:15 Uhr
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»E come vivo? Vivo!« Barrie Kosky inszeniert mit Giacomo Puccinis Meisterwerk La Bohème, ein Schlüsselwerk modernen Lebens im Paris des 19. Jahrhunderts. Ein Porträt des atemlosen Lebens junger Menschen, zwischen Kunst, Liebessehnsucht und moderner Vereinzelung. Marcello liebt Musetta, und die zerbrechliche Mimì den überschwänglichen Dichter Rodolfo – bis der Tod die junge Liebe jäh vereisen lässt.
Das Leben ist groß! Und es ist kalt ... am Weihnachtsabend um 1830, im Pariser Quartier Latin. Nicht für die Miete, nicht fürs Feuerholz und nicht fürs Festmahl reicht das Geld der Bohémiens Rodolfo, Marcello, Colline und Schaunard. Zwar sind sie mittellos, doch reich an Lebenslust und im Herzen ganz entflammt: Der Poet Rodolfo liebt Mimì, sein Freund Marcello verfällt, einmal mehr, der schönen Musetta. Die Künstler feiern, streiten, leiden und lieben durch den Winter – bis Rodolfo, aus finanzieller Not und Überforderung, die todkranke Mimì verlässt. Erst im letzten Augenblick realisieren er und die Freunde, welche Geschenke die Liebe und ihr Leben sind … doch es ist zu spät.
Ein literarisches Denkmal ist jener zur Mitte des 19. Jahrhunderts entstandene Roman, mit dem der französische Schriftsteller Henri Murger seine Zeit, seine Freunde und sein eigenes Leben im legendären Pariser Künstlerviertel verewigte. Seine Szenen aus dem Leben der Bohème schildern das Leiden, Feiern und Lieben einer frühen Subkultur, deren antibürgerlicher Lebensstil spätestens mit Giacomo Puccinis genialer Bearbeitung des Stoffes für die Opernbühne zum Inbegriff modernen Künstlertums wurde. Die 1896 uraufgeführte Partitur schildert große Gesellschaftsbilder in realistischen Klangfarben, kontrastiert Großstadt-Ensembles mit Momenten zarter Innerlichkeit, die in überwältigenden Gefühlsausbrüchen zu einer bewegenden Allegorie der Kunst, des Lebens und seiner Flüchtigkeit werden.
Szenen aus »La Vie de bohème« von Henri Murger in vier Bildern [1896]
Libretto von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa
Fr., 12. Juni 2020, 19:30 Uhr

Stab

Musikalische Leitung
Inszenierung
Bühnenbild
Bühnenbildmitarbeit
Jan Freese
Kostüme
Dramaturgie
Kinderchor
Licht
Alessandro Carletti

Besetzung

Musetta
Heidi Stober
Rodolfo
Joshua Guerrero
Marcello
Jacques Imbrailo
Schaunard
Parpignol
Alcindoro
Chorsolisten der Komischen Oper Berlin
Kinderchor der Komischen Oper Berlin
concerti.de
Ronald H. Dippel, 29.1.2019
Polarisierendes Melodram
»Selten gehörte Details bereichern den ganzen Abend: Eine geschärfte Kombination von Blech und Streichern da, eine herausgezogene Paukenstelle dort und ein vernehmbar undurchdringliches, fast atonales Tongestrüpp durch die einmal mehr hervorragenden Chorsolisten der Komischen Oper im zweiten Bild. Image des Hauses und genauer Blick auf das Werk befinden sich im perfekten Gleichklang. ... Auf die pompöse Bravourgeste verzichtet auch Philipp Meierhöfer bei der Mantel-Arie. Die auf einen fast liedhaften Kern zurückgenommenen Arien machen aus dem musikalischen Schlemmermenü glaubwürdige Nervennahrung.«
Zur Kritik
DeutschlandFunk, Kultur aktuell
Julia Spinola, 28.1.2019
Kein verkitschtes, sentimentales Rührstück
»Kosky macht kein sentimentales Rührstück aus der Bohème, umso mehr berührt das Ende. … Der Tod lässt sich eben auch mit der Kunst nicht besiegen. Diese Einsicht gewinnt in Koskys Inszenierung und in Puccinis vollkommen unsentimentaler Musik eine wirklich niederschmetternde Intensität.« 
Zur Kritik
DeutschlandFunk Kultur, Fazit
Jürgen Liebing, 27.1.2019
Barrie Kosky inszeniert Puccinis Meisterwerk "La Bohème" in der Komischen Oper
»Barrie Kosky inszeniert psychologisch sehr, sehr genau und das ist mit diesem Darstellerensemble an der Komischen Oper einfach gelungen, weil alle mitspielen.«
Zur Kritik
rbb inforadio
Barbara Wiegand, 28.1.2019
"La Bohème" an der Komischen Oper
»Günter Papendell als Marcello beeindruckt einmal mehr mit warmem, kraftvollem Bariton. Nadja Mchantaf als Mimì ... schafft Wirkungsraum für ihre Stimme und sorgt für innige Momente.«
Zur Kritik
Berliner Morgenpost
Volker Blech, 29.1.2019
Künstleroper voller Selbstinszenierungen
»Nadja Mchantaf ist ein bemerkenswertes Rollendebüt als Mimi gelungen. Sie versucht, die bereits kränkelnde Frau mit leisen Zwischentönen einzuführen. ...  Zum Ende hin entfaltet sie ihren lyrischen Sopran mit berührender Warmherzigkeit.«
Zur Kritik
Der Tagesspiegel
Frederik Hanssen, 29.1.2019
Krach unterm Dach
»Wie Jordan de Souza im Eröffnungsbild immer wieder musikalisch den Atem anhält, Generalpausen setzt, die Kosky szenische Detaileffekte ermöglichen, um dann ohne Reibungsverlust fortzufahren, ist virtuos. Das ohnehin in seiner stilistischen Wendigkeit kaum zu übertreffende Orchester folgt ihm dabei mit einer Wachheit, einer Reaktionsschnelle, die ihresgleichen sucht.«
Zur Kritik
Die Welt
Tilmann Krause, 29.1.2019
Ihr Lebenshunger ist grenzenlos
»In Koskys bei der Premiere umjubelter „Bohème“ hat Kitsch keine Chance. Das Ungewaschene, Unausgereifte, in das existentieller Ernst einbricht, dominiert. So passt’s in diese Zeit. Puccini, das ist immer noch einer von uns.«
Zur Kritik
PROBENDOKU
Vor der Premiere haben wir Interviews mit Regisseur Barrie Kosky und Dirigent Jordan de Souza geführt. In dieser Probendoku erfahren Sie mehr über die Herausforderungen einer »Bohème« und die Geschichte eines Puccini-Autogramms, das Barrie Kosky von seiner Großmutter bekommen hat.
PROBENDOKU
Vor der Premiere haben wir Interviews mit Regisseur Barrie Kosky und Dirigent Jordan de Souza geführt. In dieser Probendoku erfahren Sie mehr über die Herausforderungen einer »Bohème« und die Geschichte eines Puccini-Autogramms, das Barrie Kosky von seiner Großmutter bekommen hat.

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