Giuseppe Verdi

Rigoletto

Oper in drei Akten (1851)
Italienisch
2h (ohne Pause)
19:30 - 21:30 Uhr
16:00 - 18:00 Uhr
19:30 - 21:30 Uhr
19:30 - 21:30 Uhr
19:30 - 21:30 Uhr
»A comic opera that goes horribly wrong.« – Wie Schachtelteufel springen die Protagonisten von Verdis Oper in Barrie Koskys Inszenierung immer wieder aus Kisten, Schränken oder dem Bühnenboden. Die Clownsmaske bekommt etwas Bedrohliches, wird zum Fluch, der den Narren unentrinnbar verfolgt, auch kompositorisch ...
Die musikalische Signatur für den auf Rigoletto lastenden Fluch durchzieht die gesamte Partitur – von den ersten Tönen des Vorspiels bis zu Rigolettos letztem, verzweifelten Aufschrei: »Ah, la maledizione!«. »Als ein Alptraum geplant, wächst sich die Inszenierung, durchschossen von Clownerien aller Art, zu einem Abenteuer des Musiktheaters sondergleichen aus.« [BERLINER MORGENPOST]
Rigoletto, Verdis sechzehnte Oper, entstand 1851. Barrie Kosky entspinnt in seiner Insze­nierung aus dem Jahr 2009 einen fantastischen Albtraum rund um Rigoletto und seine Tochter Gilda. Rigoletto ist Hofnarr am Hof des Herzogs von Mantova, eines zügellosen Frauen­verführers. Seine geliebte Tochter verbirgt er vor der kaum weniger dekadenten Hofgesell­schaft. Er selbst ist ein böser Clown, gehasst und gefürchtet, weil er mit seinem Sarkasmus und Zynismus alles und jeden der Lächerlichkeit preisgibt. Die Höflinge sinnen auf Rache: Sie halten Gilda, die Rigoletto fast vollständig isoliert von einer Amme aufziehen lässt, um sie vor der Welt zu schützen, für seine heimliche Geliebte und wollen sich für die bösen Späße des Hofnarren rächen, indem sie Gilda entführen. Die hat kurz zuvor bei einem seltenen Ausflug außerhalb ihres Gefängnisses hat sie einen jungen Studenten kennengelernt und ihr Herz verloren. Doch der Student entpuppt sich als der Herzog im Inkognito, der darauf sinnt, mit ihr seine nächste Eroberung zu machen – und fallen zu lassen. Das Entführungsopfer landet schließlich beim Verführer. Rigoletto sinnt auf Rache und die Katastrophe schreitet voran …
Libretto by Francesco Maria Piave

Im Repertoire seit 20. September 2009
So., 16. Februar 2020, 16:00 Uhr

Stab

Musikalische Leitung
Inszenierung
Bühnenbild und Kostüme
Alice Babidge
Dramaturgie
Ingo Gerlach
Licht
Franck Evin

Besetzung

Der Herzog von Mantua
Leonardo Capalbo
Rigoletto, sein Hofnarr
Gilda, dessen Tochter
Sparafucile, ein Bravo / Graf von Monterone
Graf von Ceprano / Ein Gerichtsdiener
Changdai Park
Die Gräfin von Ceprano/Maddalena, Sparafuciles Schwester/Giovanna, Gildas Gesellschafterin / Paggio, ein Page der Herzogin
Marullo, ein Edelmann
Matteo Borsa, ein Höfling
Zauberkünstler
Axel Lindner
klassikinfo.de
Klaus Kalchschmid, 22.9.2009
Der Tod ist kein Zaubertrick
»Barrie Kosky hat an der Komischen Oper Giuseppe Verdis »Rigoletto« dahin zurückgeführt, wo seine Wurzeln liegen – im »Grand-Guignol«, dem buchstäblich »großen Kasperltheater«. Aber er erzählt auch sehr realistisch, schmerzhaft ergreifend das Drama einer denkbar verqueren, tödlich endenden Vater-Tochter-Beziehung.«
Zur Kritik
Berliner Morgenpost
Klaus Geitel, 21.9.2009
"Rigoletto" in der Komischen Oper
»Die Inszenierung […] spielt sich ein zum Großereignis des Musiktheaters und findet begeisterten Beifall. Verdis »Rigoletto«, als ein Alptraum geplant, wächst sich, durchschossen von Clownerien aller Art, zu einem Abenteuer des Musiktheaters sondergleichen aus. Vor allem nimmt die Inszenierung […]  das Werk immer stärker in den Würgegriff. Und serviert Versionen, Wagemut, Spannung – die drei guten Dinge, die man in der Oper so oft vermisst.«
Zur Kritik
Berliner Morgenpost
Klaus Geitel, 22.9.2009
"Rigoletto" in der Komischen Oper
»Kosky servierte kein Schmuseglück. Er ging aufs Ganze: Er säte finstere Visionen, Wagemut, Spannung – die drei theatralischen Herrlichkeiten, die sich inzwischen rar in der Oper machen.«
Zur Kritik
Die Tageszeitung
Niklaus Hablützel, 22.9.2009
Grausamkeit des guten Vaters
»Monteverdi, Ligeti, Mozart, Gluck, Cole Porter, Verdi – so unterschiedlich Stile und Stoffe dieser Musiker des Opernrepertoires sind, Barrie Kosky hat […] für ihre größten Meisterwerke eine jeweils ganz eigene,unverwechselbare und einprägsame Bühnensprache gefunden.«
Zur Kritik