Adam Benzwi

Dirigent
© Jan Windszus Photography
© Jan Windszus Photography
Erste Auftritte als Pianist absolvierte der aus San Diego, Kalifornien stammende Musiker bereits im Alter von zwölf Jahren. Nach einem Intermezzo als Architektur-Student an der Columbia University in New York widmete er sich ganz der Musik. Seit 1984 ist Adam Benzwi echter Wahl-Berliner. Für Solisten wie  Andrea Sawatzki,  Daniela Ziegler, Gisela May, Helmut Baumann und nicht zuletzt für Désirée Nick, die mit seiner Hilfe ihre erste Show auf die Bühne stellte, war er der unentbehrliche Mann am Flügel. Seit 2000 arbeitet er mit Angela Winkler zusammen. Im letzten Jahr brachten sie die CD „Ich liebe dich, kann ich nicht sagen“ heraus, gefolgt von Konzerten u.a. im Théâtre des Abbesses in Paris und im Berliner Ensemble. In MARLENE am Renaissance-Theater "beflügelte" Adam Benzwi Judy Winter "mit sensiblem Schwung" (Die Welt).

Seine Leidenschaft, vergessene deutsche Schlager neu auf die Bühne zu bringen, ist dem Berliner Publikum aus Produktionen wie Acht Frauen am Renaissance-Theater, UFA-Revue: Bombenstimmung und Blue Jeans am Theater des Westens und Bezauberndes Fräulein am Theater am Kurfürstendamm bekannt. Er war musikalischer Leiter der legendären Produktion von Cabaret in der Bar jeder Vernunft und von My Fair Lady im Admiralspalast.

Seit seiner ersten Spielzeit als Indendant am Haus erarbeitet Barrie Kosky mit Adam Benzwi zusammen musikalische Komödien der Weimarer Republik. In bisher drei Inszenierungen Koskys übernahm Benzwi die musikalische Einrichtung und Leitung.

Die Ausbildung junger Künstler ist Adam Benzwi ein besonderes Anliegen: so wirkte er schon seit Ende der achtziger Jahre am Aufbau des Studiengangs Musical/Show mit und ist dessen Musikalischer Leiter und Professor. Er ist Mitglied des Fachausschusses vom Bundeswettbewerb Gesang und begleitet die Gewinner beim Abschlußkonzert mit seiner Band im Friedrichstadt-Palast.
Berliner Morgenpost
Georg Kasch, 05.12.2016
Showtime im alten Ägypten
»… Adam Benzwi [hat] großartige Arbeit geleistet …, Straus' Partitur ins Heute zu holen mit orientalischen Melismen, die auf Latin Pop treffen, mit musikalischen Zitaten und leichtfüßig verjazzten Märschen. Vom Flügel aus – den braucht er für besonders intime oder ironische Momente aus – treibt Benzwi das Orchester in rauschhafte Zustände. Alles perlt und schäumt freundlich aufgekratzt vor sich hin.«
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Die Welt
Tilman Krause, 02.02.2015
Das ist ein wahnsinniges Maskenspiel
»Umwerfend. Überwältigend. Überrumpelnd. Es gibt keine anderen Bezeichnungen, um die Neuproduktion der Komischen Oper in Berlin zu beschreiben.«
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Deutschlandfunk
Julia Spinola, 01.02.2015
Emotionale Unverstelltheit
»Dem glühenden Operettenfan Barrie Kosky ist mit »Eine Frau, die weiß, was sie will!« endlich wieder ein glaubhaftes Plädoyer für die subversive Kraft dieses Genres gelungen. […] Sein Konzept geht so brillant auf, dass es das Publikum schier vom Hocker reißt und der Abend am Ende mit stehenden Ovationen bejubelt wird.«
Zur Kritik
Siegessäule
Eckhard Weber, 31.01.2015
Virtuoser Schleudergang
»Damit ist in dieser Aufführung tatsächlich alles drin, von überdrehtem Tingel-Tangel bis zur eindringlichen Jazz-Ballade. Dieser Abend hat Sogwirkung, ist ganz großes Theater,  eine Sternstunde der Saison.«
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